{"id":2851,"date":"2009-04-24T20:00:05","date_gmt":"2009-04-24T18:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2851"},"modified":"2016-07-07T18:06:52","modified_gmt":"2016-07-07T16:06:52","slug":"17-06-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/17-06-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"17-06 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Hier geht es um eine konkrete Form von religi\u00f6sen Praktiken, die man in vielen Kulturen findet, in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a> wie auch im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Christentum\" target=\"_blank\">Christentum<\/a> und im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Islam\" target=\"_blank\">Islam<\/a>, auch in den meisten anderen Kulturen, wo <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> ihren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a> qu\u00e4len und meinen, damit zu <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> zu kommen. Die meisten Leser kennen das vermutlich. Im Mittelalter gab es zum Beispiel die Gei\u00dfler, die durch die Lande gezogen sind und sich mit Peitschen ausgepeitscht haben in der Vorstellung, damit Gott zu gefallen. In Indien gibt es unterschiedliche Praktiken, wie stunden-, tage- oder wochenlang in der hei\u00dfen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sonne\" target=\"_blank\">Sonne<\/a> auf einem Bein stehen oder im eiskalten Gangeswasser, und \u00c4hnliches. Tamasiges <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tapas\" target=\"_blank\">Tapas<\/a> nennt <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> das.<\/p>\n<p>Auch spirituelle Aspiranten in unserer Zeit haben manchmal die Neigung, ihren K\u00f6rper zu qu\u00e4len im Namen von spiritueller Entwicklung. Sei es, dass Menschen \u00fcberm\u00e4\u00dfig fasten, also wochenlang keine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Nahrung\" target=\"_blank\">Nahrung<\/a> zu sich nehmen und meinen, \u00fcber dauerhaftes Fasten w\u00fcrden sie sich spirituell entwickeln. Selbst heutzutage geschieht es in einem religi\u00f6sen Wahn manchmal, dass Menschen aufh\u00f6ren zu essen und sich ernsthafte gesundheitliche Sch\u00e4den zuziehen oder sogar daran <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kunst-des-sterbens\/\" target=\"_blank\">sterben<\/a>, sei es durch einen ungesunden <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ehrgeiz\" target=\"_blank\">Ehrgeiz<\/a>, der in die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yoga_Praxis\" target=\"_blank\">spirituelle Praxis<\/a> hinein gebracht wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Yoga ist Geschick im Handeln<\/strong><\/p>\n<p>Das Besondere an der klassischen Yogapraxis seit Krishnas Zeiten ist, dass \u00fcberall der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gesunder_Menschenverstand\" target=\"_blank\">gesunde Menschenverstand<\/a> und ein vern\u00fcnftiges Mittelma\u00df gefordert sind. Alles, was wir spirituell tun, muss auch irgendwie der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gesundheit\" target=\"_blank\">Gesundheit<\/a> zutr\u00e4glich sein.<\/p>\n<p>Wir sollen nicht den Gott qu\u00e4len, der im K\u00f6rper wohnt, denn der K\u00f6rper ist ein Tempel Gottes. Wir sollen nicht <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Denken\" target=\"_blank\">denken<\/a>, dass der K\u00f6rper das H\u00f6chste ist, aber der K\u00f6rper ist auch ein Ausdruck, ein Instrument Gottes, das wir nicht missachten und misshandeln. Wir k\u00fcmmern uns um den K\u00f6rper, wir qu\u00e4len nicht den K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Andererseits ist ein bisschen Tapas, Askese, f\u00fcr den spirituellen Fortschritt auch wichtig. Zum Beispiel, mal kalt zu duschen, was ja auch gesund ist f\u00fcr den K\u00f6rper. Oder die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\" target=\"_blank\">Asanas<\/a> etwas l\u00e4nger halten. Oder etwas l\u00e4nger meditieren, auch wenn die Knie nach einer Weile ein bisschen weh tun. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation\/\" target=\"_blank\">Meditation<\/a> hat physiologisch und psychisch gute Wirkungen. Die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/heuschrecke.html\" target=\"_blank\">Heuschrecke<\/a> zu \u00fcben, auch wenn es anstrengend ist, ist gut f\u00fcr die R\u00fcckenmuskeln. Aber gleichzeitig gilt es, achtsam zu sein. Es kann auch sein, dass man zum Beispiel feststellt, wenn man zu lange auf dem Boden sitzt, ist es der Gesundheit seines R\u00fcckens oder seiner Kniee nicht mehr zutr\u00e4glich. Dann ist es besser, sich auf einen Stuhl zu setzen oder dazwischen mal aufzustehen oder ein paar Bewegungen zu machen. Es gibt eine feine Grenze zwischen hilfreicher Anstrengung, n\u00fctzlichem Training, um Degeneration vorzubeugen, und objektiver \u00dcberlastung des K\u00f6rpers.<\/p>\n<p>Oft kommt diese Art von \u201eM\u00e4rtyrertum\u201c aus Heuchelei und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Egoismus\" target=\"_blank\">Egoismus<\/a> heraus. Man qu\u00e4lt seinen K\u00f6rper, um gro\u00dfartig zu erscheinen. Oder man zieht eine subtile sinnliche Befriedigung aus der Qual. Bei gro\u00dfen extremen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yogatherapie\/frage-antwort\/schmerzen\/\" target=\"_blank\">Schmerzen<\/a> werden im K\u00f6rper bestimmte Stoffe ausgesch\u00fcttet, die wie eine Art Morphin wirken, so dass man \u00fcber den Schmerz in eine Art Euphorie hinein kommt. Daher hei\u00dft es auch in diesem Vers: getrieben von der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kama\" target=\"_blank\">Kama<\/a>, also einer perversen Form von Lustgewinn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier geht es um eine konkrete Form von religi\u00f6sen Praktiken, die man in vielen Kulturen findet, in Indien wie auch im Christentum und im Islam, auch in den meisten anderen Kulturen, wo Menschen ihren K\u00f6rper qu\u00e4len und meinen, damit zu Gott zu kommen. Die meisten Leser &hellip; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/17-06-kommentar-sukadev\/\" class=\"more-link\"><span class=\"morelink-icon\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[685,28],"class_list":["post-2851","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-17-kapitel","tag-17-kapitel-6-vers","tag-kommentar-sukadev"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2851","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2851"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2851\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21255,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2851\/revisions\/21255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2851"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2851"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2851"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}