{"id":11593,"date":"2016-12-14T11:51:10","date_gmt":"2016-12-14T10:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/?p=11593"},"modified":"2024-01-26T13:27:36","modified_gmt":"2024-01-26T12:27:36","slug":"1-kapitel-vers-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/1-kapitel-vers-16\/","title":{"rendered":"1. Kapitel, Vers 16"},"content":{"rendered":"<h3>Deutsche \u00dcbersetzung:<\/h3>\n<p>Ernsthaftigkeit, Furchtlosigkeit, Beharrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Wissen und Vertrauen; | Beenden von oberfl\u00e4chlicher Geselligkeit, durch diese sechs (Tugenden) wird das Yoga erreicht.<\/p>\n<h3>Sanskrit Text:<\/h3>\n<ul>\n<li>uts\u0101h\u0101t s\u0101has\u0101d dhairy\u0101t tattva-j\u00f1\u0101n\u0101c ca ni\u015bcay\u0101t |<br \/>\njana-sa\u1e45ga-parity\u0101g\u0101t \u1e63a\u1e0dbhir yoga\u1e25 prasidhyati ||16||<\/li>\n<li><span style=\"font-size: 1.5em;\">\u0909\u0924\u094d\u0938\u093e\u0939\u093e\u0924\u094d\u0938\u093e\u0939\u0938\u093e\u0926\u094d\u0927\u0948\u0930\u094d\u092f\u093e\u0924\u094d \u0924\u0924\u094d\u0924\u094d\u0935\u091c\u094d\u091e\u093e\u0928\u093e\u091a\u094d\u091a \u0928\u093f\u0936\u094d\u091a\u092f\u093e\u0924\u094d \u0964<br \/>\n\u091c\u0928\u0938\u0919\u094d\u0917\u092a\u0930\u093f\u0924\u094d\u092f\u093e\u0917\u093e\u0924\u094d \u0937\u0921\u094d\u092d\u093f\u0930\u094d\u092f\u094b\u0917\u0903 \u092a\u094d\u0930\u0938\u093f\u0927\u094d\u092f\u0924\u093f \u0965\u0967\u096c\u0965<\/span><\/li>\n<li>utsahat sahasad dhairyat tattva jnanach cha nishchayat |<br \/>\njana sanga parityagat shadbhir yogah prasidhyati ||16||<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wort-f\u00fcr-Wort-\u00dcbersetzung:<\/h3>\n<ul>\n<li>uts\u0101h\u0101t : durch festen Willen, Entschlusskraft (<a title=\"Utsaha\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Utsaha\">Utsaha<\/a>)<\/li>\n<li>s\u0101has\u0101t : durch Mut (<a title=\"Sahasa\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sahasa\">Sahasa<\/a>)<\/li>\n<li>dhairy\u0101t : durch Ausdauer, ruhiges Wesen (<a title=\"Dhairya\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dhairya\">Dhairya<\/a>)<\/li>\n<li>tattva : (der) Wahrheit (des \u201eSoseins\u201c, <a title=\"Tattva\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tattva\">Tattva<\/a>)<\/li>\n<li>j\u00f1\u0101n\u0101t : durch die Erkenntnis (<a title=\"Jnana\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jnana\">Jnana<\/a>)<\/li>\n<li>ca : und (<a title=\"Cha\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Cha\">Cha<\/a>)<\/li>\n<li>ni\u015bcay\u0101t : durch sicheres Wissen, genaue Kentniss, \u00dcberzeugung, Vertrauen (in die Lehren des Meisters, <a title=\"Nishchaya\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Nishchaya\">Nishchaya<\/a>)<\/li>\n<li>jana : (mit) Mensch(en, <a title=\"Jana\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jana\">Jana<\/a>)<\/li>\n<li>sa\u1e45ga : (unf\u00f6rderlicher) Gemeinschaft (<a title=\"Sanga\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanga\">Sanga<\/a>)<\/li>\n<li>parity\u0101g\u0101t : durch Aufgeben (<a title=\"Parityaga\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Parityaga\">Parityaga<\/a>)<\/li>\n<li>\u1e63a\u1e0dbhi\u1e25 : durch (diese) sechs (<a title=\"Shash\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Shash\">Shash<\/a>)<\/li>\n<li>yoga\u1e25 : (der) <a title=\"Yoga\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yoga\">Yoga<\/a><\/li>\n<li>prasidhyati : f\u00fchrt zum Erfolg, gelingt (pra + <a title=\"Sidh\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sidh\">sidh<\/a>)\u00a0 \u00a0 ||16||<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Kommentare &#8211; Audio &#8211; Video<\/h3>\n<div class=\"responsive-tabs\">\n<h2 class=\"tabtitle\">Brahmananda<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>.\/.<\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Vishnu-devananda<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>16. Der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Yogi<\/a> erzielt Fortschritte durch Frohsinn, Ausdauer, Mut, wahres Wissen, starken Glauben an die Worte des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guru\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Guru<\/a>s und durch das Aufgeben schlechter Gesellschaft.<\/p>\n<p>\u201eWahres Wissen\u201c ist das Wissen, dass ihr das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selbst<\/a> seid (nicht der K\u00f6rper), zumindest in der Theorie.<\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Sukadev<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>16. Der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\">Yogi<\/a> erzielt Fortschritte durch Frohsinn, Ausdauer, Mut, wahres Wissen, starken <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Glaube\">Glauben<\/a> an die Worte des Gurus und durch das Aufgeben schlechter Gesellschaft.<\/p>\n<p>Also erstens Frohsinn. Was braucht man, um froh zu sein? Wenig. [Singt: Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein K\u00f6nig.] Ist ein Yogi. Das reimt sich nur nicht so ganz. Aber <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Raja\">Raja<\/a> hei\u00dft ja auch K\u00f6nig. Also k\u00f6nnen wir ruhig K\u00f6nig sagen, die \u00dcbersetzung von Raja. Frohsinn. Freude muss gar nicht so abh\u00e4ngen von \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden. Man kann sich einfach freuen. Ich kannte mal so eine Mitarbeiterin, die kam einfach so auf uns zu und hat dann gesagt: Freude. Ich kann mich noch erinnern, das erste Mal hab ich sie so angeguckt \u2013 durchgeknallt? Wisst ihr, man erlebt in Yogazentren so Einiges. Aber die hat dabei einen vern\u00fcnftigen Eindruck gemacht. Und dann hab ich sie gefragt: \u201eWas meinst du?\u201c Und sie hat gesagt: \u201eNichts. Einfach Freude.\u201c Und es war f\u00fcr mich ein sch\u00f6nes Erlebnis. Mit diesem einen Wort war sie pl\u00f6tzlich wirklich freudevoll, und das war ansteckend. Ich habe niemals den Mut gehabt, es selbst auszuprobieren. Vielleicht sollte ich das mal machen. Wenn ich da Yogasch\u00fcler in einer Ecke diskutieren sehe, gehe ich hin und sage einfach: Freude! Oder ich h\u00f6re gerade Mitarbeiter miteinander diskutieren, wie man was macht und offensichtlich haben sie eine Meinungsverschiedenheit, einfach \u201aFreude\u2019 zu sagen. Also sie konnte das gut, das war richtig ansteckend. F\u00fcr mich habe ich da eine Lektion gelernt. Um froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein K\u00f6nig. Wir sind Freude. Unserer wahre Natur ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/ananda\">Ananda<\/a>. Und manchmal k\u00f6nnen wir einfach sagen: \u201eJetzt langts. Stopp mit all den Gedanken. Jetzt gehe ich nach innen und sp\u00fcre einfach Freude.\u201c Es ist paradox. Viele Menschen unterliegen einem Irrtum. Viele Menschen denken, um Freude zu haben, m\u00fcsste es einen Grund geben. Ansonsten w\u00e4re es unauthentisch und aufgesetzt, freudevoll zu sein. Es gibt keinen Grund, ungl\u00fccklich zu sein. Das steckt tief drin in vielen Menschen. Wenn man freudevoll ist ohne Anlass, dann denkt man, irgendwas ist falsch. Und ich glaube, die Deutschen sind besondere Anh\u00e4nger dieser falschen Theorie. Das m\u00fcssen wir uns bewusst machen. Das stimmt gar nicht. Wir m\u00fcssen blo\u00df aufh\u00f6ren, uns traurige Gedanken zu machen, dann kommt die innere Natur zum Vorschein, dann ist Ananda, die Freude, da.<\/p>\n<p>Wir denken oft, um froh zu sein, braucht\u2019s einen Grund. Und wenn wir keinen haben, m\u00fcssen wir traurig sein. Dabei sollte es umgekehrt sein. Nat\u00fcrlich gibt es Gr\u00fcnde, traurig zu sein. Angenommen, ein <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\">Kind<\/a> ist gerade beim Autounfall gestorben. Da w\u00e4r\u2019s jetzt nicht angebracht, froh zu sein. Aber angenommen, es l\u00e4uft jetzt nichts Besonderes. Bei der Arbeit ist der gew\u00f6hnliche Stress. Mit den Kindern sind die gew\u00f6hnlichen sch\u00f6nen und weniger sch\u00f6nen Sachen. Das Haus ist wie \u00fcblich unaufger\u00e4umt, und da sollte man froh sein. Wenn das Dach eingest\u00fcrzt ist, und der Fluss durch\u2019s Wohnzimmer durchflie\u00dft, dann hat man, wenn man nicht versichert ist, wenn man nicht in einem Land lebt, wo man nachher einiges an Geld zur\u00fcckkriegt, dann hat man Grund, traurig zu sein. Kann man sich \u00f6fters vergegenw\u00e4rtigen. Freude, so wie die Narayani gesprochen hat: Freude, Freude, Freude, immer neue Freude. Weil die Deutschen es immer komisch finden, wenn man was in ihrer Muttersprache was singt. Es klingt viel sch\u00f6ner: Joy, Joy, Joy, Joy, ever new Joy. Man kann ja auch \u201aJoy\u2019 sagen. Also ihr k\u00f6nnt \u201aJoi\u2019 [franz.] sagen, ihr k\u00f6nnt \u201aFreude\u2019 sagen, ihr k\u00f6nnt \u201aJoy\u2019 sagen, ihr k\u00f6nnt Ananda sagen. Aber es braucht nicht viel f\u00fcr Freude.<\/p>\n<p>Es gibt ja inzwischen sogenannte Lachseminare. Urspr\u00fcnglich gab\u2019s in Indien eine Lachbewegung, die hat tats\u00e4chlich in Indien angefangen. Der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\">Sivananda<\/a> war ein Mitinitiator dieser Bewegung. Als er in den zwanziger Jahren nach <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rishikesh\">Rishikesh<\/a> gekommen ist, dort war diese M\u00f6nchskolonie von all diesen Sadhus, die alle ernsthafte Praktiken gemacht haben, um die ernsthafte Selbstverwirklichung zu erreichen. Und dann fand er die viel zu ernst. Und da hat er so ein paar Swamis daf\u00fcr gewonnen und gesagt: \u201eWir nehmen uns jeden Tag eine viertel Stunde, da lachen wir zusammen. Und da haben sie oder der Swami Sivananda Lachwettbewerbe veranstaltet. Ich wei\u00df jetzt nicht, ob das wirklich von Swami Sivananda kam, oder ob das noch eine \u00e4ltere <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition.html\">Tradition<\/a> ist und der Swami Sivananda hat war damit in Ber\u00fchrung gekommen. Ich habe das mehrmals gelesen, dass der Swami Sivananda das in den zwanziger Jahren gemacht hatte. Und sie haben das ganz systematisch gemacht, verschiedene Stufen des Lachens usw. Die Inder sind dann sehr systematisch dabei. Aber das braucht\u2019s letztlich. Es gibt auch solche Fotos, so ein paar altehrw\u00fcrdige Swamis mit langen B\u00e4rten sitzen da und lachen wie die kleinen <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\">Kinder<\/a>.<\/p>\n<p>Also heute ist das Lachen ne gro\u00dfe Bewegung geworden in Indien. Es gibt ganze Parks, auch nach China ist das inzwischen gegangen, ganze Parks, wo es Ecken gibt, wo Menschen sich vor der Arbeit treffen, um erstmal eine viertel Stunde zu lachen. Und das ist zur Lachbewegung geworden. Und in Deutschland gibt\u2019s dann nat\u00fcrlich Lachseminare, und da gibt\u2019s inzwischen Lach\u00fcbungen daf\u00fcr. Statt Schweigetag \u2013 so ein Lachtag ist schon lange notwendig.<\/p>\n<p>Manchmal werden spirituelle Menschen zu ernst. Man will die Selbstverwirklichung erreichen, man stellt fest, alle diese Hindernisse die da sind, schlechte Gesellschaft, \u00dcberessen, harte k\u00f6rperliche Arbeit, zu viel reden, falsche Gel\u00fcbde, Unbest\u00e4ndigkeit, l\u00fcgen, stehlen, jemanden verletzen, da kann man manchmal zu ernst werden.<\/p>\n<p>Und ein von mir gesch\u00e4tzter <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\">Yogi<\/a> hat auch mal gesagt: \u201eDas <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/Lebensgemeinschaft.html\">Leben<\/a> ist zu ernst, um zu ernst genommen zu werden.\u201c \u201eLife is too serious to be taken too seriousely.\u201c Und einige kennen es, als wir im November in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rishikesh\">Rishikesh<\/a> waren in dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\">Sivananda<\/a>\u2013<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\">Ashram<\/a> dort, da gab\u2019s dann so einen, der war der Leiter der K\u00fcche, in der sie jeden Tag f\u00fcr 500 bis 2000 Leute gekocht haben, und der war immer so fr\u00f6hlich und hat so viel Ruhe ausgestrahlt. Und da habe ich ihn schlie\u00dflich mal gefragt: Bei uns in der K\u00fcche gibt\u2019s immer so was, die Lieferanten liefern nicht richtig, und die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma.html\">Karma<\/a>-Yogis sagen kurzfristig ab, jeder Gast hat einen anderen Geschmack und will was anderes haben, und er w\u00fcrde immer son ruhigen Eindruck machen, ob er denn nicht auch Probleme h\u00e4tte. Und er sagte: Problems, just problems. From morning to night just problems. Dann hab ich ihn gefragt, wie er denn so gl\u00fccklich sein kann. Und da hat er gesagt: Well, I had two possibilities: Either I go crazy, or I smile. Entweder werde ich verr\u00fcckt oder ich l\u00e4chle. Und es war offensichtlich, f\u00fcr was er sich entschieden hatte. Ich kannte auch nen anderen Ashramleiter, leider sind jetzt meine Beispiele aus dem t\u00e4glichen Leben aus Ashrams, aber das kann man auf \u00fcberall im Leben \u00fcbertragen. Das war son Ashramleiterin einem Ashram in Kanada, da haben wir es hier unserem Ashram gl\u00fccklicherweise so, dass wir \u00fcber das ganze Jahr verteilt G\u00e4ste haben. Das war bei mir am Anfang so eine Sorge, dass wir im Sommer so viele G\u00e4ste haben, und im Winter so wenige, und ich kannte das gro\u00dfe Problem dieser Saison-Ashrams. In Kanada waren im Sommer 300-500 Leute da, und im Winter waren in der Woche durchschnittlich Null G\u00e4ste und am Wochenende waren ein bis drei G\u00e4ste. Und die Mitarbeiter, die da waren, das war so eine crew von f\u00fcnf bis sieben, die sind dann von Oktober bis Mai in den Winterschlaf gekommen, und das waren nat\u00fcrlich Mitarbeiter, die es gern hatten, wenn es so ruhig war und nichts los war. Und dann kam dieser Schwung von Leuten, und dann kamen aus allen Zentren Mitarbeiter, so drei\u00dfig, vierzig, f\u00fcnfzig Leute, die nat\u00fcrlich von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten, die sehr willig waren, aber keiner irgendwas wusste, und die Ashrammitarbeiter haben sich dann nat\u00fcrlich bem\u00fcht, sich so schnell wie m\u00f6glich in die Mausel\u00f6cher zu verkriechen, denn sie wollten all den Trubel nicht haben. Die sind dann auch in Zelte umgezogen, wo man sie nicht erreichen konnte, m\u00f6glichst ganz oben auf dem H\u00fcgel hinter einem See. Und der Ashramleiter kam dann, der war noch dazu der Sommerashramleiter. Im Winter ist er auf die Bahamas, das klingt sehr sch\u00f6n, aber der kam dort hin und musste dann in einer Woche den Ashram aufmachen. Und das mit all diesen Mitarbeiten. Und der Ashram hatte so ein Kollektivkarma gehabt, und das war, dass jede Woche irgendwas mit Wasser nicht funktioniert hat. Entweder es ist ein Abflussrohr geplatzt, oder, immer irgendwas, entweder gab\u2019s kein Wasser oder eine \u00dcberschwemmung. Und das war entweder leichter, und man konnte das schnell machen. Der Vasudeva sagt, hier seien die Anlagen chaotisch installiert worden, aber dort \u2013 kein Vergleich. Also alles M\u00f6gliche war dort. Und irgendwann war ich dabei und ich habe gesehen, wie der jeden Tag mehr gelacht hat, dieser Ashramleiter. Und dann hat noch jemand gesagt: \u201c<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a>, the electricity doesn\u2019t work any more.\u201d Und er sagte: \u201eDid you check this, and this,\u201d und er sagte: \u201cI did check everything, I have no clue.\u201d Die Elektrizit\u00e4t funktioniert nicht, und ich wei\u00df nicht, was es ist. Und dann fing er an; richtig schallend zu lachen. Das hat er so gemacht, und ich wusste was er meinte. Und es hat jedes Mal geklappt, den<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\">Ashram<\/a> p\u00fcnktlich fertig zu kriegen. Es ist zwar alles <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/schiefeebene.html\">schief<\/a> gegangen, was schief gehen konnte, und . . . man muss einfach lachen. Und ich hoffe, dass das nicht nur im Ashram, sondern \u00fcberall anwendbar ist \u2013 Frohsinn, ein sehr wichtiger Aspekt.<\/p>\n<p>Gut, also Frohsinn kultivieren. Der Franziskus hat auch gesagt, dass Traurigkeit das erste Tor zur <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/tod\/himmel-und-hoelle.html\">H\u00f6lle<\/a> ist. Wenn wir n\u00e4mlich traurig werden, dann fangen wir an, Zweifel zu haben, dann fangen wir an, Selbstmitleid zu haben, dann sind wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Opfer\">Opfer<\/a>, und dann m\u00fcssen wir uns tr\u00f6sten. Dann brauchen wir eine Tafel Schokolade, oder mindestens m\u00fcssen wir l\u00e4nger schlafen und wir zweifeln an allem, und dann haben wir ein schlechtes <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_gewissen.html\">Gewissen<\/a>. Gut, also Frohsinn entwickeln. Es gibt einige B\u00fccher von Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\">Sivananda<\/a>, wo dann so seitenweise drinsteht, how to get gloomy over thoughts. Wie man \u00fcber \u2013 gloomy, wie kann man das \u00fcbersetzen? Tr\u00fcbe ist ein sch\u00f6nes Wort. Klingt auch so, gloomy, tr\u00fcbe \u2013 wie man \u00fcber tr\u00fcbsinnige Gedanken hinwegkommt. Dann<\/p>\n<p>\u2013 Ausdauer<\/p>\n<p>ist auch noch wichtig.<\/p>\n<p>\u2013 Mut.<\/p>\n<p>Warum braucht man Mut? Verschiedenen Mut. Gut, mutig sein, um Freude zu verbreiten und mal zu lachen, mutig sein, um mal ausgelacht zu werden, notfalls, ist ja auch nicht so schlimm. Und Mut auf dem spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege.html\">Weg<\/a>. Es ist ja mutig, die Selbstverwirklichung erreichen zu wollen. Gibt\u2019s etwas, das mutiger ist, als das? Die gro\u00dfartigste Geschichte von der Welt. Wir wollen ein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_heilige.html\">Heiliger<\/a> werden. Da dreht einem sich sofort der Magen um, weil man so wunderbar bescheiden geworden ist. Und dann sehen wir all die Hindernisse, die da sind und all die Schwierigkeiten und Problemchen, und die Emotionen, und den <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_geist.html\">Geist<\/a> und die Gedanken und die innere und die \u00e4u\u00dfere Welt. Und dann brauchen wir Mut, um das anzugehen.<\/p>\n<p>Zum einen muss man sich selbst in die Augen schauen. Alle m\u00f6glichen negativen Aspekte in uns werden zum Vorschein kommen. Alle Schattenseiten unsere Seele werden rauskommen. Das anzuschauen brauchen wir Mut. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/wirkung-von-yoga.html\">Wozu<\/a> brauchen wir noch Mut? Letztlich durchzuhalten. Denn es ist nicht einfach. Es ist nicht so, das wir dort, ihr wisst\u2019s alle, nach ein paar Wochen, oder paar Monaten Praxis die Selbstverwirklichung erreichen. Wir brauchen Mut, dort voranzuschreiten, durchzuhalten. Wof\u00fcr noch Mut? Zum eigenen Lebensstil zu stehen, der anders ist, als der von anderen Menschen. Wer von Euch hat in der Mehrheit der Menschen, mit denen er lebt, in deren Umgebung er ist, eine Mehrheit von Menschen, die den spirituellen Weg gehen? Gut, ich m\u00fcsste mich hier melden. Es sind wenige. Wir brauchen Mut f\u00fcr diesen eigenen Lebensstil. Wir brauchen Mut, Nein zu sagen, wenn einem ein Glas Rotwein angeboten wird. Gut, f\u00fcr mich braucht\u2019s jetzt keinen Mut mehr. Es w\u00e4re eine \u00dcberwindung von Ekelgef\u00fchl, den in die N\u00e4he meiner Nase kommen zu lassen. Aber das ist eine andere Sache. Aber wer es gewohnt war, und das jetzt anders ist, das braucht Mut.<\/p>\n<p>Es gibt ja nicht so viele, die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben.html\">Vegetarier<\/a> sind und die regelm\u00e4\u00dfig <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\">Asanas<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Pranayama.html\">Pranayama<\/a> machen. Ich hatte ja mal gehofft, dass im Anschluss BSE und der Maul- und Klauenseuche der Vegetarieranteil sp\u00fcrbar ansteigt. Tut er aber nicht. Der Fleischkonsum ist fast wieder gleich wie vor einem Jahr. Die Leute wollen wieder ihr Steak essen. Am H\u00f6hepunkt haben 30% der Leute gesagt, dass sie Vegetarier werden wollen. Es ist zwar etwas mehr geworden, aber nicht viel. Dazu bedarf es ja keines Todesmutes, aber der Vorteil ist, dass man bewundert wird, wenn man diesen Mut hat. Die meisten wissen ja, es w\u00e4re ja auch gut, wenn sie so w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Und dann braucht\u2019s auch Mut, wenn Reinigungserfahrungen kommen. Es braucht Mut, wenn spirituelle Erfahrungen kommen, und es braucht Mut, wenn wir tats\u00e4chlich erkennen: Ich bin nicht der K\u00f6rper, ich bin nicht der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_geist.html\">Geist<\/a>. Da braucht man Mut f\u00fcr, denn es kommt erstmal <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_furcht.html\">Angst<\/a>. Dann wei\u00df man erstmal gar nicht, was man wirklich ist, sondern man wei\u00df, was man nicht ist. Und dann h\u00e4ngt man irgendwo dazwischen, dieser Zwischenzustand von absoluter Wonne und Panik. F\u00fcr all das braucht man Mut. An verschiedenen Stellen in der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Buch\/bhagavad-gita\/\">Bhagavad Gita<\/a> z\u00e4hlt ja <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\">Krishna<\/a> die verschiedenen Eigenschaften eines Vollkommenen auf, und dort kommt oft Abhaya mit als Erstes, und das hei\u00dft Furchtlosigkeit.<\/p>\n<p>\u2013 Wahres Wissen \u2013<\/p>\n<p>Gut, das hei\u00dft auch, zum Einen, dass wir das Selbst sind, schreibt <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Vishnu.html\">Vishnu<\/a> hier im Kommentar. Aber es hei\u00dft auch ein bisschen Wissen zu haben \u00fcber das, was auf dem spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege.html\">Weg<\/a> geschieht, dass wir ein Interpretationssystem haben. Z.B. wenn jemand eine Kundalinierweckung hat, und er wei\u00df nichts davon, und er kriegt statt dessen das Interpretationssystem eines Psychiaters, was passiert dann? Er wird unter Psychopharmaka gesetzt. Und dieser wunderbare spirituelle Prozess wird sehr leidhaft. Daher, ein Wissen, was auf dem Weg geschieht, ist etwas Gutes, Wichtiges und Hilfreiches.<\/p>\n<p>\u2013 Starken <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Glaube\">Glauben<\/a> an die Worte des Gurus.<\/p>\n<p>Was man gelernt hat, dazu braucht man einen gewissen Glauben und Vertrauen. Und auf dem Yogagebiet k\u00f6nnen wir am meisten dem vertrauen, was von authentischen Meistern geschrieben wurde. Wir k\u00f6nnen uns Ratschl\u00e4ge geben lassen von allen m\u00f6glichen Leuten, aber das, was von den Selbstverwirklichten kommt, ist am Zuverl\u00e4ssigsten.<\/p>\n<p>Es gibt so viele Dinge, die sich oft widersprechen, und wenn man jetzt allen m\u00f6glichen Dingen, versuchen will, was alle sagen, wird\u2019s schwierig. Irgendwie braucht man ein Hauptssystem, zumindest ne ganze Weile. Und da soll man sich auch nicht irre machen lassen. \u2013 und durch das Aufgeben schlechter Gesellschaft.<\/p>\n<p>Interessanterweise z\u00e4hlt der Swatmarama zehn Yamas und zehn Niyamas auf, also doppelt so viele, wie <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Patanjali\">Patanjali<\/a>. Er z\u00e4hlt die auf, die Patanjali sagt, und noch ein paar mehr. Das sind andere, als die zehn Yamas des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Raja\">Raja<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\">Yoga<\/a>. Es bezieht die f\u00fcnf Yamas des Raja Yoga mit ein und es sind f\u00fcnf weitere. Ich werd jetzt erst die deutschen Namen sagen, und ihr sagt mir, was auf <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanskrit\">Sanskrit<\/a> steht.<\/p>\n<p>\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Audio<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n<br \/>\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5439\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-11593-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/18_Hathayoga_Pradipika.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/18_Hathayoga_Pradipika.mp3\">https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/18_Hathayoga_Pradipika.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/18_Hathayoga_Pradipika.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/?powerpress_pinw=11593-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/18_Hathayoga_Pradipika.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"18_Hathayoga_Pradipika.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/feed\/podcast\/\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p><\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Video<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>.\/.<br \/>\n<\/div><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche \u00dcbersetzung: Ernsthaftigkeit, Furchtlosigkeit, Beharrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Wissen und Vertrauen; | Beenden von oberfl\u00e4chlicher Geselligkeit, durch diese sechs (Tugenden) wird das Yoga erreicht. Sanskrit Text: uts\u0101h\u0101t s\u0101has\u0101d dhairy\u0101t tattva-j\u00f1\u0101n\u0101c ca ni\u015bcay\u0101t | jana-sa\u1e45ga-parity\u0101g\u0101t \u1e63a\u1e0dbhir yoga\u1e25 prasidhyati ||16|| \u0909\u0924\u094d\u0938\u093e\u0939\u093e\u0924\u094d\u0938\u093e\u0939\u0938\u093e\u0926\u094d\u0927\u0948\u0930\u094d\u092f\u093e\u0924\u094d \u0924\u0924\u094d\u0924\u094d\u0935\u091c\u094d\u091e\u093e\u0928\u093e\u091a\u094d\u091a \u0928\u093f\u0936\u094d\u091a\u092f\u093e\u0924\u094d \u0964 \u091c\u0928\u0938\u0919\u094d\u0917\u092a\u0930\u093f\u0924\u094d\u092f\u093e\u0917\u093e\u0924\u094d \u0937\u0921\u094d\u092d\u093f\u0930\u094d\u092f\u094b\u0917\u0903 \u092a\u094d\u0930\u0938\u093f\u0927\u094d\u092f\u0924\u093f \u0965\u0967\u096c\u0965 utsahat sahasad dhairyat tattva jnanach cha nishchayat | jana sanga parityagat &hellip; <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/1-kapitel-vers-16\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">1. 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