{"id":2745,"date":"2009-07-06T20:00:13","date_gmt":"2009-07-06T18:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2745"},"modified":"2016-04-21T18:57:39","modified_gmt":"2016-04-21T16:57:39","slug":"14-25-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/14-25-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"14-25 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Das sind also Indizien f\u00fcr einen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Weise\" target=\"_blank\">Weisen<\/a>. Sie k\u00f6nnen aber von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a>, die auf einer anderen Bewusstseinsebene agieren, auch miss-interpretiert werden. Das Unber\u00fchrt- und Unbeteiligt-Sein, von dem hier die Rede ist, hat nichts mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tr\u00e4gheit\" target=\"_blank\">Tr\u00e4gheit<\/a> zu tun. Auf einer Ebene gilt es sich intensiv zu engagieren, auf der anderen Ebene gilt es sich davon zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn sich <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattva\" target=\"_blank\">Sattwa<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rajas\" target=\"_blank\">Rajas<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamas\" target=\"_blank\">Tamas<\/a> manifestieren, hassen wir sie nicht. Wir wissen, sie haben auf der relativen Ebene ihre Berechtigung. Wir k\u00f6nnen spielerisch mit ihren Erscheinungsformen umgehen, einen gewissen Einfluss nehmen, \u00fcberlegen, welche Einstellung und Handlungsweise jetzt im Hinblick auf unsere karmischen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgaben<\/a> gerade angebracht sein mag. Innerlich <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wissen\" target=\"_blank\">wissen<\/a> wir aber, wir selbst sind von all dem in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wirklichkeit\" target=\"_blank\">Wirklichkeit<\/a> unber\u00fchrt und nicht betroffen.<\/p>\n<p><strong>..\u201ewie unbeteiligt sitzt\u201c.. <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Arjuna\" target=\"_blank\">Arjuna<\/a> sitzt nicht einfach nur unbeteiligt da nach dem Motto: Mir ist alles egal. Er ist engagiert. Auf der anderen Ebene lernt er von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a>, dass in Wirklichkeit nichts geschieht &#8211;<\/p>\n<p><strong>\u201evon den Eigenschaften nicht bewegt wird\u201c.. \u201ein sich selbst gesammelt\u201c..<\/strong><\/p>\n<p>und er wei\u00df, nur die Eigenschaften sind aktiv.<\/p>\n<p><strong>\u201egleich bleiben in Vergn\u00fcgen und Schmerz\u201c<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vergn\u00fcgen\" target=\"_blank\">Vergn\u00fcgen<\/a> kommen und gehen, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yogatherapie\/frage-antwort\/schmerzen\/\" target=\"_blank\">Schmerzen<\/a> kommen und gehen. Wir k\u00f6nnen in der physischen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> Schmerzen nicht vermeiden. Wir k\u00f6nnen aber lernen, uns nicht damit zu identifizieren; das ist sehr wohl m\u00f6glich. Das vergisst man gerade in unserer nach au\u00dfen orientierten Welt, wo viele <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspiranten<\/a> es f\u00fcr ein Zeichen von spirituellem Fortschritt halten, nicht mehr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krankheit\" target=\"_blank\">krank<\/a> zu werden, keine Unf\u00e4lle und Schmerzen mehr zu haben, immer erfolgreich zu sein usw. Krishna sagt da etwas anderes:<\/p>\n<p><strong>\u201e..in Vergn\u00fcgen und Schmerz gleich bleibt und im Selbst ruht\u201c; \u201ef\u00fcr wen ein Klumpen Erde und ein St\u00fcck Gold dasselbe bedeuten\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich ist ein Klumpen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a> eines der gr\u00f6\u00dften <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wunder\" target=\"_blank\">Wunder<\/a>, wenn man sich <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusst\" target=\"_blank\">bewusst<\/a> macht, was darin alles vorhanden ist: Unz\u00e4hlige Kleinstlebewesen, Insekten, Bakterien, kleine Pflanzen, die begonnen haben Wurzeln zu schlagen. Warum sollten wir einen Klumpen Erde einfach nur \u201eDreck\u201c nennen? Was ist dagegen ein Klumpen Gold? Auch er hat seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sch\u00f6nheit\" target=\"_blank\">Sch\u00f6nheit<\/a> und Gro\u00dfartigkeit. Wir k\u00f6nnen beides als Wunder anschauen und brauchen nicht gierig nach dem einen oder anderen zu sein.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, wenn wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a> bewirken wollen und wenn es unser <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a> ist oder wir diese Aufgaben haben, m\u00fcssen wir auch mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geld\" target=\"_blank\">Geld<\/a> geschickt umgehen. Wenn aber aus karmischen Gr\u00fcnden pl\u00f6tzlich kein Geld mehr da ist, ist es eben so und wir stellen uns neu auf die Situation ein.<\/p>\n<p><strong>\u201e\u2026wer sich Freundlichen und Unfreundlichen gegen\u00fcber gleich verh\u00e4lt\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Was nat\u00fcrlich nicht hei\u00dft, dass wir alle Menschen gleich behandeln, sondern dass wir aus dem gleichen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> heraus <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handeln\" target=\"_blank\">handeln<\/a>, n\u00e4mlich dem Geist von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mitgef\u00fchl\" target=\"_blank\">Mitgef\u00fchl<\/a>.<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u201ef\u00fcr wen Tadel und Lob gleichbedeutend sind\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jemand lobt uns, jemand kritisiert uns. Beides sind zun\u00e4chst einfach neutrale Schallschwingungen in der Luft. Auf der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jnana_Yoga\" target=\"_blank\">Jnana Yoga<\/a> Ebene identifizieren wir uns nicht damit. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Lob\" target=\"_blank\">Lob<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tadel\" target=\"_blank\">Tadel<\/a> sind nur ein Ausdruck der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guna\" target=\"_blank\">Gunas<\/a>. Ich selbst bin <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahman\" target=\"_blank\">Brahman<\/a> &#8211; \u201eAhambrahmasmi\u201c.<\/p>\n<p>Auf einer praktischen Ebene k\u00f6nnen wir Lob und Tadel auch als Ausdruck einer gewissen Wertsch\u00e4tzung uns gegen\u00fcber sehen. Auch Tadel dr\u00fcckt eine gewisse Wertsch\u00e4tzung, ein gewisses Interesse aus. W\u00e4re dieses Interesse nicht da, w\u00fcrde sich der Kritiker nicht die M\u00fche machen, etwas zu sagen. Eigentlich sch\u00e4tzt er uns und will uns wertvolle Tipps geben bzw. h\u00e4lt uns f\u00fcr f\u00e4hig, uns zu verbessern. Das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Wenn ich zu jemandem sage: Du Dummkopf!, dann will ich nicht damit sagen, derjenige sei dumm, sondern ich meine damit, er k\u00f6nnte sich viel kl\u00fcger verhalten, als er es gerade tut.\u00a0 Wenn uns jemand tadelt, ist es eigentlich ein Kompliment. Er h\u00e4lt uns zu sehr viel mehr f\u00e4hig. Er meint, in uns sind viele Talente und M\u00f6glichkeiten vorhanden und er findet es wert, das auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p>Wenn dich das n\u00e4chste Mal jemand kritisiert, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Denken\" target=\"_blank\">denke<\/a> dar\u00fcber nach, ob es nicht ein verklausulierter Ausdruck einer tief verstandenen Hochachtung und eines <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vertrauen\" target=\"_blank\">Vertrauens<\/a> ist, das du selbst vielleicht nicht einmal in dich hast, und ob dir die Kritik nicht helfen kann, neue Aspekte deines <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesens<\/a> zu entfalten.<\/p>\n<p><strong>\u201e..unber\u00fchrt von Ehre oder Schmach\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das geht in eine \u00e4hnliche Richtung wie Lob und Tadel, zeigt aber nochmals einen anderen Aspekt auf. Es gibt Menschen, die bei geringf\u00fcgigsten Anl\u00e4ssen das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> haben, sich unsterblich blamiert zu haben, das Gesicht verloren zu haben. Nat\u00fcrlich hat auch das irgendwie seinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sinn\" target=\"_blank\">Sinn<\/a>. Es erm\u00f6glicht letztlich dem Menschen, in der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/\" target=\"_blank\">Gemeinschaft<\/a> zu leben. Aber es ist oft \u00fcbersteigert und davon gilt es, sich zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Auch <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ehre\" target=\"_blank\">Ehre<\/a> kommt und geht. Mal loben einen Menschen \u00fcber alle Ma\u00dfen, dann kritisieren sie einen wieder. Wie Wilhelm Busch so treffend sagt: \u201eIst der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert.\u201c \u2013 Das kann auch sein Gutes haben, dann braucht man sich schon um seinen Ruf nicht mehr viele <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gedanke\" target=\"_blank\">Gedanken<\/a> zu machen.<\/p>\n<p><strong>\u201e..gleich verh\u00e4lt gegen\u00fcber Freund und Feind\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Ausdruck sagt mir pers\u00f6nlich nicht so zu. Er impliziert, dass man denkt, man habe Feinde oder es gebe so etwas wie \u201eFeinde\u201c \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Patanjali\" target=\"_blank\">Patanjali<\/a> dr\u00fcckt diesen Sachverhalt im <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/\" target=\"_blank\">Yoga Sutra<\/a> elegant aus: \u201eIst <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gewaltlosigkeit\" target=\"_blank\">Gewaltlosigkeit<\/a> fest begr\u00fcndet, trifft der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogi<\/a> auf keine Feindschaft.\u201c (II.35)\u00a0 Man empfindet niemandem gegen\u00fcber Feindschaft, egal was andere einem vielleicht antun m\u00f6gen, weil man diese tiefe <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a>, dieses grundlegende <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verst\u00e4ndnis\" target=\"_blank\">Verst\u00e4ndnis<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verbundenheit\" target=\"_blank\">Verbundenheit<\/a> mit allem und allen hat. Man merkt, da sind Menschen, die es auf ihre Art gut und richtig meinen, die aus <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Unwissenheit\" target=\"_blank\">Unwissenheit<\/a> handeln und damit f\u00fcr sich und andere Probleme schaffen. Sie sind keine Feinde.<sup>3)<\/sup><\/p>\n<p>So wie <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Jesus.html\" target=\"_blank\">Jesus<\/a> am Kreuz sagte: \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vater\" target=\"_blank\">Vater<\/a> vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.\u201c Er hat zwar gepredigt, man solle seine Feinde lieben, aber er selbst hatte nicht das Gef\u00fchl, es seien Feinde, die ihn ans Kreuz nageln und er m\u00fcsse diese Feinde lieben. Aus seiner Sicht hatte er keine Feinde, sondern er wusste, sie halten das, was sie tun, f\u00fcr ihre <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgabe<\/a> \u2013 vielleicht, um das Gesetz einzuhalten oder die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Reinheit\" target=\"_blank\">Reinheit<\/a> der Religion zu erhalten. Sie tun etwas Schlimmes, aber ihre Motivation ist aus ihrer Sicht ehrlich, sie tun es nicht aus pers\u00f6nlicher Feindschaft heraus.<\/p>\n<p><strong>Praxistipps<\/strong><\/p>\n<p>1. Wenn du jemanden nicht magst, frage dich, warum eigentlich nicht? Vielleicht gleicht er jemandem aus der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kindheit\" target=\"_blank\">Kindheit<\/a> und ruft gewisse Assoziationen oder unbewusste Reaktionen hervor. Vielleicht hat er dich einmal unfreundlich behandelt. Wenn du besser verstehst, warum du ihn nicht magst, kann dir das f\u00fcr eine gewisse Des-Identifikation wie auch f\u00fcr das Erkennen eigener Muster helfen. Der Nachteil dieser Technik ist, dass man damit seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Achtsamkeit\" target=\"_blank\">Achtsamkeit<\/a> auf das fokussiert, was man an dem Menschen nicht mag.<\/p>\n<p>2. Eine alternative Technik w\u00e4re, stattdessen zu schauen, welche positiven Neigungen und Anliegen diesen Menschen veranlassen, so zu handeln. Vielleicht erkennst du dann, dass seine Handlungsweise zwar unfreundlich ist, er aber im Grunde ein positives Anliegen hat. Eigentlich will er <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> ausdr\u00fccken und empfangen. Er macht es leider auf eine Weise, die es anderen schwer macht, ihm diese Liebe zu geben, die er sucht.<br \/>\n3. Dabei merkst du vielleicht parallel, dass in dir auch einige nicht so positive Seiten sind. Tief in dir wei\u00dft du aber: Ich bin das unsterbliche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">Selbst<\/a>, er ist das unsterbliche Selbst, seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guna\" target=\"_blank\">Gunas<\/a> haben ihre Berechtigung, meine Gunas haben ihre Berechtigung. Letztlich ist alles im G\u00f6ttlichen verankert.<\/p>\n<p>4. Oder schaue, welche positiven Talente und F\u00e4higkeiten er hat, und konzentriere dich mehr darauf. So entwickelst du eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wertsch\u00e4tzung\" target=\"_blank\">Wertsch\u00e4tzung<\/a> f\u00fcr den Menschen und kannst anders auf ihn zugehen als bisher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das N\u00e4chste ist:<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u201e\u2026(wer) alle Vorhaben aufgibt\u201c \u2013 sarvarambha-parityagi.<\/strong><\/p>\n<p>Das hei\u00dft jetzt nicht, dass wir nichts mehr tun sollen. Die Bhagavad Gita sagt ja gerade das Gegenteil. Wir sollen t\u00e4tig sein, unser <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a> erf\u00fcllen, unser <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/karma-gesetz\/4-karma-gesetz-der-evolution\/dharma-und-karma\/\" target=\"_blank\">Dharma<\/a>, unsere Aufgabe erf\u00fcllen. \u201eArambha\u201c bezeichnet einen nur nach au\u00dfen gerichteten Aktionismus bzw. die Vorstellung, durch eigenes Tun alles bewirken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch hier sto\u00dfen wir wieder auf eine der Paradoxien auf dem spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a>. Wir wissen, wir werden die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> nicht dauerhaft zum reinen Paradies machen k\u00f6nnen. Trotzdem k\u00f6nnen wir auf einer relativen Ebene einiges bewirken. Es ist zum Beispiel denkbar, dass wir es noch in unserer Generation schaffen, dass es keine Kriege mehr auf der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a> gibt. Und es ist denkbar, dass in absehbarer Zeit kein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a> mehr an Hunger stirbt und dass alle Menschen gesundes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wasser\" target=\"_blank\">Wasser<\/a> zu trinken haben. Das alles liegt im Rahmen des Erreichbaren, wof\u00fcr wir uns engagieren k\u00f6nnen und sollen.<\/p>\n<p>Aber es ist undenkbar, dass alle Menschen dauerhaft immer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gl\u00fccklich\" target=\"_blank\">gl\u00fccklich<\/a> sind. Die Vorstellung, wenn ich das und das erreicht oder gemacht habe, dann bin ich dauerhaft gl\u00fccklich, ist illusion\u00e4r. Mit Pl\u00e4nen wie: Wenn ich erst umgezogen bin, in den neuen R\u00e4umen mein eigenes Yogacenter er\u00f6ffnet habe, viele Sch\u00fcler kommen, dann kann ich regelm\u00e4\u00dfig ins Haus <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\" target=\"_blank\">Yoga Vidya<\/a> gehen zu Weiterbildungen und vier Stunden am Tage intensiv \u00fcben\u2026usw. Oder: Wenn erst das neue Haus fertig ist\u2026Wenn erst die <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\" target=\"_blank\">Kinder<\/a> mit dem Studium fertig sind\u2026 Diese Art von Vorhaben, \u201earambha\u201c, bedeutet, wir verschieben unser Gl\u00fccklichsein in die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zukunft\" target=\"_blank\">Zukunft<\/a>.<\/p>\n<p>Einem Trigunatita der jenseits der Gunas ist, gelingt es jetzt gl\u00fccklich zu sein. Er erf\u00fcllt sein Karma und Dharma, tut, was n\u00f6tig ist, und ist gleichzeitig hier und jetzt gl\u00fccklich, auch wenn die Welt so ist wie sie ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><sup>3) <\/sup>S. Kommentar zu Vers II.35 in \u201e<a href=\"https:\/\/shop.yoga-vidya.de\/de\/buecher\/philosophie\/die-yogaweisheit-patanjali-menschen-heute\" target=\"_blank\">Die Yoga Weisheit des Patanjali f\u00fcr Menschen von heute<\/a>\u201c, von Sukadev Bretz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das sind also Indizien f\u00fcr einen Weisen. Sie k\u00f6nnen aber von Menschen, die auf einer anderen Bewusstseinsebene agieren, auch miss-interpretiert werden. Das Unber\u00fchrt- und Unbeteiligt-Sein, von dem hier die Rede ist, hat nichts mit Tr\u00e4gheit zu tun. 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