{"id":2905,"date":"2009-02-26T20:00:29","date_gmt":"2009-02-26T19:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2905"},"modified":"2016-12-13T10:12:42","modified_gmt":"2016-12-13T09:12:42","slug":"18-02-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/18-02-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"18-02 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sannyasa \u2013 handeln ohne Wunsch<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> definiert hier <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sannyasa\" target=\"_blank\">Sannyasa<\/a> als bewussten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verzicht\" target=\"_blank\">Verzicht<\/a> auf Handlungen, die mit W\u00fcnschen verbunden sind. Das hei\u00dft also, man verzichtet nicht insgesamt auf Handlung, sondern verwandelt alles <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handeln\" target=\"_blank\">Handeln<\/a> in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spirituelle_Praxis\" target=\"_blank\">spirituelle Praxis<\/a>. Diese Art von Handeln ist eine Hilfe, ein Mittel, um zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verwirklichung\" target=\"_blank\">Verwirklichung<\/a> zu kommen.<\/p>\n<p>Der moderne hedonistisch gepr\u00e4gte <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mensch\" target=\"_blank\">Mensch<\/a> geht davon aus, dass er gl\u00fccklich ist, wenn seine Bed\u00fcrfnisse befriedigt sind. Wir m\u00fcssen also nur unsere Bed\u00fcrfnisse kennen und sie erf\u00fcllen, dann sind wir gl\u00fccklich. Daher rennen wir unser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Leben\" target=\"_blank\">Leben<\/a> lang dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gl\u00fcck\" target=\"_blank\">Gl\u00fcck<\/a> hinterher im vergeblichen Versuch, immer wieder neue Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> vertritt eine andere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Philosophie\" target=\"_blank\">Philosophie<\/a>. Du bist in deinem Kern unendlich und deine wahre <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Natur\" target=\"_blank\">Natur<\/a> ist reines Sein, reine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusstheit\" target=\"_blank\">Bewusstheit<\/a>, reine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gl\u00fcckseligkeit\" target=\"_blank\">Gl\u00fcckseligkeit<\/a>, \u201c<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aham_Brahmasmi\" target=\"_blank\">Aham Brahma Asmi<\/a>\u201d \u2013 \u201cIch bin <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahman\" target=\"_blank\">Brahman<\/a>\u201d und \u201c <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Satchidananda\" target=\"_blank\">Satchidananda<\/a> Swarupoham\u201d \u2013 \u201cMeine wahre Natur ist Sein, Wissen, Gl\u00fcckseligkeit\u201d. Meine wahre Natur ist reines Gl\u00fcck. Du brauchst nicht wirklich etwas \u00c4u\u00dferes, um gl\u00fccklich zu sein.<\/p>\n<p>Bed\u00fcrfnisse sind weiterhin da. Der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a> hat seine Bed\u00fcrfnisse. Er muss essen, trinken, schlafen. Die Emotionen haben ihre Bed\u00fcrfnisse. Und nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geld\" target=\"_blank\">Geld<\/a> verdienen und vieles andere tun, und das hat auch alles irgendwo seinen Sinn. Nur sollten wir uns nicht vorstellen, dass \u00fcber die Befriedigung von Bed\u00fcrfnissen dauerhaftes Gl\u00fcck erreicht werden kann. Im Gegenteil, wenn man unbedingt alle seine Bed\u00fcrfnisse befriedigen will, f\u00fchrt das eher zum Ungl\u00fccklichsein. Denn die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> ist nicht so beschaffen, dass wir immer alle unsere Bed\u00fcrfnisse befriedigen k\u00f6nnen. Da steht \u00f6fter das ein oder andere dagegen, und die Mitmenschen spielen auch nicht immer mit. Prompt haben wir ein Problem.<\/p>\n<p><strong>Freiheit durch Verzicht<\/strong><\/p>\n<p>Damit wir frei sein k\u00f6nnen, und darum geht es letztlich immer wieder im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a>, um <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kaivalya\" target=\"_blank\">Kaivalya<\/a> \u2013 <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freiheit\" target=\"_blank\">Freiheit<\/a>, befreien wir uns von der Getriebenheit durch W\u00fcnsche. Wir wollen frei sein. Wir wollen nicht gebunden sein an irgendwelche W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse und uns von ihrer Erf\u00fcllung abh\u00e4ngig machen. Deshalb hilft es, als bewusste <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/uebung.html\">\u00dcbung<\/a> auch einmal zu sagen, \u201eAha, ich habe jetzt diesen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wunsch\" target=\"_blank\">Wunsch<\/a>. Diesen Wunsch erf\u00fclle ich mir nicht, und zwar nur aus dem einen Grund, frei zu sein.\u201c Wir verzichten ja auch sonst aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden auf W\u00fcnsche, zum Beispiel wegen des Kindes, des Partners\/der Partnerin, der Eltern, aus beruflichen R\u00fccksichten usw. Und so ist es eine sehr gute <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Praxis\" target=\"_blank\">Praxis<\/a>, auch einmal auf etwas zu verzichten, einfach nur, um frei zu werden von der Tyrannei der Reiz-Reaktionsketten, von der Tyrannei des Wunsches und des Zwangs, sich um jeden Wunsch, der im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> auftaucht, zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Menschen verzichten in unterschiedlichem Kontext h\u00e4ufig auf ihre eigenen W\u00fcnsche, aber manchmal mit einem leichten Grummeln: \u201eIch komme immer zu kurz. Ich muss mich immer f\u00fcr andere aufopfern.\u201c Dann bleibt ein unangenehmes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> zur\u00fcck. Man macht es nicht gern, f\u00fchlt sich ausgenutzt oder benachteiligt. Wenn wir hingegen zum Wohl anderer bewusst auf etwas verzichten, ohne Grummeln, ohne es dem anderen bei n\u00e4chster Gelegenheit an den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kopf\" target=\"_blank\">Kopf<\/a> zu werfen, dann kommt auch Freiheit.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft nicht, dass man sich ausnutzen lassen soll und es hei\u00dft auch nicht, dass man auf jeden Wunsch verzichten und immer nur nachgeben soll. Aber es hei\u00dft, dass wir die F\u00e4higkeit bekommen wollen, frei zu sein.<\/p>\n<p><strong>Intellekt, Willens- und Unterscheidungskraft<\/strong><\/p>\n<p>Der Mensch unterliegt zwar auch bestimmten Reiz-Reaktionsketten, aber im Unterschied zum Tier hat er einen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freier_Wille\" target=\"_blank\">freien Willen<\/a> und die F\u00e4higkeit der freien Entscheidung.<\/p>\n<p>Man kann Tiere abrichten, dann werden sie automatisch auf eine bestimmte Weise reagieren. Ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hund\" target=\"_blank\">Hund<\/a> kann nicht \u00fcberlegen: \u201eWarum mache ich eigentlich sofort M\u00e4nnchen, wenn das und jenes gesagt oder gemacht wird?\u201d Oder \u201cWarum sollte ich\u00a0 vor <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freude\" target=\"_blank\">Freude<\/a> jaulen oder mit der Pfote scharren, wenn ich etwas Besonderes zu fressen bekomme? Das mache ich von jetzt an nicht mehr.\u201d So kann ein Hund nicht denken.<\/p>\n<p>Einem Hund fehlt die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Buddhi\" target=\"_blank\">Buddhi<\/a>, der abw\u00e4gende Intellekt. Zur Buddhi geh\u00f6rt auch <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Viveka\" target=\"_blank\">Viveka<\/a>, die Unterscheidungskraft. Der Mensch hat diese F\u00e4higkeit zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Unterscheidungskraft\" target=\"_blank\">Unterscheidungskraft<\/a>, die F\u00e4higkeit, freie Entscheidungen zu treffen und er kann sehr wohl sagen, \u201eDas will ich nicht.\u201c Dann werden weiter die W\u00fcnsche da sein \u2013 das kennst du vermutlich, gerade wenn man sich zu etwas entschlossen hat, sind die anderen W\u00fcnsche oft besonders stark da. Nicht immer beh\u00e4lt das die Oberhand, wof\u00fcr man sich entschlossen hat. Aber dann \u00fcbt man eben weiter. Im Laufe der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> entwickelt man einen festen Willen. Die alten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Samskara\" target=\"_blank\">Samskaras<\/a>, Eindr\u00fccke im Geist, werden schw\u00e4cher und irgendwann erreicht man einen h\u00f6heren Grad an Freiheit.<\/p>\n<p><strong>Nat\u00fcrliche Instinkte<\/strong><\/p>\n<p>Nicht, dass W\u00fcnsche grunds\u00e4tzlich etwas Schlechtes w\u00e4ren. W\u00fcnsche im Sinn von Instinkten haben urspr\u00fcnglich ihr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a>. Sie sind etwas Nat\u00fcrliches und Notwendiges zur Erhaltung des K\u00f6rpers oder beruhen auf Erfahrungswissen. W\u00fcnsche sind urspr\u00fcnglich eine F\u00e4higkeit der Natur, dass Lebewesen aus sich heraus von selbst wissen und wollen, was gut f\u00fcr sie ist. Angenommen, man m\u00fcsste jede seiner Handlungen vomIntellekt her steuern oder sich vorher jedes Mal ausdr\u00fccklich an <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> oder die Natur richten, \u201eLieber Gott, sage mir, welche Obstsorte jetzt f\u00fcr mich am besten ist\u201c, dann w\u00e4re das ziemlich unpraktisch bei den Tausenden von Entscheidungen, die man tags\u00fcber ununterbrochen treffen muss. Normalerweise w\u00e4hlt man instinktiv das, was einem gut tut. Daher haben Instinkte ihren Sinn. Nur wenn wir ausschlie\u00dflich Sklaven von Reizreaktionsketten sind, dann haben wir keine Freiheit.<\/p>\n<p>Und die heutige Zivilisation hat so viele Dinge hervor gebracht, dass die urspr\u00fcngliche Intelligenz der Instinkte oft au\u00dfer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> gesetzt ist und wir umso mehr unsere Buddhi, die Unterscheidungskraft, einsetzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zum Beispiel hat es die Natur so eingerichtet, dass der Mensch viel Zucker und Fett zu sich nehmen will. In der Natur gibt es wenig Nahrungsmittel mit Zucker und Fett, aber was es gibt, hat mehr Kalorien und N\u00e4hrkraft. Au\u00dferdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas S\u00fc\u00dfes f\u00fcr den Menschen giftig ist, geringer als bei bitteren Sachen. Da der Mensch ein Lauftier ist, das vermutlich in der Steppe viele Stunden am Tag gegangen oder gelaufen ist, hat er von Natur aus einen hohen Kalorienbedarf, und so war der nat\u00fcrliche Instinkt, Fettes und S\u00fc\u00dfes zu bevorzugen, durchaus sinnvoll. Aber in unserer heutigen Zeit ist das etwas anders, wo es erstens gelungen ist, Lebensmittel zu erzeugen, die fast nur aus Zucker und Fett bestehen, was es in der Natur nirgendswo gibt und wo wir zweitens nicht mehr viele Stunden laufen. Der irregeleitete Instinkt mag nun alle m\u00f6glichen Nahrungsmittel, die nicht gesund sind und die auch in der Natur so nicht vorkommen.<\/p>\n<p>Auch in anderer Hinsicht hat sich gezeigt, dass man zur Weiterentwicklung des Menschen zu einem h\u00f6heren Bewusstsein nicht einfach nur seinen Instinkten folgen kann \u2013 wenn wir zum Beispiel an den Flucht-Kampfmechanismus oder an Kannibalismus denken.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr hat der Mensch Buddhi, den Intellekt mit der Unterscheidungskraft. Um diese weiter zu entwickeln ist es gut, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusst\" target=\"_blank\">bewusst<\/a> ab und zu einmal auf Objekte zu verzichten, mit denen man W\u00fcnsche verbindet. Es gilt, sie anzuerkennen als etwas, was in einem gewissen Kontext sinnvoll ist oder war, um in der Welt zurechtzukommen. Aber dann gilt es, sich von ihnen zu l\u00f6sen und zu schauen, ist dieser Wunsch in der jetzigen Situation tats\u00e4chlich hilfreich und zutr\u00e4glich.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcnsche und Emotionen als Ausdruck tiefer liegender Bed\u00fcrfnisse<\/strong><\/p>\n<p>In mancherlei Hinsicht sind W\u00fcnsche auch Ausdruck von tieferen Bed\u00fcrfnissen. Wenn wir W\u00fcnschen nicht einfach instinktiv folgen, sondern zuerst \u00fcberlegen und unsere Buddhi einschalten, lernen wir, dass W\u00fcnsche wertvolle Informationen sind, die uns entweder direkt weiter helfen oder auf etwas anderes hindeuten.<\/p>\n<p>So ist es nicht nur mit W\u00fcnschen, sondern auch mit Emotionen. Sie sind urspr\u00fcnglich ein wichtiger Schutz- und \u00dcberlebensmechanismus. Nehmen wir als Beispiel <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie\/einsatzbereiche\/beschwerdebilder\/angst\/\" target=\"_blank\">Angst<\/a>. Auch Angst ist grunds\u00e4tzlich eine n\u00fctzliche Emotion. Angenommen, <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\" target=\"_blank\">Kinder<\/a> h\u00e4tten vor nichts Angst, dann w\u00fcrden sie vermutlich alle noch vor ihrem zehnten Lebensjahr <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kunst-des-sterbens\/\" target=\"_blank\">sterben<\/a>. Angst verhindert, dass wir bestimmte sch\u00e4dliche Dinge tun und ist Ausdruck instinktiver Intelligenz.<\/p>\n<p>Wenn sich die Angst aber verselbst\u00e4ndigt, verhindert sie unter Umst\u00e4nden den Ausdruck einiger unserer F\u00e4higkeiten und vielleicht sogar die Erf\u00fcllung unserer karmischen Aufgaben.<\/p>\n<p><strong>Tyaga \u2013 Verzicht auf die Fr\u00fcchte des Handelns<\/strong><\/p>\n<p>Der andere Aspekt, den Krishna immer wieder betont, ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tyaga\" target=\"_blank\">Tyaga<\/a>, der Verzicht auf die Fr\u00fcchte der Handlungen.<\/p>\n<p>Wir s\u00e4en und k\u00fcmmern uns um die Saat und zur rechten Zeit kommt die Ernte oder manchmal auch nicht. Man hat alles Notwenige getan, gepfl\u00fcgt, ges\u00e4t usw., und dann hagelt es oder es gibt eine Trockenheit und man kann keine Ernte einfahren.<\/p>\n<p>Auf \u00e4hnliche Weise gilt es, im Sinne von Tyaga innerlich auf die Fr\u00fcchte der Handlungen zu verzichten. Wir tun alles daf\u00fcr und lassen dann los.<\/p>\n<p><em>Praxis-\u00dcbung<\/em>: Wir bem\u00fchen uns bei allem was wir tun. Wir bem\u00fchen uns mit gro\u00dfem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Enthusiasmus\" target=\"_blank\">Enthusiasmus<\/a>, stecken viel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Energie\" target=\"_blank\">Energie<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\">Herz<\/a> hinein. Wir tun es mit gro\u00dfem Geschick. \u201cYoga Karma-su kaushalam\u201d, \u201cYoga ist Geschick im Handeln\u201d ist eine der ersten Definitionen von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a>, die Krishna im 2. Kapitel der Bhagavad Gita gibt. Wir tun all das, und dann lassen wir los. Immer wird wird es passieren, dass Dinge nicht so laufen, wie wir es gedacht hatten, obwohl wir alles daf\u00fcr gegeben haben. Das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Universum\" target=\"_blank\">Universum<\/a>, der Lauf der Dinge, lehren uns Tyaga.<\/p>\n<p>Wir sollten uns nicht vorstellen, wenn wir nur das Richtige tun, dann geht alles gut. Obwohl es nat\u00fcrlich oft auch gut geht. Aber gerade wenn es schief geht, k\u00f6nnen wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Loslassen\" target=\"_blank\">Loslassen<\/a> lernen und so k\u00f6nnen wir frei werden.<\/p>\n<p><strong>Karma Yoga \u2013 ein Rezept zum Gl\u00fccklichsein<\/strong><\/p>\n<p>Ein Hauptthema der Bhagavad Gita ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Karma_Yoga\" target=\"_blank\">Karma Yoga<\/a>, das Ausf\u00fchren von Handlungen mit einer bestimmten inneren Grundhaltung und auf bestimmte Weise, n\u00e4mlich<\/p>\n<p>Man handelt aus einem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattwig\" target=\"_blank\">sattwigen<\/a> Motiv, also zum Beispiel,<br \/>\n&#8211; um anderen zu helfen, um anderen zu <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dienen\" target=\"_blank\">dienen<\/a>.<br \/>\n&#8211; um spirituell zu wachsen.<br \/>\n&#8211; um seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pflicht\" target=\"_blank\">Pflicht<\/a>, seine Aufgabe zu tun.<br \/>\n&#8211; damit dieser K\u00f6rper seine Grundbed\u00fcrfnisse erf\u00fcllen kann, also etwas zu essen und zu trinken hat, vor Regen, Schnee, Hitze usw. gesch\u00fctzt ist, damit wir den K\u00f6rper als Instrument f\u00fcr spirituelle Praxis und Karma Yoga einsetzen k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211; aus einer Inspiration heraus, weil man f\u00fchlt, dass etwas Bestimmtes getan werden muss und man es als seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgabe<\/a> ansieht. Oder man sp\u00fcrt es von innen heraus und merkt, da ist eine h\u00f6here <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Motivation\" target=\"_blank\">Motivation<\/a> dahinter.<\/p>\n<p>.Man macht das, was man macht, so gut man kann. \u201eYoga Karma-su Kaushalam, Yoga ist Geschick im Handeln.\u201c Kaushala, geschickt und auch mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tejas\" target=\"_blank\">Tejas<\/a>, mit Feuer und Enthusiasmus.<\/p>\n<p>Man h\u00e4ngt nicht an den Fr\u00fcchten und am Ergebnis.<\/p>\n<p>Man identifiziert sich nicht mit der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handlung\" target=\"_blank\">Handlung<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Tr\u00e4gheit versus Gelassenheit <\/strong><\/p>\n<p>Die Bhagavad Gita propagiert keine Tr\u00e4gheit; noch nicht einmal eine vollst\u00e4ndige Gelassenheit. Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gelassenheit\" target=\"_blank\">Gelassenheit<\/a>, die in der Bhagavad Gita und im Yoga im Allgemeinen gemeint ist, ist eine von innen kommende Gelassenheit, eine innere Festigkeit und Ruhe inmitten aller Handlung, nicht ein lauwarmes Sein.<\/p>\n<p>Im Deutschen gibt es ja auch das Sprichwort, das, was man macht, sollte man richtig tun. Das hei\u00dft nicht, dass es nachher vollkommen sein muss, sondern man gibt sein Herz, seine Hand und seinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verstand\" target=\"_blank\">Verstand<\/a> hinein.<\/p>\n<p>Und dann folgt der \u201eVerzicht auf die Fr\u00fcchte\u201c und der \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gleichmut\" target=\"_blank\">Gleichmut<\/a> in Erfolg und Misserfolg.\u201c Das scheint wie ein Widerspruch zu sein.<\/p>\n<p>Die meisten Menschen sind motiviert, weil sie ergebnisorientiert handeln. Nichts motiviert mehr als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erfolg\" target=\"_blank\">Erfolg<\/a>. Erfolg, positives Feedback, Anerkennung motivieren und best\u00e4rken. \u2013 Die Gefahr dabei ist, dass man sich massiv an die Fr\u00fcchte, Anerkennung usw. verhaftet. Das f\u00fchrt zu Problemen.<\/p>\n<p>Praxisbeispiel: Angenommen, du gibst deinen ersten Yogakurs oder Vortrag, und alle sind am Ende gl\u00fccklich und begeistert. Das best\u00e4rkt dich, du machst weiter und vielleicht gibst du deinen bisherigen Beruf auf und unterrichtest nur noch Yoga.<\/p>\n<p>Irgendwann hast du vielleicht mal einen schlechten Tag oder einen Teilnehmer, dem dein Unterrichtsstil nicht liegt und der dir negatives Feedback gibt. Wenn du dann nur an den Fr\u00fcchten h\u00e4ngst, bricht die Welt zusammen.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisorientiert handeln, ohne am Ergebnis zu h\u00e4ngen<\/strong><\/p>\n<p>Ein anderer scheinbarer Widerspruch: Wenn man handeln will so gut man kann, muss man an das Ergebnis denken. Es macht keinen Sinn, etwas zu tun, ohne das Ergebnis, das Ziel, den gew\u00fcnschten Erfolg vor <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Augen\" target=\"_blank\">Augen<\/a> zu haben. Zum Handeln so gut man kann geh\u00f6rt nat\u00fcrlich schon, Pl\u00e4ne zu machen und die Sache auch vom Ergebnis her zu betrachten.<\/p>\n<p>Wenn man beispielsweise ein Haus baut, kann man nicht sagen: \u201eIch fange jetzt einfach mal irgendwie an. Mit meinem ganzen Herzen setze ich Steine mit M\u00f6rtel aufeinander und nachher werde ich sehen, was dabei heraus kommt. Ich sp\u00fcre einfach mal so, was geschieht.\u201c &#8211; Das mag funktionieren, wenn man schon hundert H\u00e4user gebaut hat. Dann passiert es vielleicht, dass das Haus sich auf diese Weise manifestiert, weil es in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gewohnheit\" target=\"_blank\">Gewohnheit<\/a> drin ist. \u2013 Aber im Normalfall muss man \u00fcberlegen, wie soll es nachher aussehen und einen Plan haben. Dann legt man los und macht es so gut man kann.<\/p>\n<p>Auf dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a>, ein Haus zu bauen, kann nat\u00fcrlich alles M\u00f6gliche geschehen. Die Einkommenssituation kann sich \u00e4ndern, die Anzahl der Kinder sich erh\u00f6hen, neue Bauverordnungen erlassen werden, ein Baustoffhersteller geht Pleite, man trennt sich vom Partner\u2026- um nur einige Eventualit\u00e4ten aufzuz\u00e4hlen. Gegebenenfalls\u00a0 werden die Pl\u00e4ne des Hauses sich radikal \u00e4ndern m\u00fcssen. In dieser Situation kann man testen (und nat\u00fcrlich \u00fcben!): \u201eBin ich gleichm\u00fctig in Erfolg und Misserfolg? H\u00e4nge ich an den Fr\u00fcchten der Handlung oder nicht?\u201c &#8211; Das meint Krishna mit Tyaga.<\/p>\n<p>Wir gehen es enthusiastisch an, h\u00e4ngen dann aber nicht an konkretem Erfolg und Misserfolg und auch nicht an konkreten Belohnungen oder Fr\u00fcchten, die dabei herauskommen.<\/p>\n<p>Menschen sind ungl\u00fccklich, wenn sich Misserfolg einstellt. Menschen sind ungl\u00fccklich, wenn sie massiv erfolgsmotiviert sind und zwanghaft von einem Erfolg zum n\u00e4chsten streben. Das kann zwar sehr motivierend sein, es gibt gen\u00fcgend Workaholics, aber da ist nicht wirklich Freude dabei, sondern ein gewisses Getriebensein. In beiden F\u00e4llen ist Karma Yoga, die innere Einstellung des Loslassens bei allem Engagement, das beste Rezept zum Gl\u00fccklichsein.<\/p>\n<p><strong>Nicht-Identifikation<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Punkt einer Karma-Yoga-Handlung ist die Nicht-Identifikation.<\/p>\n<p>Um das zu \u00fcben und zu kultivieren, gibt Krishna uns zwei Weisen, n\u00e4mlich den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhakti_Yoga\" target=\"_blank\">Bhakti Yoga<\/a> und den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jnana_Yoga\" target=\"_blank\">Jnana Yoga<\/a>-Weg.<\/p>\n<p><strong>Der Jnana Yoga Aspekt<\/strong><br \/>\nMan erkennt: Ich bin nicht der Handelnde. Meine wahre Natur ist Brahman, unbewegt, ewig, uralt, was auch immer geschieht. Alle Handlung geschieht in den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guna\" target=\"_blank\">Gunas<\/a>, in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Prakriti\" target=\"_blank\">Prakriti<\/a>. Karma l\u00e4uft ab. Ich \u2013 der innere Beobachter &#8211; kann mich davon l\u00f6sen und das Ganze betrachten wie ein g\u00f6ttliches Schauspiel (<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Lila\" target=\"_blank\">Lila<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Der Bhakti Yoga Aspekt<\/strong><\/p>\n<p>Wir bringen die Handlung ganz Gott dar. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen, je nach eigener Veranlagung, Gef\u00fchl oder Situation. Zum Beispiel:<\/p>\n<p>&#8211; \u201eOh Gott, Dein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wille\" target=\"_blank\">Wille<\/a> geschehe\u201c.<br \/>\n&#8211; \u201eIch sp\u00fcre, dass ich das und das tun muss. Ich nehme an, dass dieses Gesp\u00fcr letztlich Dein Wille ist, und ich bringe dir diese Handlung dar.\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eDu wirkst durch mich hindurch.\u201c<br \/>\n&#8211; \u201cIch bin Dein Instrument.\u201d<\/p>\n<p>Im 11. Kapitel zeigt Krishna Arjuna die kosmische Gestalt Gottes. Arjuna sieht Krishna als das ganze Universum und erkennt, dass jeder Mensch wie eine Zelle im K\u00f6rper Gottes ist. Daher sind wir nicht wirklich der Handelnde, sondern dieses K\u00f6rper-Geist-Kontinuum als Instrument Gottes, als Diener Gottes, f\u00fchrt Handlungen aus, bringt den Willen Gottes in die relative Welt.<\/p>\n<p>Angenommen, jemand, den du sehr liebst und verehrst, bittet dich um etwas, was machst du dann? &#8211; Wirklich alles.\u00a0 &#8211; Angenommen, du bist frisch verliebt und der <a href=\"https:\/\/shop.yoga-vidya.de\/de\/buecher\/hatha-yoga\/partner-yoga\" target=\"_blank\">Partner<\/a> bittet dich um einen Gefallen. Da wird man sich mindestens zu 200 Prozent anstrengen. \u00dcbrigens, oft geht es gerade dann schief, wenn man es zu \u00fcbereifrig macht&#8230; Auch im Eifer den gesunden Menschenverstand nicht au\u00dfer acht zu lassen ist wichtig. Eben das richtige Ma\u00df zu finden.<\/p>\n<p>Gott gegen\u00fcber kann das manchmal auch so sein. Man liebt Gott \u00fcber alles, also macht man alles so gut wie man kann und im \u00fcberbordenden Enthusiasmus geht es manchmal auch schief. &#8211; Das macht nichts. Gottes Liebe h\u00e4ngt ganz sicher nicht von der Qualit\u00e4t des Ergebnisses ab. Aber durch das Bem\u00fchen, indem wir es wirklich so gut wie m\u00f6glich tun, wird unsere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> st\u00e4rker und l\u00f6st eine entsprechende Resonanz aus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhakti\" target=\"_blank\">Bhakti<\/a> Yoga hei\u00dft, nachdem wir alles so gut wie m\u00f6glich gemacht haben, \u00fcbergeben wir es Gott und gehen davon aus, was letztlich dabei herauskommt, h\u00e4ngt von Gott ab. Es h\u00e4ngt nicht nur von uns ab. Wir k\u00f6nnen alles richtig machen und dennoch geht es manchmal schief. Das ist, glaube ich, ein sehr tr\u00f6stlicher <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Buch\/Wonne\/Gedanke.html\">Gedanke<\/a>, der viel Stress von uns nehmen kann.<\/p>\n<p><strong>Praxisbeispiel<\/strong><\/p>\n<p>Man hat sich mit einem kleinen Dienstleistungsunternehmen selbst\u00e4ndig gemacht. Man ist gut in seinem Fach und macht alles richtig. Dann kommt eine wirtschaftliche Krise und es l\u00e4uft nicht mehr, ohne eigene Schuld. In diesem Fall wird man es akzeptieren und als eine karmische Aufgabe ansehen, die Gott einem gibt, und man wird schauen: \u201eWie geht es weiter. Was ist jetzt meine Aufgabe?\u201d<\/p>\n<p><strong>Die Fr\u00fcchte der Handlungen Gott darbringen<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal mag man etwas Gro\u00dfartiges f\u00fcr einen Menschen getan haben und er scheint es nicht zu sch\u00e4tzen. Manchmal hat man selbst fast nichts gemacht und wird \u00fcberh\u00e4uft mit Geschenken oder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Anerkennung\" target=\"_blank\">Anerkennung<\/a>.<\/p>\n<p>Nicht an den Fr\u00fcchten zu h\u00e4ngen, bedeutet: Weder lehnen wir den Dank ab, noch schimpfen wir \u00fcber Mangel an Dank und das gibt uns Freiheit.<\/p>\n<p>Das gilt es sich immer wieder bewusst zu machen, denn das ist auch ein hervorragendes Mittel f\u00fcr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swadhyaya\" target=\"_blank\">Swadhyaya<\/a>, Selbstanalyse.<\/p>\n<p>Angenommen, du engagierst dich sehr f\u00fcr etwas und f\u00fchlst eine gewisse Unzufriedenheit aus Mangel an Dank und Anerkennung, dann wei\u00dft du, \u201eAha, ich habe an den Fr\u00fcchten gehangen. Vielleicht war es nicht Geld, sondern Anerkennung und Dank, was ich erwartet habe.\u201c<\/p>\n<p><strong>Geschickter Umgang mit Kritik<\/strong><\/p>\n<p>Mit Kritik hingegen geht man nicht einfach nur gleichm\u00fctig um. Kritik kann auch eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hilfe\" target=\"_blank\">Hilfe<\/a> sein. Als erstes kann man sich freuen und anerkennen, derjenige, der kritisiert, hat im Grunde eine positive Motivation. Die meisten Menschen, die einen kritisieren, wollen einem ja irgendwie Hilfe geben. Sie meinen, man w\u00fcrde etwas nicht gut genug machen und wollen einem Tipps dazu geben. Sonst w\u00fcrden sie sich ja nicht die M\u00fche machen, zu kritisieren. Und von ihrem Standpunkt aus haben sie meist auch eine Berechtigung zur Kritik.<\/p>\n<p>Als zweites kann man sich wieder bewusst machen, \u201eIch selbst habe es so gut gemacht, wie ich es in dem Moment konnte. Vielleicht nicht so gut, wie ich es gekonnt h\u00e4tte, wenn ich f\u00fcnfmal soviel Energie oder mehr Informationen oder mehr Zeit gehabt h\u00e4tte, aber in der Situation habe ich das Bestm\u00f6gliche getan.\u201c Auch das gilt es anzuerkennen.<\/p>\n<p>Als drittes kann man pr\u00fcfen, ist an dieser Kritik etwas dran, was mir weiter helfen kann, was ich in Zukunft vielleicht ber\u00fccksichtigen und besser machen kann.<\/p>\n<p>Selbst echte Gegner sind gro\u00dfe Lehrer f\u00fcr uns. Sie zeigen uns unsere Schw\u00e4chen, an denen wir arbeiten k\u00f6nnen und helfen uns, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gleichmut\" target=\"_blank\">Gleichmut<\/a> zu entwickeln und nicht an den Fr\u00fcchten der Handlungen zu h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Auch hier m\u00fcssen wir wieder darauf achten, dass die Bhakti-Yoga-Einstellung nicht als Entschuldigung f\u00fcr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamas\" target=\"_blank\">Tamas<\/a> missbraucht wird. Manchmal sagen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspiranten<\/a>: \u201eIch bin gleichm\u00fctig in Erfolg und Misserfolg. Ich mache alles so gut ich kann, den Rest \u00fcberlasse ich Gott\u201c, und nutzen das als Ausrede f\u00fcr gleichg\u00fcltiges Handeln und mangelnde <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Disziplin\" target=\"_blank\">Disziplin<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sannyasa \u2013 handeln ohne Wunsch Krishna definiert hier Sannyasa als bewussten Verzicht auf Handlungen, die mit W\u00fcnschen verbunden sind. Das hei\u00dft also, man verzichtet nicht insgesamt auf Handlung, sondern verwandelt alles Handeln in spirituelle Praxis. Diese Art von Handeln ist eine Hilfe, ein Mittel, um zur &hellip; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/18-02-kommentar-sukadev\/\" class=\"more-link\"><span class=\"morelink-icon\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[710,28],"class_list":["post-2905","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-18-kapitel","tag-18-kapitel-2-vers","tag-kommentar-sukadev"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2905"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2905\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21395,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2905\/revisions\/21395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}