{"id":2895,"date":"2009-04-04T20:00:48","date_gmt":"2009-04-04T18:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2895"},"modified":"2016-12-10T16:50:27","modified_gmt":"2016-12-10T15:50:27","slug":"17-26-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/17-26-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"17-26 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>\u201ePrasate karmani\u201c \u2013 <strong>eine verhei\u00dfungsvolle Handlung<\/strong> \u2013 wer einmal in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a> war, wei\u00df, bei den Indern spielt eine gro\u00dfe Rolle, was \u201eauspicious\u201c oder \u201einauspicious\u201c, also \u201egl\u00fccksverhei\u00dfend\u201c oder das Gegenteil ist.<\/p>\n<p>Es ist also zum Beispiel wichtig, ob man mit dem rechten Fu\u00df aufsteht oder mit dem linken, ob man ein Haus erst mit dem linken oder dem rechten Fu\u00df betritt. Manche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mensch\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> haben einen guten, andere einen b\u00f6sen Blick. Den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mond\" target=\"_blank\">Mond<\/a> zur falschen Uhrzeit anzuschauen kann unverhei\u00dfungsvoll sein. Die Haare in der falschen Mondphase zu schneiden ist nicht verhei\u00dfungsvoll. Bestimmte Tage sind f\u00fcr Hochzeiten besonders verhei\u00dfungsvoll, andere nicht, und die Hochzeitshallen, die man mieten kann, kosten zu den besonders verhei\u00dfungsvollen Tagen unglaublich viel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geld\" target=\"_blank\">Geld<\/a> \u2013 auch das hat seine Vorteile: So k\u00f6nnen die Reichen ihr Geld loswerden und die Armen k\u00f6nnen an denselben verhei\u00dfungsvollen Orten heiraten, nur eben zu einer anderen Zeit, wo es viel weniger kostet\u2026. Kurzum, das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Leben\" target=\"_blank\">Leben<\/a> wird in Indien bis heute sehr stark von all dem gepr\u00e4gt, was als verhei\u00dfungsvoll und als nicht verhei\u00dfungsvoll gilt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> sagt jedoch hier, wenn man sich an \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sat\" target=\"_blank\">Sat<\/a>\u201c erinnert, die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wahrheit\" target=\"_blank\">Wahrheit<\/a>, wird alles zum Verhei\u00dfungsvollen. Es spielt dann \u00fcberhaupt keine Rolle, ob es der astrologisch g\u00fcnstigste Zeitpunkt ist oder nicht, ob es das richtige Bein war, mit dem wir aufgestanden sind, ob es die richtige Mondphase war, usw. Wenn wir \u201eSat\u201c aussprechen und uns <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusst\" target=\"_blank\">bewusst<\/a> sind, es ist die Wahrheit, dann kann man alles spiritualisieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Geschichte des Maha Mantras im Sivananda Ashram<\/strong><\/p>\n<p>Diese Geschichte illustriert, dass es weniger auf die Buchstaben, als auf den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> ankommt.<\/p>\n<p>Am 31. Dezember1943 wollte Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\">Sivananda<\/a> den neuen Vishwanath-Tempel im Sivananda <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\">Ashram<\/a> einweihen. Indien war damals englische Kolonie und daher gab es drei Ferienzeiten, wo die Beamten alle <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-urlaub\/\" target=\"_blank\">Urlaub<\/a> hatten, auch die Banken und die von den Briten beherrschten Industrien geschlossen hatten, und das waren die Weihnachts-, Oster- und Sommerferien. Das waren die einzigen Zeiten, wo die Menschen frei hatten und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> hatten, irgendwo hinzufahren oder in den Ashram zu kommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Inder gelten die Weihnachtstage direkt nach der Wintersonnenwende jedoch als eher inauspicious, ungl\u00fccksverhei\u00dfend. In dem Jahr 1943 war am 31. Dezember noch dazu eine besonders ung\u00fcnstige Konstellation nach klassischen indischen Ma\u00dfgaben. Swami Sivananda hatte die Einladungen schon verschickt, als die \u00f6rtlichen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Priester\" target=\"_blank\">Priester<\/a> sagten, das k\u00f6nne er nicht machen, das sei keine geeignete Zeit, einen Tempel einzuweihen. Swami Sivananda wollte es nat\u00fcrlich mit den Priestern vor Ort nicht verderben und er brauchte ja auch Priester, um die Einweihungszeremonie traditionell durchzuf\u00fchren. Swami Sivananda hat daraufhin geantwortet: \u201eEs mag sein, dass der 31. Dezember ein nicht-gl\u00fccksverhei\u00dfender Tag ist, aber es steht auch in den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Purana\" target=\"_blank\">Puranas<\/a> (G\u00f6ttergeschichten, heilige Schriften) wenn man das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Maha_Mantra\" target=\"_blank\">Maha Mantra<\/a> rezitiert, wird jeder Tag zum verhei\u00dfungsvollen Tag. Daher werden wir ab heute Tag und Nacht ununterbrochen das Maha Mantra \u201eHare Rama Hare Krishna\u201c rezitieren.\u201c Damit waren die Priester zufrieden, denn es stand ja in den <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminare\/interessengebiet\/indische-schriften\/\" target=\"_blank\">Schriften<\/a>, dass damit jeder Tag zum gl\u00fccksverhei\u00dfenden Tag wird, und die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Einweihung\" target=\"_blank\">Einweihung<\/a> konnte wie geplant stattfinden.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend kamen die Sch\u00fcler zu Swami Sivananda und haben ihn gebeten, das Abschlussritual f\u00fcr das Mantrasingen zu machen. Aber Swami Sivananda hat geantwortet: \u201eEs ist uns gelungen, das Maha Mantra mehrere Wochen ununterbrochen zu singen. Es ist ein machtvolles Mantra f\u00fcr den Weltfrieden. Daher werden wir das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Mantras.html\" target=\"_blank\">Mantra<\/a> so lange weiter singen, bis der Zweite Weltkrieg vorbei ist.\u201c Als 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende war, kamen die Sch\u00fcler wieder zu Swami Sivananda wegen des Abschlussrituals f\u00fcr das Mantrasingen. Darauf hat Swami Sivananda geantwortet: \u201eEs gibt immer noch Krieg auf der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a>. Solange es irgendwo Krieg oder B\u00fcrgerkrieg auf der Erde gibt, fahren wir mit dem Maha Mantra fort.\u201c Und so wird (leider) das Maha Mantra bis heute ununterbrochen im Sivananda Ashram in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rishikesh\" target=\"_blank\">Rishikesh<\/a> wiederholt. Leider deshalb, weil es weiterhin Krieg und B\u00fcrgerkrieg auf der Erde gibt. Aber gleichzeitig wird dort nat\u00fcrlich eine ungeheuer machtvolle Schwingung erzeugt, auch wenn das Mantra mal eher meditativ und mal mehr oder weniger enthusiastisch wiederholt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe Meister sind Revolution\u00e4re<\/strong><\/p>\n<p>Swami Yogaswarupananda, der Vizepr\u00e4sident des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sivananda_Ashram\" target=\"_blank\">Sivananda Ashrams Rishikesh<\/a>, hat erz\u00e4hlt, er war vor kurzem zu einer Konferenz des traditionellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a> in Assisi eingeladen. Dort wurde \u00fcberlegt, wie man sich als traditionelle <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogis<\/a> von den nicht so traditionellen heutigen Yogarichtungen absetzen k\u00f6nnte. Und da h\u00e4tte er sinngem\u00e4\u00df gesagt: \u201eWer sind wir, um festzulegen, was traditioneller Yoga ist? Alle <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a>, die wir vertreten, sind solche, die immer offen waren, die sich nicht abgekapselt haben.\u201c Auf der Einladung stand, wer zu den sogenannten traditionellen Yogis gez\u00e4hlt wurde. An erster Stelle stand da Swami Sivananda. Zu seinen Zeiten war er ein Revolution\u00e4r! Er hat Englisch gesprochen und auf Englisch gelehrt, Frauen, Westler und Kastenlose in seinem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\">Ashram<\/a> zugelassen, Brahmanen zusammen mit allen anderen essen lassen, Menschen per Post eingeweiht, die geheimsten Mantras ver\u00f6ffentlicht, ein Kundalini-Buch geschrieben, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pranayama\" target=\"_blank\">Pranayama<\/a>-Techniken ver\u00f6ffentlich in seinem Buch \u201eDie Wissenschaft des Pranayama\u201c \u2013 lauter unerh\u00f6rte Dinge zur damaligen Zeit. In den 1930er\/40er Jahren hat das zu einem ziemlichen Aufruhr gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ramakrishna\" target=\"_blank\">Ramakrishna<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ramana_Maharshi\" target=\"_blank\">Ramana Maharishi<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Anandamayi_Ma\" target=\"_blank\">Ananda Mayi Ma<\/a> waren ebenfalls bei der Konferenz aufgef\u00fchrt \u2013 alles selbstverwirklichte Yogameister\/Meisterinnen, die zu ihrer Zeit Revolution\u00e4re waren und von ihren Zeitgenossen zun\u00e4chst einmal sehr skeptisch be\u00e4ugt wurden. Aber sie hatten auch eines gemeinsam: Noch zu ihren Lebzeiten wurden sie doch auch von den Traditionellen anerkannt, weil sie eben auch gemerkt haben: \u201eAn ihren Fr\u00fcchten k\u00f6nnt ihr sie erkennen.\u201c Auch das Christentum hat ja einige unkonventionelle Heilige wie den hl. Franziskus und die hl. Hildegard auch zu ihren Lebzeiten anerkannt.<\/p>\n<p><strong>Sat \u2013 sich einer h\u00f6heren Wahrheit bewusst sein<\/strong><\/p>\n<p>Krishna sagt in diesem Vers sogar, allein wenn wir \u201eSat\u201c sagen, im Bewusstsein der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Einheit\" target=\"_blank\">Einheit<\/a> mit allem, dann wird alles zur verhei\u00dfungsvollen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handlung\" target=\"_blank\">Handlung<\/a>. Dann brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, ob wir auf einer Wasserader wohnen, ob uns jemand schief angeschaut hat, ob Neumond ist, ob beim Essen das rechte Nasenloch offen ist, usw. Sowie wir \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sat\" target=\"_blank\">Sat<\/a>\u201c mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusstheit\" target=\"_blank\">Bewusstheit<\/a> wiederholen, ist alles gl\u00fccksverhei\u00dfend.<\/p>\n<p>\u201eSat\u201c steht hier stellvertretend auch f\u00fcr andere Mantras und f\u00fcr jede Erinnerung an <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a>. Wenn man sich an Gott erinnert, spielt nichts anderes mehr eine Rolle \u2013 auch nicht die korrekte Aussprache des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanskrit\" target=\"_blank\">Sanskrit<\/a>.<\/p>\n<p>Viele gro\u00dfe Meister wie Swami Vivekanananda, Prabhu Pada, Ramana Maharishi, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Yogananda.html\">Yogananda<\/a> stammten aus Bengalen und wenn sie in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ekstase\" target=\"_blank\">Ekstase<\/a> gefallen sind, sind sie oft aus dem Sanskrit ins Bengalische verfallen, wo das \u201ea\u201c oft zum \u201eo\u201c wird, also \u201eHori <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_om.html\">Om<\/a> Tot Sot\u201c. Das ist kein Hindernis f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbstverwirklichung\" target=\"_blank\">Selbstverwirklichung<\/a>. \u00dcbrigens auch Deutsch nicht\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201ePrasate karmani\u201c \u2013 eine verhei\u00dfungsvolle Handlung \u2013 wer einmal in Indien war, wei\u00df, bei den Indern spielt eine gro\u00dfe Rolle, was \u201eauspicious\u201c oder \u201einauspicious\u201c, also \u201egl\u00fccksverhei\u00dfend\u201c oder das Gegenteil ist. 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