{"id":2779,"date":"2009-06-16T20:00:06","date_gmt":"2009-06-16T18:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2779"},"modified":"2016-04-25T16:08:06","modified_gmt":"2016-04-25T14:08:06","slug":"15-14-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/15-14-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"15-14 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Auf <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanskrit\" target=\"_blank\">Sanskrit<\/a> lautet dieser Vers: Aham vaishvanaro bhutva praninam deham ashritah pranapana samayuktah pachamy annam chatur-vidham, einer der drei Verse aus der <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a>, die sich als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tischgebet\" target=\"_blank\">Tischgebet<\/a> eignen. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami_Yogaswarupananda\" target=\"_blank\">Swami Yogaswarupananda<\/a> aus dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\" target=\"_blank\">Ashram<\/a> rezitiert immer alle drei Verse vor dem Essen, wenn er bei Yoga Vidya ist und seine Bhagavad Gita Seminare gibt.<\/p>\n<p>Der andere Tischgebet-Vers, Brahmarpanam Brahmahavir Brahmagnau Brahmanahutam Brahmaiva Tena Gantavyam Brahmakarma Samadhina, erinnert uns daran, dass alles <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> ist, der Essende, der Essens- und Verdauungsprozess usw.<\/p>\n<p>Einer der Hauptgr\u00fcnde warum Menschen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben\/yoga-ernaehrung\/tipps-fuer-yoga-ernaehrung\/\" target=\"_blank\">Nahrung<\/a> nicht gut verdauen, ist, wenn sie beim Essen in einem gestressten Zustand sind. Da der Parasympathikus f\u00fcr die Verdauung zust\u00e4ndig ist, kann sie im Stressmodus nicht richtig funktionieren. Beten vor dem Essen und solche Verse zu rezitieren entspannt den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a>. Und wenn wir wissen, Gott verdaut die Nahrung, dann k\u00f6nnen wir noch entspannter sein. Dazu dient dieser Vers hier. Er richtet sich an Gott besonders als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verdauungsfeuer_Sanskrit\" target=\"_blank\">Verdauungsfeuer<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vaishwanara\" target=\"_blank\">Vaishvanara<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Agni\" target=\"_blank\">Agni<\/a>.<\/p>\n<p>\u201e\u2026<strong>in Verbindung mit Prana und Apana verdaue ich die vierfache Nahrung<\/strong> \u2026\u201c<\/p>\n<p>Es gibt die f\u00fcnf <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/\" target=\"_blank\">Prana<\/a>&#8211; (Lebensenergie-) Str\u00f6me <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Prana_Vayu\" target=\"_blank\">Prana Vayu<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Apana_Vayu\" target=\"_blank\">Apana Vayu<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vyana_Vayu\" target=\"_blank\">Vyana Vayu<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Udana_Vayu\" target=\"_blank\">Udana Vayu<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Samana\" target=\"_blank\">Samana<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vayu\" target=\"_blank\">Vayu<\/a>. Im engeren Sinn ist Samana Vayu verantwortlich f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verdauung\" target=\"_blank\">Verdauung<\/a>. Aber beim Essen brauchen wir auch Prana Vayu, die Einatmungsenergie, denn wir brauchen etwas <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Energie\" target=\"_blank\">Energie<\/a>, um aus der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Nahrung\" target=\"_blank\">Nahrung<\/a> wiederum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Energie\" target=\"_blank\">Energie<\/a> zu gewinnen. Apana Vayu ist die Energie hinter Ausscheidungsprozessen, und auch sie ist ein notwendiger Bestandteil des gesamten Assimlationsprozesses der Nahrung im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a>.<\/p>\n<p><strong>\u201e\u2026Ich verdaue die vierfache Nahrung\u2026\u201c<\/strong> Es gibt vier Arten von Nahrung, wie <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\" target=\"_blank\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> in seinem Kommentar schreibt:<\/p>\n<p>1) <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhakshya\" target=\"_blank\">Bhakshyam<\/a>: Nahrung, die gekaut werden muss, also feste Nahrung.<\/p>\n<p>2) <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhojya\" target=\"_blank\">Bhojyam<\/a>: Das, was aufgesaugt werden muss, also zum Beispiel Suppe vor Erfindung des L\u00f6ffels<\/p>\n<p>3) <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Lehya\" target=\"_blank\">Lehyam<\/a>: Das, was geleckt werden muss, zum Beispiel Salz oder bestimmte Kr\u00e4uter oder S\u00fc\u00dfigkeiten im alten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a><\/p>\n<p>4) <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Choshya\" target=\"_blank\">Choshyam<\/a>: Das, was verschlungen und geschluckt werden muss, ohne dass man es vorher kaut, zum Beispiel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wasser\" target=\"_blank\">Wasser<\/a>. Im alten Indien gab es einen Dorfbrunnen und einen Becher. Jeder, der trinken wollte, hat aus diesem Becher Wasser in den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mund\" target=\"_blank\">Mund<\/a> gesch\u00fcttet, ohne den Becher zu ber\u00fchren. Das war eine Frage der Hygiene.<\/p>\n<p>F\u00fcr traditionelle Inder ist die Vorstellung undenkbar, einen L\u00f6ffel mit Nahrung in den Mund zu nehmen, diesen dann mit dem eigenen Speichel und den Bakterien wieder ins Essen zu tauchen und wieder in den Mund zu nehmen, wie es in unserer westlichen Esskultur \u00fcblich ist. In Indien nimmt man das Essen in die Finger und schubst es in den Mund, ohne dass die Finger den Mund ber\u00fchren. Heutzutage sind die meisten Inder in beiden Kulturen beheimatet und beherrschen je nach den Umst\u00e4nden beides.<\/p>\n<p>Es gibt noch eine zweite Einteilung, die auf den ersten Blick unverst\u00e4ndlich klingt:<\/p>\n<ul>\n<li>Roher Reis ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Prithvi\" target=\"_blank\">Prithvi<\/a>-Annam (feste Nahrung) f\u00fcr Menschen.<\/li>\n<li>Wasser ist Apyannam (w\u00e4ssrige Nahrung) f\u00fcr V\u00f6gel wie den Chataka<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Feuer\" target=\"_blank\">Feuer<\/a> ist Tejasannam (hei\u00dfe Nahrung) f\u00fcr bestimmte Kreaturen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Luft\" target=\"_blank\">Luft<\/a> ist Vayvannam (Luftnahrung) f\u00fcr Schlangen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine w\u00f6rtliche Interpretation w\u00e4re: Die Kenntnisse der Biologie waren damals noch nicht sehr weit fort geschritten. V\u00f6gel ern\u00e4hren sich in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wirklichkeit\" target=\"_blank\">Wirklichkeit<\/a> nicht nur von Wasser und Schlangen nicht nur von Luft. Aber andererseits k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass die Menschen damals auch nicht so dumm gewesen sind, das nicht zu erkennen, so dass wir eher davon ausgehen m\u00fcssen, dass damit subtilere Wesenheiten gemeint sind.<\/p>\n<p>Die \u00fcbertragene Interpretation ist also: Reis, stellvertretend f\u00fcr alle feste Nahrung, ist f\u00fcr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a> mit einem physischen K\u00f6rper. F\u00fcr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Astralwesen_Sanskrit\" target=\"_blank\">Astralwesen<\/a> ohne physischen K\u00f6rper, wie sie auch in der westlichen Magie erw\u00e4hnt werden, zum Beispiel Undinen, Wassergeister, die Salamander als Feuergeister und Feen als Luftwesen sowie die Gnome, die Erdgeister gibt es die vierfache Nahrung f\u00fcr die vier Kategorien feinstofflicher Wesen. Sie leben auch von etwas, aber nicht von grobstofflicher, sondern von subtiler Nahrung. Manchmal, wenn man viel <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/pranayama\/\" target=\"_blank\">Pranayama<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation\/\" target=\"_blank\">Meditation<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\" target=\"_blank\">Asanas<\/a> usw. gemacht hat, kann man diese feinstofflichen Wesen sehen, h\u00f6ren oder auch f\u00fchlen, zum Beispiel im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/center\/haus-westerwald\/start\/\" target=\"_blank\">Wald<\/a>,\u00a0 an einer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Quelle\" target=\"_blank\">Quelle<\/a> oder bei den Externsteinen oder im Park beim <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/center\/haus-bad-meinberg\/start\/\" target=\"_blank\">Haus Yoga Vidya Bad Meinberg<\/a>, oder eher als erdnahe <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/leben-nach-dem-tod\/pretas-geister-und-gespenster\/\" target=\"_blank\">Geister<\/a> aus der Bergbauzeit beim <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/center\/haus-westerwald\/start\/\" target=\"_blank\">Haus Yoga Vidya Westerwald<\/a>. Und manche B\u00e4ume sind starke Kraftb\u00e4ume, wo man <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Trost\" target=\"_blank\">Trost<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geborgenheit\" target=\"_blank\">Geborgenheit<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> finden kann, wenn man sich darunter setzt oder sie umarmt.<\/p>\n<p>Bei diesen Feinstoffwesen gibt es zwei Aspekte zu beachten: Zum einen ist es sch\u00f6n, mit ihnen zu kommunizieren, sie wahrzunehmen, mit ihnen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freundschaft\" target=\"_blank\">Freundschaft<\/a> zu schlie\u00dfen, zu erkennen, wir <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> sind nicht allein auf dieser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a>. Sie k\u00f6nnen uns auf einer relativen Ebene auch Trost und Kraft geben. Andererseits gilt f\u00fcr einen spirituellen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspiranten<\/a> aber auch die Empfehlung, sich nicht zu sehr darauf einzulassen. Diese Feinstoffwesen k\u00f6nnen n\u00e4mlich eine sehr gro\u00dfe Faszination aus\u00fcben. Sie sind aber eben <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Naturgeist\" target=\"_blank\">Naturgeister<\/a>, keine h\u00f6heren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Engel\" target=\"_blank\">Engelswesen<\/a>, die einen in die h\u00f6chsten Bewusstseinsebenen bringen. Sie sind interessant, faszinierend, und es ist gut, mit ihnen in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Harmonie\" target=\"_blank\">Harmonie<\/a> zu leben und auf dieser Ebene k\u00f6nnen sie uns helfen, aber dar\u00fcber hinaus sollten wir uns nicht zu sehr auf sie einlassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Sanskrit lautet dieser Vers: Aham vaishvanaro bhutva praninam deham ashritah pranapana samayuktah pachamy annam chatur-vidham, einer der drei Verse aus der Bhagavad Gita, die sich als Tischgebet eignen. 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