{"id":2721,"date":"2009-07-18T20:00:47","date_gmt":"2009-07-18T18:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2721"},"modified":"2016-04-19T14:03:44","modified_gmt":"2016-04-19T12:03:44","slug":"14-13-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/14-13-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"14-13 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>In <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamas\" target=\"_blank\">Tamas<\/a> sind wir in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dunkelheit\" target=\"_blank\">Dunkelheit<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tr\u00e4gheit\" target=\"_blank\">Tr\u00e4gheit<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Unachtsamkeit\" target=\"_blank\">Unachtsamkeit<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/T\u00e4uschung\" target=\"_blank\">T\u00e4uschung<\/a>. Dann haben wir zwei M\u00f6glichkeiten, damit umzugehen: Wir k\u00f6nnen sagen, Tamas hat seine Berechtigung, der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a> braucht <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ruhe\" target=\"_blank\">Ruhe<\/a>. Wir sind in einer dualistischen Welt, wir brauchen Regeneration und so hat die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sch\u00f6pfung\" target=\"_blank\">Sch\u00f6pfung<\/a> uns auch einen tamasigen Gem\u00fctszustand gegeben, der uns bremst, damit wir uns auch einmal Ruhe g\u00f6nnen. Also legt man sich schlafen, macht eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tiefenentspannung\" target=\"_blank\">Tiefenentspannung<\/a> oder ein Mittagsschl\u00e4fchen.<\/p>\n<p>Oder aber wir stellen fest, dass es eigentlich keinen physischen Grund f\u00fcr M\u00fcdigkeit gibt und nur das Prana tr\u00e4ge geworden ist. Ich br\u00e4uchte mehr <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/\" target=\"_blank\">Prana<\/a>. Und wie bekomme ich das? &#8211; Durch <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\" target=\"_blank\">Asanas<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/pranayama\/\" target=\"_blank\">Pranayama<\/a>, Rezitation der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminare\/interessengebiet\/indische-schriften\/\" target=\"_blank\">Schriften<\/a> oder eines <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Mantras.html\" target=\"_blank\">Mantras<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation\/\" target=\"_blank\">Meditation<\/a> usw. Die Schwierigkeit ist nat\u00fcrlich, dass man im tamasigen Gem\u00fctszustand keine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Lust\" target=\"_blank\">Lust<\/a> auf Pranayama hat. Dann m\u00fcssen wir uns \u00fcberwinden und allm\u00e4hlich das Prana wieder aufbauen, dann kommen wir \u00fcber das Mehr an Prana automatisch aus dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamasig\" target=\"_blank\">tamasigen<\/a> Zustand wieder heraus, statt in Tr\u00e4gheit und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbstmitleid\" target=\"_blank\">Selbstmitleid<\/a> zu versinken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Yoga ist das Aufh\u00f6ren des Einsseins mit dem Schmerz<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im 6. Kapitel hei\u00dft es: \u201eM\u00f6ge dies den Namen Yoga tragen, das Aufh\u00f6ren des Einsseins mit dem Schmerz. Dieser Yoga ist mit Entschlossenheit und unverzagtem Geist zu \u00fcben.\u201c (BhG VI.23)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, wir l\u00f6sen uns davon, uns wie ein <a href=\"https:\/\/blog.yoga-vidya.de\/tag\/schweinehund-podcast\/\">Schwein<\/a> im Schlamm unseres echten oder eingebildeten Leids zu suhlen. In einem tamasigen Gem\u00fctszustand suhlen wir uns mit Vorliebe im Selbstmitleid. Wenn uns schon niemand anders bedauert, bedauern wir uns wenigstens selbst. Das ist ja auch in Ordnung, und wir k\u00f6nnen auch diese wichtige Funktion unserer <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie.html\">Psyche<\/a> anerkennen. Ist es aber auf die Dauer gut sich selbst zu bedauern? \u2013 F\u00fcr Schweine ist es gut f\u00fcr die Haut, wenn sie sich eine Weile im Schlamm suhlen. F\u00fcr die menschliche Hauthygiene gelten andere Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten als f\u00fcr die Hauthygiene von Schweinen. Und so ist auch f\u00fcr unsere Psychohygiene das dauernde Suhlen in Selbstmitleid nicht hilfreich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einer unserer Gastlehrer, Shanmug Westley Eckart, spricht in seinen Seminaren \u00fcberwiegend \u00fcber positives Denken und wie man es kultivieren und weiter geben kann. Die Mehrheit der Menschen, die in eine <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie\/einsatzbereiche\/beschwerdebilder\/depression.html\" target=\"_blank\">Depression <\/a>rutschen, kommt von selbst wieder heraus, selbst wenn es sich um klinische Depression handelt. Es kann zwar bis zu 3 Jahren dauern bis sie sich einigerma\u00dfen wieder im Griff haben, aber sie kommen wieder heraus. Und zwar von selbst. In empirischen Studien konnte keine einzelne Technik nachgewiesen werden, die sich f\u00fcr jeden Typ als hilfreich erwiesen h\u00e4tte. Zum einen ist die menschliche Psyche widerstandsf\u00e4hig. Der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\">Mensch<\/a> hat die F\u00e4higkeit zur Selbstregulation. Und wir k\u00f6nnen selbst etwas tun um heraus zu kommen. Hier spreche ich jetzt nicht \u00fcber klinische Depression, sondern \u00fcber Verstimmtheiten und allgemeine depressive Gem\u00fctszust\u00e4nde, die man als Tamas bezeichnen kann. In unserer psychologischenYogatherapie-Ausbildung und im Seminar \u201eYoga bei psychischen St\u00f6rungen\u201c kann man diesbez\u00fcglich eine Menge lernen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unterscheidungs- und Willsenskraft schulen und einsetzen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In solchen F\u00e4llen k\u00f6nnen wir <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\">Asanas<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Pranayama.html\">Pranayama<\/a> \u00fcben, auch wenn wir aufgrund des vorherrschenden Tamas zun\u00e4chst keine Lust dazu haben. Daf\u00fcr haben wir Buddhi, meist \u00fcbersetzt als Intellekt, was es aber nicht ganz trifft. Buddhi ist der Teil unseres Geistes, der f\u00e4hig ist zu Willenskraft, zum rationalen \u00dcberlegen und um Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manas, F\u00fchlen und Emotionen, haben auch Tiere. Ihre Selbstregulation l\u00e4uft automatisch ab. Ein Hund kann nicht \u00fcberlegen: Jetzt habe ich mich gerade aufgeregt und eigentlich w\u00e4re es kl\u00fcger, wenn ich nicht aufgeregt w\u00e4re. Was k\u00f6nnte ich tun um nicht aufgeregt zu sein?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein solches \u00dcberlegen ist eine Funktion von Buddhi, die den Menschen vomTier unterscheidet. Daher k\u00f6nnen wir bewusst \u00fcberlegen und entscheiden: Ich bin in diesem tamasigen Gem\u00fctszustand und jetzt will ich etwas tun, um in einen anderen Gem\u00fctszustand zu kommen. Was k\u00f6nnte ich tun und wie es umsetzen? \u2013 Das ist Einsatz von Buddhi.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es noch etwas jenseits von Buddhi, das h\u00f6here Selbst, welches uns in Form von Inspiration und Intuition \u00fcberkommen kann, ohne dass wir es willentlich hervorrufen k\u00f6nnen. Hier gilt, dass wir uns \u00fcber Gebete an Gott oder das h\u00f6here Selbst wenden k\u00f6nnen und dann kann die Inspiration kommen, selbst wenn der Intellekt nicht weiter wei\u00df und unser Wille vielleicht nicht ausreicht. So ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Atman\">Atman<\/a>, das Selbst, h\u00f6her als Buddhi und Buddhi h\u00f6her als Manas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem tamasigen und auch rajasigen Gem\u00fctszustand sollten wir keine wichtigen Entscheidungen treffen, sondern erst unseren Gem\u00fctszustand sattwig machen, um aus diesem sattwigen Zustand heraus eine Entscheidung zu f\u00e4llen. Manchmal hilft es aber oder ist n\u00f6tig, gleich eine Entscheidung zu treffen. Dann w\u00fcrde man versuchen, in dem tamasigen Zustand eine vor\u00fcbergehende Entscheidung treffen, die uns erst einmal hilft, in einen sattwigeren Zustand zu kommen. Dann erwacht Buddhi und auch die Intuition, die Verbindung mit dem G\u00f6ttlichen kommt, und dann werden wir wieder gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Versen geht es um das Leben nach dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/tod.html\">Tod<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Tamas sind wir in Dunkelheit, Tr\u00e4gheit, Unachtsamkeit und T\u00e4uschung. Dann haben wir zwei M\u00f6glichkeiten, damit umzugehen: Wir k\u00f6nnen sagen, Tamas hat seine Berechtigung, der K\u00f6rper braucht Ruhe. 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