{"id":823,"date":"2011-04-17T20:00:39","date_gmt":"2011-04-17T18:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=823"},"modified":"2015-06-22T15:41:55","modified_gmt":"2015-06-22T13:41:55","slug":"03-13-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/03-13-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"03-13 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Im engeren Sinne war es zu <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\">Krishna<\/a>s <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> tats\u00e4chlich \u00fcblich, dass man nie nur f\u00fcr sich selbst <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben\/kochkurs.html\">kochte<\/a>. Man kochte f\u00fcr sich und andere gleichzeitig. Es galt als ein Grundsatz. Der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\">Mensch<\/a> ist ein geselliges Wesen. Gemeinsames Essen beugte auch vor, dass Menschen vereinsamen. Des Weiteren wurde sichergestellt, dass Menschen, die nicht f\u00fcr sich selbst sorgen k\u00f6nnen, eingeladen wurden. Es geh\u00f6rt einfach zur Kultur dazu. Wenn jemand allein gelebt hat dann musste er von Bettelgaben leben oder er musste Bettler zur Mahlzeit einladen. Das war damals sehr \u00fcblich. So eine Art Privatsph\u00e4re, wie wir sie in Deutschland haben, war relativ un\u00fcblich und ist es bis heute in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a>. Wer mal eine zeitlang durch Indien reist, der kann sich bald gar nicht mehr wehren vor Einladungen der Inder zu sich nach Hause. Wenn man Deutsche fragt, wie oft sie fremde Touristen zu sich nach Hause eingeladen haben, dann folgt oft ein betretenes Schweigen. Wenn man dagegen in einem indischen Bus f\u00e4hrt, erlebt man viele gastfreundliche Inder, die einen direkt ansprechen, und im n\u00e4chsten Moment ist man schon eingeladen. Sie erwarten dann aber auch eine Gegeneinladung. Und die Gegeneinladung in den Westen ist etwas Attraktives. F\u00fcr die Inder ist es ganz nat\u00fcrlich das, was sie haben, mit anderen zu teilen. Wenn man eine Familie hat, dann reicht es auch schon, wenn die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mutter\" target=\"_blank\">Mutter<\/a> f\u00fcr die Familienangeh\u00f6rigen kocht. Auch indische M\u00e4nner kochen. Die meisten Inder, die in den Westen kommen, k\u00f6nnen kochen. Sie f\u00fchren zwar nicht den Haushalt, so emanzipiert sind sie noch nicht, aber das Kochen \u00fcbernehmen sie doch hin und wieder. Das gleiche gilt f\u00fcr die deutschen M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Zur indischen Kultur geh\u00f6rt ebenfalls dazu, dass, bevor man speist, man das Essen erst einmal <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> darbringt. So wie wir als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogi<\/a>s das Brahmarpanam vor dem Essen singen. Es hei\u00dft \u00fcbersetzt: \u201e<a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Brahman.html\">Brahman<\/a> ist die Opfergabe. Brahman ist der Opferstock. Brahman ist das Opferfeuer. Brahman ist der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Priester\">Priester<\/a>, der das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Opfer\" target=\"_blank\">Opfer<\/a> hinein gibt. Und durch Brahman wird Brahman zu Brahman. In allem wird das Wirken durch Brahman erreicht. Wer in allen Handlungen Brahman sieht erreicht <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_samadhi.html\">Samadhi<\/a>.\u201c<\/p>\n<p>Wenn wir Dinge nur f\u00fcr uns selbst tun, dann ist es Papa. Wenn wir Dinge tun, um unsere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgabe<\/a> zu erf\u00fcllen, f\u00fcr andere da zu sein, dann nehmen wir das, was wir bekommen und haben keine Papas. Wir werden von allen Papas <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Befreiung\" target=\"_blank\">befreit<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im engeren Sinne war es zu Krishnas Zeit tats\u00e4chlich \u00fcblich, dass man nie nur f\u00fcr sich selbst kochte. Man kochte f\u00fcr sich und andere gleichzeitig. Es galt als ein Grundsatz. Der Mensch ist ein geselliges Wesen. Gemeinsames Essen beugte auch vor, dass Menschen vereinsamen. 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