{"id":3022,"date":"2008-12-17T20:00:44","date_gmt":"2008-12-17T19:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=3022"},"modified":"2016-12-31T15:54:07","modified_gmt":"2016-12-31T14:54:07","slug":"18-73-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/18-73-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"18-73 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Arjuna\" target=\"_blank\">Arjuna<\/a> ist also am Ende klar, was er zu tun hat.<\/p>\n<p>Das Geniale in der <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> ist, dass im Rahmen der Frage nach der richtigen Entscheidung in einer schwierigen Situation alle wichtigen Fragen des spirituellen Lebens behandelt werden, insbesondere, wie wir unseren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Alltag\" target=\"_blank\">Alltag<\/a> spiritualisieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier nochmals die Lehren der Bhagavad Gita in Bezug auf die Entscheidungsfindung zusammenfassen.<\/p>\n<p><strong>Kriterien, die du anwenden kannst, wenn du vor einer wichtigen Entscheidung stehst:\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Die Frage an <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> richten.<br \/>\nDu kannst dich an Gott, G\u00f6ttin, kosmisches <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusstsein\" target=\"_blank\">Bewusstsein<\/a>, wie immer du es ausdr\u00fccken willst, oder an deinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a>\/Meisterin wenden.<\/p>\n<p>Mir pers\u00f6nlich f\u00e4llt es bei Entscheidungsfragen am leichtesten, mich an <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\" target=\"_blank\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> zu wenden und zu fragen: \u201eSag mir, was Du von mir willst\u201c oder \u201eWas kann ich machen?\u201c \u2013 und fast immer kommt eine Antwort. Nicht immer ist sie ganz klar, und man kann sich auch t\u00e4uschen oder sie fehl interpretieren, aber in der Regel hilft sie irgendwie weiter.<\/p>\n<p>Die <strong>Wichtigkeit zu relativieren<\/strong>; das Ganze in einen gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang stellen bzw. aus einer \u00fcbergeordneten Perspektive zu sehen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> macht das abwechselnd mit dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jnana_Yoga\" target=\"_blank\">Jnana Yoga<\/a> Standpunkt und dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhakti_Yoga\" target=\"_blank\">Bhakti Yoga<\/a> Standpunkt.<\/p>\n<p>Das Selbst ist unsterblich. Egal, wie du dich entscheidest, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahman\" target=\"_blank\">Brahman<\/a> bleibt stets gleich. Das ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jnana\" target=\"_blank\">Jnana<\/a> Yoga.<\/p>\n<p>Gott macht alles und wir sind nur Zellen im kosmischen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a> Gottes, bzw. Instrumente in den H\u00e4nden Gottes. Das schlie\u00dft ein, dass Gott sogar durch unsere Unvollkommenheiten und\u00a0 unsere offensichtlichen Fehlentscheidungen wirkt. Das ist Bhakti Yoga.<br \/>\nDie Vorstellung, dass wir als kleine Einzelzelle, als ein Staubkorn im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Universum\" target=\"_blank\">Universum<\/a>, mit unseren Entscheidungen nicht wirklich so wichtig sind, hilft oft, das Ganze zu relativieren und damit etwas gelassener zu sehen.<\/p>\n<p>Swami Sivananda schreibt in seinem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-buch\/\" target=\"_blank\">Buch<\/a> \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sadhana\" target=\"_blank\">Sadhana<\/a>\u201c: \u201eHalte die selbst geschaffene Last auf deinen Schultern gering.\u201c<\/p>\n<p>Das <strong>Gesetz des Karma ber\u00fccksichtigen<\/strong><br \/>\nLetztlich k\u00f6nnen wir uns nur f\u00fcr etwas entscheiden, wof\u00fcr auch <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a> f\u00fcr uns angelegt ist. Wir k\u00f6nnen uns nicht f\u00fcr etwas entscheiden, wof\u00fcr wir kein Karma haben.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Bei <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\" target=\"_blank\">Yoga Vidya<\/a> haben wir uns vor einigen Jahren f\u00fcr ein Seminarhaus an der Ostsee entschieden. Wir haben uns viele Gedanken dar\u00fcber gemacht, \u00fcber das F\u00fcr und Wider, die Finanzierung usw. und dann in der Mitarbeiterversammlung mehrheitlich daf\u00fcr gestimmt. Trotzdem hat es dann aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht geklappt. Es spielte keine Rolle, dass wir uns daf\u00fcr entschieden hatten, es gab einfach kein Karma daf\u00fcr, also konnte es nichts werden.<\/p>\n<p>Hier stellt sich oft die Frage von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freiheit\" target=\"_blank\">Freiheit<\/a> oder Determinismus. Haben wir \u00fcberhaupt Entscheidungsfreiheit? \u2013 Nach dem Gesetz des Karma haben wir sehr wohl eine gewisse Freiheit, n\u00e4mlich in gewissem Ma\u00dfe zu entscheiden, welcher Teil unseres Karmas sich zuerst\u00a0 entwickelt, und oft auch, wie stark sich eine karmische Verwicklung tats\u00e4chlich physisch manifestieren muss.<\/p>\n<p>In der zeitlichen Abfolge unserer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgaben<\/a> haben wir in jedem Fall eine gewisse Freiheit, dann l\u00e4uft eben ein Zweig des Lebens erst mal in eine andere Richtung und das andere holen wir sp\u00e4ter nach bzw. holt uns sp\u00e4ter ein.<\/p>\n<p>Angenommen, du h\u00e4ttest dich entschieden, nach Mauritius auszuwandern, statt zu einer Weiterbildung ins Haus Yoga Vidya zu kommen. Wenn es nicht in deinem Karma angelegt ist, bekommst du die Einwanderungspapiere nicht, alle m\u00f6glichen anderen Hindernisse treten ein, das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geld\" target=\"_blank\">Geld<\/a>, das du daf\u00fcr gespart hast wird gestohlen oder jemand Nahestehender braucht dich pl\u00f6tzlich, usw.<\/p>\n<p>Mit dieser Gewissheit, dass wir uns nicht f\u00fcr etwas entscheiden k\u00f6nnen, wof\u00fcr kein Karma da ist, k\u00f6nnen wir unsere Last gering halten.<\/p>\n<p>Auch hier muss man aber <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Achtsamkeit\" target=\"_blank\">achtsam<\/a> sein. Wenn sich ein kleines Hindernis in den <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> stellt, hei\u00dft das noch lange nicht, dass kein Karma diesbez\u00fcglich da ist und das, was man sich vorgenommen hat, nicht sein soll. Manchmal ist es gerade die Aufgabe, das Karma, Hindernisse zu \u00fcberwinden. Man muss sich eine ganze Weile lang ernsthaft auf jede erdenkliche Art bem\u00fchen. Wenn wirklich kein Karma daf\u00fcr da ist, dann wird es sich trotz aller Anstrengung nicht manifestieren.<\/p>\n<p>Man kann nat\u00fcrlich durch eigene W\u00fcnsche neues Karma schaffen und dann geht es langfristig auch &#8211; dann geht es nicht in dem Moment, aber sp\u00e4ter, denn wenn wir etwas sehr stark w\u00fcnschen, was im Moment nicht vorgesehen ist, schaffen wir dadurch neues Karma, welches sich dann sp\u00e4ter manifestiert. Aber zun\u00e4chst einmal k\u00f6nnen wir uns grunds\u00e4tzlich nicht f\u00fcr etwas entscheiden, wof\u00fcr kein Karma da ist.<\/p>\n<p>Nach diesen \u00fcbergeordneten Gesichtspunkten, die uns die Gewissheit geben, letztlich ist es nicht ganz so schlimm, auch wenn wir uns mal \u201cfalsch\u201d entscheiden, gibt uns Krishna noch konkretere Entscheidungskriterien:<\/p>\n<p><strong>Abw\u00e4gen<\/strong>, ob etwas als <strong><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattwig\" target=\"_blank\">sattwig<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rajassig\" target=\"_blank\">rajasig<\/a> oder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamasig\" target=\"_blank\">tamasig<\/a><\/strong> einzuordnen ist und dann nach M\u00f6glichkeit das Sattwige machen. (14., 17. Kapitel und 18. Kapitel)<\/p>\n<p><strong>Ethische Prinzipien<\/strong> beachten, und uns zum Beispiel bei jeder Entscheidung an <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Satya\" target=\"_blank\">Satya<\/a> (Wahrhaftigkeit), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ahimsa\" target=\"_blank\">Ahimsa<\/a> (Nichtverletzen), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahmacharya\" target=\"_blank\">Brahmacharya<\/a> (Vermeiden von sexuellem Fehlverhalten, Treue), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aparigraha\" target=\"_blank\">Aparigraha<\/a> (Unbestechlichkeit) und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Asteya\" target=\"_blank\">Asteya<\/a> (Nicht stehlen) halten.<\/p>\n<p>Abw\u00e4gen zwischen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Daiva\" target=\"_blank\"><strong>Daiva<\/strong><\/a>, dem Lichtvollen, Hilfreichen f\u00fcr die spirituelle Entwicklung und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Asura\" target=\"_blank\"><strong>Asura<\/strong><\/a>, dem, was uns in eine andere Richtung zieht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yajna\" target=\"_blank\">Yajna<\/a> (Opfer), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dana\" target=\"_blank\"><strong>Dana<\/strong><\/a> (Geben) und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tapas\" target=\"_blank\"><strong>Tapas<\/strong><\/a> (Disziplin, Askese).<br \/>\nWenn du vor verschiedenen Alternativen stehst, ist bevorzugt das zu tun, was entweder f\u00fcr andere gut ist oder was im Kontext steht mit spirituellen Ritualen, was deine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spirituelle_Praxis\" target=\"_blank\">spirituelle Praxis<\/a> verbessert bzw. deinem spirituellen Fortschritt und pers\u00f6nlichen Wachstum in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ethik\" target=\"_blank\">Ethik<\/a> usw. dient. (16. Kapitel)<\/p>\n<p>\u201eYajna, Dana, Tapas \u2013 diese drei sind besonders zu tun, diese l\u00e4utern den Weisen.\u201c Wenn also ein spiritueller <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspirant<\/a> vor verschiedenen Alternativen steht, muss er sich unter anderem auch fragen, \u201eWelchen Einfluss hat das, was ich tue, auf meine spirituellen Rituale? Wie viel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a> kann ich anderen tun? Hilft es meinen spirituellen Praktiken?\u201c<\/p>\n<p>8) <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dharma\" target=\"_blank\"><strong>Dharma<\/strong><\/a> aus karmischer Situation. Wenn man in einer bestimmten karmischen Situation ist, ergeben sich daraus bestimmte Verpflichtungen (<strong>Dharma<\/strong>).<\/p>\n<p>Bestimmte Entscheidungen, die man einmal getroffen hat, f\u00fchren zu bestimmten Konsequenzen, Verantwortungen und Verpflichtungen.<\/p>\n<p>Alles als karmische <strong>Lernaufgabe<\/strong> zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Patanjali\" target=\"_blank\">Patanjali<\/a> sagt im <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/\" target=\"_blank\">Yoga Sutra<\/a>, Karma ist sowohl dazu da, dass wir Erfahrungen machen, wie auch um uns zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Befreiung\" target=\"_blank\">Befreiung<\/a> zu f\u00fchren. (Yoga Sutra, II.18)<\/p>\n<p>Krishna sagt, man soll nicht am Ergebnis und nicht an den Fr\u00fcchten h\u00e4ngen. Eine richtige Entscheidung l\u00e4sst sich nicht unbedingt daran messen, ob das Ergebnis wie gew\u00fcnscht ausf\u00e4llt. Es kann sein, dass es zum Beispiel die Aufgabe war, etwas aufzubauen und die n\u00e4chste Aufgabe ist, die F\u00e4higkeit des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Loslassen\" target=\"_blank\">Loslassens<\/a> zu entwickeln. Deshalb war es gut, dass man etwas aufgebaut hat, auch wenn es sich im Nachhinein nicht als Erfolg im herk\u00f6mmlichen Sinne erweist, und es ist genauso gut, dass man lernt, es wieder loszulassen.<\/p>\n<p>Alles, was einen Anfang hat, hat ein Ende. Egal was wir machen, in tausend Jahren wird vermutlich nichts mehr davon bestehen. Weder ein Baum, den man pflanzt, noch ein Haus, das man baut.<\/p>\n<p>10.) Gem\u00e4\u00df seiner <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swabhava\" target=\"_blank\"><strong>Swabhava<\/strong><\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Prakriti\" target=\"_blank\">Prakriti<\/a> zu handeln.<br \/>\nWenn wir bei Entscheidungen auf unsere innere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Natur\" target=\"_blank\">Natur<\/a> h\u00f6ren, auf das, was tief vom Herzen her kommt, bzw. aus dem, was wir an besonderen Talenten und F\u00e4higkeiten haben, dann erkennen wir oft auch, was unsere besondere Aufgabe ist \u2013 sowohl im Gro\u00dfen wie auch bei Einzelentscheidungen.<\/p>\n<p><strong>Praxistipps<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Wenn du vor einer wichtigen Entscheidung stehst, kannst du dich zum Beispiel fragen, \u201eF\u00fcr welche dieser beiden Alternativen habe ich mehr F\u00e4higkeiten?\u201c Und zwar nicht nur entwickelte Eigenschaften, sondern auch, \u201eWo habe ich vielleicht Talente und F\u00e4higkeiten, die noch nicht so entwickelt sind, die aber in mir angelegt sind und die in dieser Situation zum Ausdruck kommen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>&#8211; Oder du malst dir die Alternativen aus.<\/p>\n<p>Wie verl\u00e4uft zum Beispiel Alternative A. Angenommen es geht gut, wie f\u00fchle ich mich dann, was mache ich, wie spreche ich, wie gestalte ich dann den Tag? Wie sind die Beziehungen mit anderen? Und du sp\u00fcrst dabei in dich hinein, wie es sich anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes spielst du Alternative A durch in der Annahme, sie geht schief. Was sind dann die Konsequenzen, wie f\u00fchlt sich das an?<\/p>\n<p>Dasselbe machst du anschlie\u00dfend f\u00fcr Alternative B, sowohl, es geht gut, als auch, es scheitert und f\u00fchlst dich hinein. Manchmal kommt dann eine Klarheit: \u00a0\u201eJa, das scheint das Richtige zu sein.\u201c<\/p>\n<p>&#8211; Dieselbe Technik kannst du anwenden, wenn es nicht um mehrere Alternativen geht, sondern um die Frage, \u201eWie mache ich etwas?\u201c Man hat eine Aufgabe, wei\u00df aber nicht genau, wie man sie umsetzen soll. Auch da kann man sich wieder fragen, \u201eWie setze ich meine besonderen F\u00e4higkeiten und Talente ein?\u201c Jeder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mensch\" target=\"_blank\">Mensch<\/a> hat eine andere Weise, etwas zu erledigen. Und dann kann man die verschiedenen Handlungsalternativen, ihre Ergebnisse, wie man sich dabei f\u00fchlt, was man dabei macht etc., durchspielen.<\/p>\n<p>11.) Eine <strong>Kombination<\/strong> verschiedener Techniken kann besonders bei weitreichenden Entscheidungen hilfreich sein.<\/p>\n<p>Du kannst zum Beispiel schrittweise vorgehen und der Reihe nach \u00fcberlegen:<br \/>\n&#8211; Wie kann ich meine F\u00e4higkeiten in mein Aufgabengebiet hineinbringen<br \/>\n<strong>&#8211; <\/strong>Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guna\" target=\"_blank\">Gunas<\/a> sagen klar, das ist sattwig, das ist weniger sattwig<br \/>\n&#8211; Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ethik\" target=\"_blank\">Ethik<\/a> sagt klar, das ist zu tun<br \/>\n&#8211; So ist es f\u00fcr mein spirituelles <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Leben\" target=\"_blank\">Leben<\/a>, f\u00fcr meine Praktiken am besten. Da kann ich auch anderen am besten helfen<br \/>\n&#8211; Ich mache mir jetzt so viele Gedanken, aber wenn ich mir \u00fcberlege, aus meiner <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verantwortung\" target=\"_blank\">Verantwortung<\/a> und Pflicht heraus ergibt sich ganz klar, was ich zu tun habe.<\/p>\n<p>Manchmal wird einem dabei auch klar, \u201eWas ich als Alternative \u00fcberlege, versucht mir jemand anders schmackhaft zu machen. Wenn ich dar\u00fcber nachdenke, habe ich dazu weder Lust noch Talent. Vielleicht werde ich schnell und leicht Geld verdienen &#8211; behauptet der andere mindestens -, aber ich werde mich todungl\u00fccklich f\u00fchlen. Also, klar, das mache ich nicht.\u201c<\/p>\n<p>12.) <strong>Gott um F\u00fchrung<\/strong> <strong>bitten<\/strong>.<\/p>\n<p>Manchmal geht aus dem Abw\u00e4gen obiger Kriterien die Entscheidung klar hervor, manchmal aber auch nicht.<\/p>\n<p>In diesem Fall kann man Gott um F\u00fchrung, um ein Zeichen bitten.<\/p>\n<p>In der Bhagavad Gita hei\u00dft es ja, \u201eRichte deinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> ganz auf Mich. Bringe deine ganze <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hingabe\" target=\"_blank\">Hingabe<\/a> zu Gott.\u201c So kann man zu Gott oder zum Meister oder zu dem Bezug, den man zu etwas H\u00f6herem hat, beten: \u201eLieber Gott, bitte hilf mir. Sage mir, was zu tun ist.\u201c Und vielleicht das noch mit einer Frist verbinden: \u201eLieber Gott, bis Dienstag muss ich mich entschieden haben. Bitte sage mir bis Dienstag, was Du von mir willst bzw. was das Richtige ist.\u201c<\/p>\n<p>Ich halte es noch nicht einmal f\u00fcr falsch, Gott um ein Zeichen zu bitten. Damit meine ich jetzt nicht so ein Zeichen wie zum Beispiel, wenn eine Schwalbe von links nach rechts am Fenster vorbeifliegt, dann mache ich das, wenn sie von rechts nach links fliegt, mache ich das andere. &#8211;\u00a0 Aber man kann schon bitten, \u201eGib mir ein Zeichen, das mir zeigt, dass diese Weise besser ist als die andere.\u201c<\/p>\n<p>Oder man hat ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a>, was das Richtige w\u00e4re, ist sich aber nicht ganz sicher. Dann kann man zu Gott beten, \u201eIrgendwie habe ich das Gef\u00fchl, Du willst, dass ich das und das mache. Du hast bis Donnerstag Zeit, mich davon abzuhalten. Wenn bis Donnerstag nichts Gravierendes passiert, entweder von innen heraus ein schwerer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zweifel\" target=\"_blank\">Zweifel<\/a> oder ein \u00e4u\u00dferes Hindernis, dann werde ich das machen.\u201c<\/p>\n<p>So gehe ich durchaus bei komplexen Dingen vor, wo mir die Entscheidung schwer f\u00e4llt. Nat\u00fcrlich in einer Gruppe wie zum Beispiel bei Yoga Vidya f\u00e4llt das noch leichter. Da f\u00e4lle ja letztlich nicht ich die Entscheidung allein, sondern es wird in der Mitarbeiterbesprechung diskutiert und abgestimmt. Da stelle ich mir dann vor, dass Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> durch mehrere Menschen hindurch wirkt, nicht nur durch einen Einzigen, und dass die Entscheidung, die dann dabei heraus kommt, von ihm gewollt ist, um seine Mission durchzuf\u00fchren, denn letztlich beruht ganz Yoga Vidya auf einer Vision, die ich vor vielen Jahren von Swami Sivananda bekommen hatte.<\/p>\n<p>Und wenn man sich einmal f\u00fcr etwas entschieden hat, bleibt man erst mal dabei und sieht Hindernisse, die eventuell kommen, als ebenfalls von Gott geschickt an, damit man sie \u00fcberwinden und daran wachsen kann. Man sollte dann nicht seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Energie\" target=\"_blank\">Energie<\/a> damit verschwenden, sich dauernd wieder anders zu entscheiden und das Vorherige gleich wieder in Frage zu stellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt, wenn man sich entschieden hat, ist, es Gott darzubringen und umzusetzen.<\/p>\n<p>Krishna versichert uns, wenn wir so vorgehen, begehen wir keine Fehler, und selbst wenn es nachher schief geht, war es trotzdem richtig und wichtig f\u00fcr unser spirituelles Wachstum.<\/p>\n<p>Vielleicht sollten wir die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erfahrung\" target=\"_blank\">Erfahrung<\/a> eines Verlustes machen.<\/p>\n<p>Manchmal muss man einfach durch Durstphasen hindurchgehen, das geh\u00f6rt auch zum Karma.<\/p>\n<p>Wenn es sich langfristig herausstellt, dass das, wof\u00fcr man sich dort entschieden hat, nicht innere Energien weckt, dann kann es sein, dass es nicht das Richtige ist oder nicht mehr das Richtige ist. Dann muss man auch die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> und den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mut\" target=\"_blank\">Mut<\/a> aufbringen, irgendwann damit aufzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Aber bevor man eine radikale Ver\u00e4nderung macht, kann man sich auch noch einmal fragen, \u201eWie k\u00f6nnte ich in diese Aufgabe meine besonderen Talente hinein bringen?\u201c Vielleicht ist man festgefahren und h\u00e4lt sich zu strikt an das, was man denkt, was richtig w\u00e4re, ohne seine Talente hinein zu bringen. Dann gelingt es einem vielleicht, die eigenen Denkschablonen zu \u00fcberwinden und man findet einen kreativen Ansatz, der einem besser liegt. Dann sind auch das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\">Herz<\/a> und die Energie wieder dabei.<\/p>\n<p>Gerade in unserer doch sehr freien <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> hat man h\u00e4ufig sehr viel mehr M\u00f6glichkeiten, als man denkt. Nat\u00fcrlich eckt man auch mal an, das geh\u00f6rt dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arjuna ist also am Ende klar, was er zu tun hat. 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