{"id":2757,"date":"2009-06-27T20:00:01","date_gmt":"2009-06-27T18:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2757"},"modified":"2016-04-22T15:21:14","modified_gmt":"2016-04-22T13:21:14","slug":"15-03-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/15-03-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"15-03 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem wir erkannt haben, dass <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> hinter allem steckt und dass alles irgendwie ein Organismus Gottes ist, gilt es auch diese Vorstellung zu \u201ef\u00e4llen\u201c, zu \u00fcberwinden. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> spricht hier zu <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Arjuna\" target=\"_blank\">Arjuna<\/a>, einem Krieger. Deshalb gebraucht er \u00f6fter die Ausdrucksweise eines Kriegers. Wir w\u00fcrden in unserer gem\u00fctlicheren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> vermutlich nicht von F\u00e4llen sprechen, sondern dass es gilt jenseits dieses Baumes zu kommen. Es ist auf der einen Ebene gut, sich mit allem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verbunden\" target=\"_blank\">verbunden<\/a> zu f\u00fchlen und liebevoll zu allen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a> zu sein, aber es geht darum, auch dar\u00fcber hinauszuwachsen. Denn der ganze wunderbare Ashvatta <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/baum.html\" target=\"_blank\">Baum<\/a> ist letztlich ein Hineingehen von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Brahman.html\" target=\"_blank\">Brahman<\/a> in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Raum\" target=\"_blank\">Raum<\/a>.<\/p>\n<p>Selbst diesen in Zeit und Raum manifestierten Ausdruck Brahmans, den Feigenbaum als Ganzes, k\u00f6nnen wir mit unseren physischen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yogatherapie\/frage-antwort\/augen\/\" target=\"_blank\">Augen<\/a> nicht ganz wahrnehmen. Deshalb ist es gut, etwas davon zu sp\u00fcren und zu f\u00fchlen als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verbundenheit\" target=\"_blank\">Verbundenheit<\/a>, sich dieses Bild immer wieder vor Augen zu f\u00fchren, sich als Teil des Ganzen wahrzunehmen. Nur sollten wir nicht unsere ganze <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufmerksamkeit\" target=\"_blank\">Aufmerksamkeit<\/a> darauf richten, dass wir das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Universum\" target=\"_blank\">Universum<\/a> als Ganzes verstehen, begreifen, erf\u00fchlen usw. wollen. Das ist letztlich nicht m\u00f6glich. Auch die Physiker stellen mehr und mehr fest, dass es niemals m\u00f6glich sein wird, das physische Universum vollst\u00e4ndig naturwissenschaftlich korrekt zu begreifen. Diese <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erkenntnis\" target=\"_blank\">Erkenntnis<\/a> und Demutshaltung haben die Physiker heute auch wieder. Ende des 19. Jahrhunderts hat der Physiker Kelvin einem jungen Studenten gesagt, er solle keinesfalls Physik studieren, denn die wichtigsten physikalischen Gesetze seien ergr\u00fcndet und was noch fehle, werde in den n\u00e4chsten 10 bis 15 Jahren erforscht sein, so dass es da keine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zukunft\" target=\"_blank\">Zukunft<\/a> f\u00fcr ihn gebe\u2026 Heutzutage sind immer weniger Physiker der Meinung, dass das Universum tats\u00e4chlich mathematisch oder logisch stringent beschreibbar ist.<\/p>\n<p>Genau das meint Krishna hier: \u201eEs kann nicht <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wirklich\" target=\"_blank\">wirklich<\/a> erkannt werden.\u201c Das hei\u00dft nicht, dass wir nicht versuchen sollten und k\u00f6nnten, es zu erkennen. Vorher beschreibt er ja die Zusammenh\u00e4nge in romantischen Versen, um uns einen emotionalen Bezug dazu zu geben. Er will uns dazu einladen, uns aber gleichzeitig auch <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusst\" target=\"_blank\">bewusst<\/a> machen, dass wir es nicht vollst\u00e4ndig erkennen k\u00f6nnen und es auch nicht vollst\u00e4ndig zu erkennen brauchen. Wir k\u00f6nnen einiges erf\u00fchlen, ersp\u00fcren, naturwissenschaftlich erforschen und verstehen, aber irgendwann gilt es dar\u00fcber hinaus zu gelangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir erkannt haben, dass Gott hinter allem steckt und dass alles irgendwie ein Organismus Gottes ist, gilt es auch diese Vorstellung zu \u201ef\u00e4llen\u201c, zu \u00fcberwinden. Krishna spricht hier zu Arjuna, einem Krieger. Deshalb gebraucht er \u00f6fter die Ausdrucksweise eines Kriegers. 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