{"id":987,"date":"2011-02-07T20:00:17","date_gmt":"2011-02-07T19:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=987"},"modified":"2015-06-25T10:02:01","modified_gmt":"2015-06-25T08:02:01","slug":"04-21-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/04-21-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"04-21 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\">Krishna<\/a> spricht erneut \u00fcber das Konzept des verhaftungslosen Tuns, \u00fcber das er schon oft gesprochen hat. Er wiederholt es immer wieder f\u00fcr uns aus verschiedenen Gr\u00fcnden. Ein Grund daf\u00fcr ist, weil es besonders wichtig ist. Ein zweiter Grund ist, weil <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Arjuna\">Arjuna<\/a> sich entscheiden muss, ob er <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handeln\" target=\"_blank\">handeln<\/a> will oder nicht und ein dritter Grund ist, weil wir es immer wieder vergessen. Je \u00f6fters man etwas h\u00f6rt, desto tiefer sinkt es in das Unterbewusstsein, umso tiefere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Samskara\" target=\"_blank\">Samskaras<\/a> (Eindr\u00fccke im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a>) werden erzeugt. Und bei der n\u00e4chsten Situation erinnert man sich immer wieder daran: \u201eDa habe ich mich ja schon wieder identifiziert. Warum bin ich wieder ungl\u00fccklich? Ich habe wieder etwas Konkretes erwartet.\u201c Und dann kann man sagen: \u201eOh <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_gott.html\" target=\"_blank\">Gott<\/a>, ich opfere es dir.\u201c F\u00fcr diese Worte ist nie zu sp\u00e4t. Wir k\u00f6nnen auch, nachdem die Handlung vollzogen ist und wir uns dar\u00fcber ge\u00e4rgert haben, sagen: \u201eOh Gott, ich opfere diese Handlung dir und meinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/\u00c4rger\" target=\"_blank\">\u00c4rger<\/a> gleich mit.\u201c Wir k\u00f6nnen alles immer wieder Gott darbringen. Und je mehr uns das gelingt, desto friedvoller werden wir; desto friedvoller k\u00f6nnen wir handeln; desto mehr unseres Karmas bauen wir schrittweise ab; desto leichter f\u00fchlen wir uns.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df dem Modell des Karmas f\u00fchlen wir uns schwerer, je mehr <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a> wir noch abzuarbeiten haben. Je weniger Karma noch auf unseren Schultern lastet, desto leichter f\u00fchlen wir uns.<\/p>\n<p>Ich werde \u00f6fters gefragt, wie wichtig das richtige Opfern ist, das Einhalten der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ritual\" target=\"_blank\">Rituale<\/a> und wie ich in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Praxis\" target=\"_blank\">Praxis<\/a> des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Alltag\" target=\"_blank\">Alltags<\/a> richtig opfere.<\/p>\n<p>Darauf antworte ich meistens, dass es gut ist, bevor wir handeln das <a href=\"http:\/\/mein.yoga-vidya.de\/profiles\/blogs\/twameva-mata-widmung-twameva\" target=\"_blank\">Twameva<\/a> zu rezitieren. Das Twameva besagt: \u201eDu bist meine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mutter\" target=\"_blank\">Mutter<\/a>. Du bist mein Vater in \u00fcbertragenem Sinn. Du gibst mir alles, was ich materiell brauche. Du gibst mir alle Lektionen anhand derer ich wachsen kann, Vater. Du bist mein Verwandter. Du bist mein Freund. Du bist mein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Reichtum\" target=\"_blank\">Reichtum<\/a>. Du bist mein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wissen\" target=\"_blank\">Wissen<\/a>. Du bist mein Alles. Was auch immer ich tue mit meinem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a>, meiner Stimme, mit meinem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a>, mit meinen Sinnen, mit meinem Intellekt, mit meinen Emotionen und mit meinem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">Selbst<\/a>, mit meiner <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Natur\" target=\"_blank\">Natur<\/a>, mit meinen wesenseigenen Emotionen, was auch immer es ist, das opfere ich dem H\u00f6chsten, das bringe ich dar.\u201c Und w\u00e4hrend wir dieses <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Mantras.html\">Mantra<\/a> morgens singen, k\u00f6nnen wir uns \u00fcberlegen, was wir tags\u00fcber schaffen wollen. Und, was auch immer wir schaffen wollen, das k\u00f6nnen wir Gott darbringen. Und abends k\u00f6nnen wir w\u00e4hrend des Aratis sagen: \u201eWas auch immer ich getan habe, das bringe ich dir dar.\u201c Wenn man nicht die M\u00f6glichkeit hat, im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\">Ashram<\/a> zu sein oder selbst ein <a href=\"http:\/\/mein.yoga-vidya.de\/profiles\/blogs\/arati-lichtzeremonie-arati\">Arati<\/a> durchzuf\u00fchren, dann kann man auf dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> zur Arbeit sagen: \u201eWas auch immer ich heute tue, das bringe ich dir dar.\u201c Und abends, wenn man nach Hause kommt: \u201eWas auch immer ich getan habe, das bringe ich dir dar.\u201c Oder man kann abends vor dem Einschlafen im Bett wiederholen: \u201eWas auch immer ich getan habe, das bringe ich dir dar.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der letzten Strophe des Twamevas steht geschrieben: \u201eNarayani Iti Samarpayami.\u201c Das hei\u00dft \u00fcbersetzt: \u201eIch bringe dies Narayana dar.\u201c Es ist eine einfache kurze Aussage, die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hingabe\" target=\"_blank\">Hingabe<\/a> verdeutlicht und die man, sowohl auf <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanskrit\" target=\"_blank\">Sanskrit<\/a>, als auch auf Deutsch wiederholen kann. Man kann sie zu Anfang der Handlung wiederholen und zu Ende der Handlung. W\u00e4hrend der Handlung kann man sich vorstellen, dass Gottes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Energie\" target=\"_blank\">Energie<\/a> durch einen hindurchstr\u00f6mt, durch einen hindurch wirkt. Verbunden mit den Worten: \u201eAlle F\u00e4higkeiten, die ich habe, die stelle ich in deinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dienst\" target=\"_blank\">Dienst<\/a>. Ich werde mich k\u00f6rperlich bem\u00fchen, soweit es m\u00f6glich ist und soweit ich es kann. Ich werde meinen Intellekt bem\u00fchen. Ich werde mein Denkverm\u00f6gen, meine Kreativit\u00e4t, meine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Prakriti\">Prakriti<\/a>, alle meine Talente, alles was ich habe werde ich dort einbringen aber ich werde mir nicht vorstellen, dass ich es selbst tue.\u201c kann man alle T\u00e4tigkeiten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> widmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krishna spricht erneut \u00fcber das Konzept des verhaftungslosen Tuns, \u00fcber das er schon oft gesprochen hat. Er wiederholt es immer wieder f\u00fcr uns aus verschiedenen Gr\u00fcnden. Ein Grund daf\u00fcr ist, weil es besonders wichtig ist. 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