{"id":787,"date":"2011-05-29T20:00:52","date_gmt":"2011-05-29T18:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=787"},"modified":"2015-06-04T12:31:53","modified_gmt":"2015-06-04T10:31:53","slug":"02-63-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/02-63-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"02-63 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> lehrt uns, wie wir schrittweise der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Maya\" target=\"_blank\">Maya<\/a> verfallen und in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dukha\" target=\"_blank\">Dukha<\/a>, dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/schuld-und-leid.html\">Leiden<\/a>, gefangen sind. Zuerst haben wir einen kleinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gedanke\" target=\"_blank\">Gedanken<\/a>, wie z.B. den Gedanken an eine Mango. Dann entwickeln wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verhaftung\" target=\"_blank\">Verhaftung<\/a> und denken: \u201eW\u00e4re doch toll, wenn ich jetzt eine Mango h\u00e4tte.\u201c Das zieht den tiefen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wunsch\" target=\"_blank\">Wunsch<\/a> nach, dass man jetzt unbedingt eine Mango braucht. Dann setzt man sich ins Auto und f\u00e4hrt zum Supermarkt. Vorher hat man noch in dem Supermarkt angerufen und sie haben einem beteuert, dass sie reife Mangos haben. Als man aber im Supermarkt ankommt, liegen nur steinharte gr\u00fcne Mangos im Regal. Wir werden \u00e4rgerlich, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zorn\" target=\"_blank\">zornig<\/a>. Wenn wir \u00e4rgerlich, zornig sind, dann sind wir get\u00e4uscht. Wir haben vergessen, dass es eigentlich nur ein kleiner Wunsch war und die Mango eigentlich gar nicht so wichtig ist. Wir haben vergessen, dass wir eigentlich mal gesagt haben, wir wollten die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbstverwirklichung\" target=\"_blank\">Selbstverwirklichung<\/a> erreichen und, um sie zu erreichen, wollten wir eigentlich liebevoll <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_ahimsa.html\" target=\"_blank\">Ahimsa<\/a> \u00fcben. Aber anstatt Ahimsa zu \u00fcben, haben wir unsere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Unterscheidungskraft\" target=\"_blank\">Unterscheidungskraft<\/a> verloren und beschimpfen jemand g\u00e4nzlich Unschuldigen. Was kann die Verk\u00e4uferin daf\u00fcr, dass ihre Vorg\u00e4ngerin etwas gesagt hat, was gar nicht wahr ist oder wenn gerade vorher ein Kunde im Gesch\u00e4ft war, der die einzigen f\u00fcnf reifen Mangos aufgekauft hat.<\/p>\n<p>Ich werde oft gefragt, wie es kommt, dass, je mehr jemand sich bem\u00fcht, positive Eigenschaften zu entwickeln, es umso schlimmer mit den negativen Eigenschaften wird. Es gibt zwei Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum das so erscheint.<\/p>\n<p>Der erste Grund ist die eigene <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wahrnehmung\" target=\"_blank\">Wahrnehmung<\/a>. Solange man nicht versucht die Gedanken zu beherrschen, solange wird es einem nicht bewusst, dass man die Gedanken nicht beherrschen kann. Solange man davon ausgeht, dass <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/\u00c4rger\" target=\"_blank\">\u00c4rger<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ungeduld\" target=\"_blank\">Ungeduld<\/a> etwas sind, was von au\u00dfen beeinflusst wird, denken wir, wir h\u00e4tten es weil die anderen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> so schlecht sind. Aber in dem Moment, wo wir erkennen, dass \u00c4rger und Ungeduld eigentlich eine Charakterschw\u00e4che sind, sind wir nicht nur \u00e4rgerlich \u00fcber \u00e4u\u00dfere Sachen, sondern zus\u00e4tzlich auch noch \u00e4rgerlich \u00fcber uns selbst. Wir merken, dass wir diese Charakterschw\u00e4che haben. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\" target=\"_blank\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> beschreibt es in seinen B\u00fcchern, als ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass man auf dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> und bereit ist, an sich zu arbeiten.<\/p>\n<p>Der zweite Grund, der dieses Ph\u00e4nomen beschreiben kann, ist die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Reinigung\" target=\"_blank\">Reinigung<\/a>. Swami Sivananda schreibt in seinen Werken, dass durch den Druck von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\">Yoga<\/a> die Unreinheiten zum Vorschein kommen. Wenn wir das erst einmal nur lesen, dann klingt das ganz gut. Was hei\u00dft aber emotionale Unreinheiten? \u00c4rger, Entt\u00e4uschung, Neid, Gier, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie\/einsatzbereiche\/beschwerdebilder\/depression.html\" target=\"_blank\">Depression<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Niedergeschlagenheit\" target=\"_blank\">Niedergeschlagenheit<\/a> usw. kommen an die Oberfl\u00e4che. Es gibt dann mehrere Dinge, die Swami Sivananda uns r\u00e4t. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re, die Unreinheiten einfach zur Kenntnis zu nehmen. Uns bewusst zu machen, dass das ein positives Zeichen ist. Eine weitere M\u00f6glichkeit w\u00e4re die Emotionen loszulassen und sich nicht mit ihnen zu identifizieren. Auf jeden Fall ist es gut und ein Zeichen daf\u00fcr, dass wir auf dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spiritualit%C3%A4t\" target=\"_blank\">spirituellen<\/a> Weg voranschreiten.<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass wir uns selbst daf\u00fcr nicht b\u00f6se sind, dass es so ist. Erinnert euch daran, was <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> am Anfang lehrt, als <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Buch\/bhagavad-gita\/arjuna\/\" target=\"_blank\">Arjuna<\/a> vor diesem Problem steht. Je mehr ihr versucht euren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> zu beherrschen, desto unbeherrschter wird er. Was k\u00f6nnen wir machen? Krishnas erste Reaktion darauf ist ein L\u00e4cheln. So \u00e4hnlich k\u00f6nnen auch wir das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Lila\" target=\"_blank\">Spiel<\/a> unseres Geistes erst einmal l\u00e4chelnd anschauen und uns danach bewusst machen, dass wir all diese Emotionen nicht sind. \u201eIch bin das unsterbliche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">Selbst<\/a>. Ich bin unber\u00fchrt davon.\u201c Wenn wir all das wissen und als ein g\u00f6ttliches Spiel ansehen und uns mit all unseren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Emotion\" target=\"_blank\">Emotionen<\/a> liebevoll selbst betrachten, dann k\u00f6nnen wir daran arbeiten, diese zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krishna lehrt uns, wie wir schrittweise der Maya verfallen und in Dukha, dem Leiden, gefangen sind. Zuerst haben wir einen kleinen Gedanken, wie z.B. den Gedanken an eine Mango. 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