{"id":2715,"date":"2009-07-21T20:00:25","date_gmt":"2009-07-21T18:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2715"},"modified":"2016-04-18T18:33:43","modified_gmt":"2016-04-18T16:33:43","slug":"14-10-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/14-10-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"14-10 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Es sind also immer alle drei Kr\u00e4fte im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> vorhanden und alle drei haben ihren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sinn\" target=\"_blank\">Sinn<\/a>. Mal herrscht die eine vor und mal die andere, w\u00e4hrend die anderen beiden weniger stark sind.\u00a0 Sie sind nicht verschwunden, sondern in dem Moment nicht so im Vordergrund.<\/p>\n<p>F\u00fcr unser Wohlgef\u00fchl und unsere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Entwicklung\" target=\"_blank\">Entwicklung<\/a>, f\u00fcr ein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Einklang\" target=\"_blank\">Einklang<\/a> mit den universellen Gesetzen ist es gut, wenn wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattva\" target=\"_blank\">Sattwa<\/a> erh\u00f6hen, jedoch ohne uns damit zu identifizieren. Zu viel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rajas\" target=\"_blank\">Rajas<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamas\" target=\"_blank\">Tamas<\/a> hat eine gewisse Auswirkung auf den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> und die Gem\u00fctsverfassung.<\/p>\n<p><strong>Von Tamas \u00fcber Rajas zu Sattwa<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir viel Tamasiges machen, also der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tr\u00e4gheit\" target=\"_blank\">Tr\u00e4gheit<\/a> zu sehr nachgeben, zu viel oder zu schwer essen, uns mit destruktiven oder depressiven <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gedanke\" target=\"_blank\">Gedanken<\/a> belasten, verst\u00e4rken sich die tamasigen Neigungen des Geistes. Wie bereits erw\u00e4hnt, hat ein gewisses Tamas nat\u00fcrlich auch seine Funktion und das sollten wir als solches anerkennen und akzeptieren. Angenommen wir w\u00fcrden nie m\u00fcde werden, dann w\u00fcrden wir zusammenbrechen, ohne es vorher zu merken. Angenommen wir w\u00e4ren unf\u00e4hig zu <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/leben-nach-dem-tod\/trauer-beerdigung\/\" target=\"_blank\">Trauer<\/a>, dann w\u00fcrde das die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie.html\" target=\"_blank\">Psyche<\/a> belasten.\u00a0 Aber wir d\u00fcrfen das Tamas nicht zu stark werden lassen und uns auch nicht damit identifizieren.<\/p>\n<p>Ebenso hat auch Rajas im Sinne von Unruhe sein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a>. Es l\u00e4sst uns nach Neuem streben, l\u00e4sst uns mit nichts Begrenztem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zufriedenheit\" target=\"_blank\">zufrieden<\/a> sein, regt uns zur T\u00e4tigkeit an. Nur wenn es zu stark wird oder wir uns damit identifizieren, f\u00fchrt es zu <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/schuld-und-leid\/\" target=\"_blank\">Leiden<\/a>, zu einem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> von Getriebenheit, zu \u00fcbersteigerter Aktivit\u00e4t und innerer Unruhe.<\/p>\n<p>Rajas f\u00fchrt immer zu Tamas. Wenn wir, von Rajas veranlasst, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handeln\" target=\"_blank\">handeln<\/a>, ersch\u00f6pfen wir unsere Kr\u00e4fte und Energien und kommen anschlie\u00dfend in Tamas. Normalerweise ist das dann einfach eine normale M\u00fcdigkeit. Wir legen wir uns hin und schlafen. Aber zu viel Rajas kann auch zur Ersch\u00f6pfung und in einen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie\/einsatzbereiche\/beschwerdebilder\/burnout-stress\/\" target=\"_blank\">Burnout<\/a> f\u00fchren, von dem man sich nicht mehr so einfach nur mit l\u00e4ngerem Schlafen erholt.<\/p>\n<p><strong>Sattwa erh\u00f6hen durch Beachten der \u201e5 K\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Um Rajas und Tamas etwas zu reduzieren und somit das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> und den Geist insgesamt sattwiger zu machen, beginnt man typischerweise mit dem Essen. Es gibt sattwige, rajasige und tamasige <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ern\u00e4hrung\" target=\"_blank\">Ern\u00e4hrung<\/a>. Die grob tamasigen Sachen, die <strong>\u201e5 K\u201c<\/strong>, sollte man im Sinne eines sattwigen Lebensstils unbedingt meiden: <strong>KEIN Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen.<\/strong><\/p>\n<p>Warum sollten wir auf diese f\u00fcnf Dinge strikt verzichten? \u2013 Ich will dazu die \u201e5 K\u201c im Folgenden etwas genauer behandeln, sowohl in ihrer Auswirkung auf die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gesundheit\" target=\"_blank\">Gesundheit<\/a> wie auch etwaige weiterreichende Aspekte.<\/p>\n<p><strong>1. und 2. K<\/strong>: <strong>Fleisch<\/strong> und <strong>Fisch<\/strong> wirken auf der k\u00f6rperlichen, energetischen und emotionalen Ebene. Sie machen den Geist tr\u00e4ge, das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/\" target=\"_blank\">Prana<\/a> grobstofflich und f\u00f6rdern \u00fcber <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ama\" target=\"_blank\">Amas<\/a>, \u201eUnreinheiten\u201c, die sich im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a> bilden, auch die Krankheitsanf\u00e4lligkeit. Der ethische Aspekt, n\u00e4mlich <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_ahimsa.html\">Ahimsa<\/a>, Nichtverletzen, spielt ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle. Es ist nicht getan mit: \u201eWas kann denn schon so schlimm daran sein, wenn ich mal Lust auf ein Steak habe? So gesundheitssch\u00e4dlich ist es auch wieder nicht und eine Wirkung in der Meditation merke ich auch nicht, so tief ist meine <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation\/\" target=\"_blank\">Meditation<\/a> ohnehin nicht.\u201c oder: \u201eIch bin sowieso nicht in Meditationsstimmung; wenn ich jetzt mal ein Schnitzel esse, was soll das ausmachen?\u201c. &#8211; Zum einen, wenn man das regelm\u00e4\u00dfig so macht, wird die Meditation nie tief werden. Vor allen Dingen ist es aber keine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Entscheidung_Sanskrit\" target=\"_blank\">Entscheidung<\/a>, die nur uns angeht, sondern wir entscheiden damit \u00fcber ein anderes Lebewesen. Steak w\u00e4chst nicht an Obstb\u00e4umen, sonst w\u00e4re es vielleicht nicht ganz so problematisch.<\/p>\n<p>Tiere sind denkende und f\u00fchlende Lebewesen. Es ist schon paradox, wenn man bedenkt, wie liebevoll Menschen mit ihren Haustieren umgehen und parallel selbstverst\u00e4ndlich eine Wurststulle vertilgen. Oder wie Menschen sich \u00fcber Chinesen emp\u00f6ren, die Hunde und Katzen verzehren. K\u00fche und Schweine sind nicht weniger empfindungsf\u00e4hig als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hund\" target=\"_blank\">Hund<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Katze\" target=\"_blank\">Katze<\/a> oder Pferd; sie sind im Gegenteil hoch intelligente, mitf\u00fchlende <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a>. Oder ihren Hund mit Dosen-Schweinefleisch aus Massentierhaltung ern\u00e4hren. Ein Vorteil des Internet-Zeitalters ist, dass man sich \u00fcbers Internet \u00fcber alles M\u00f6gliche informieren und sehr gut <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben\/\" target=\"_blank\">vegetarische Nahrung<\/a> f\u00fcr Haustiere beschaffen kann. Selbst wenn es vielleicht von Natur aus nicht so vorgesehen ist, kann man Haustiere heutzutage sehr gut vegetarisch ern\u00e4hren, und sie vertragen das auch gut. Katzen werden trotzdem ihrem nat\u00fcrlichen Instinkt folgen und M\u00e4use fangen, aber das ist dann die Natur, darauf haben wir keinen Einfluss.<\/p>\n<p>Jedenfalls als Menschen k\u00f6nnen wir das tun was direkt in unserem Verantwortungsbereich liegt, n\u00e4mlich f\u00fcr unser eigenes \u00dcberleben soll kein Tier <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kunst-des-sterbens\/\" target=\"_blank\">sterben<\/a>. &#8211; Aber nat\u00fcrlich, ganz so einfach ist es mit diesen ethischen Richtlinien auch nicht \u2013 ein Leben ganz ohne <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ahimsa\" target=\"_blank\">Ahimsa<\/a> ist nicht m\u00f6glich, selbst wenn wir uns bem\u00fchen. Das ist mir sehr wohl bewusst.<\/p>\n<p><strong>3. K:<\/strong> <strong>Alkohol<\/strong> beeinflusst den menschlichen Geist sehr stark. Wenn man regelm\u00e4\u00dfig\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/pranayama\/\" target=\"_blank\">Pranayama<\/a> (Atem\u00fcbungen) und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\" target=\"_blank\">Asanas<\/a> (Yogastellungen) \u00fcbt, insbesondere die fortgeschrittenen Atem- und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/chakra\/\" target=\"_blank\">Chakra<\/a>-Konzentrations\u00fcbungen, hat das einen sehr starken Einfluss auf die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Nadi\" target=\"_blank\">Nadis<\/a> (Energiekan\u00e4le) und Chakras (Energiezentren). Nimmt man gleichzeitig alkoholische Getr\u00e4nke zu sich, so werden diese Wirkungen in ihr Gegenteil verkehrt. Wenn man auf Alkohol nicht verzichten will oder kann, kann man nat\u00fcrlich trotzdem normales <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kapalabhati\" target=\"_blank\">Kapalabhati<\/a> (Schnellatmung) und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wechselatmung\" target=\"_blank\">Wechselatmung<\/a> \u00fcben, allerdings nicht mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jalandhara_Bandha\" target=\"_blank\">Jalandhara Bandha<\/a> (\u201eKehlverschluss\u201c, bestimmte Energietechnik), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhastrika\" target=\"_blank\">Bhastrika<\/a> (energetisierende Atem\u00fcbung) und Bija-Mantras (Klangsilben, die direkt auf die Energiezentren wirken). Als <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/ausbildung-weiterbildung\/yogalehrer-ausbildung\/\" target=\"_blank\">Yogalehrer<\/a> kannst du mit Sch\u00fclern, die rauchen, trinken, Fleisch essen etc., nat\u00fcrlich die einfachen Pranayamas \u00fcben. Langfristig wirken diese Techniken ja unterst\u00fctzend, von vielem davon weg zu kommen.<\/p>\n<p>Alkohol hat aber auch eine ethische Komponente, derer sich Menschen oft gar nicht bewusst sind. Nach einer Statistik gibt es f\u00fcnf Millionen Alkoholiker in Deutschland. Auf jeden Alkoholiker kommt durchschnittlich ein halbes Dutzend Angeh\u00f6rige, die direkt oder indirekt davon betroffen sind, und damit sind schon 30 Millionen Menschen, jede dritte Person in Deutschland, auf irgendeine Art und Weise durch <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Alkoholismus\" target=\"_blank\">Alkoholismus<\/a> beeinflusst. Unter Alkoholeinfluss passieren beispielsweise die meisten Auto- und Arbeitsunf\u00e4lle, wovon oft nicht nur die Person selbst sondern auch andere betroffen sind.<\/p>\n<p>Manche Menschen sind von ihrer genetischen Ausstattung her f\u00fcr S\u00fcchte anf\u00e4llig. Es mag sein, dass andere, welche diese genetische bzw. karmische Anlage nicht haben, ohne weitere Folgen ab und zu mal ein Gl\u00e4schen Wein trinken k\u00f6nnen; das macht ihnen nichts aus und schadet auch niemand anders. Nat\u00fcrlich beeinflusst es irgendwie das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/\" target=\"_blank\">Prana<\/a>, aber man k\u00f6nnte sagen, so schlimm ist es auch nicht. Aber dadurch, dass Trinken von Alkohol etwas gesellschaftlich Akzeptiertes ist, f\u00fchrt es dazu, dass diejenigen, die vielleicht eine genetische Suchtanf\u00e4lligkeit haben, auf diese Weise in die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sucht\" target=\"_blank\">Sucht<\/a> hineinfallen. Angenommen, sie lebten in einer Gesellschaft, in der es keinen Alkohol g\u00e4be, dann w\u00fcrde ihre latente Suchttendenz nicht gef\u00f6rdert werden und es w\u00fcrde ihnen viel leichter fallen, zu verzichten. Jeder Einzelne, der sich gegen Alkohol entscheidet, ist eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr alle, bei denen das \u201egelegentlich mal ein Gl\u00e4schen trinken\u201c schnell zur Sucht und damit zu gro\u00dfem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/schuld-und-leid\/\" target=\"_blank\">Leid<\/a> f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>4. K:<\/strong> <strong>Rauchen<\/strong>. Von den gesundheitlichen Auswirkungen her ist Nikotin sicher das gr\u00f6\u00dfte Gesundheitsrisiko und zudem das Suchtmittel, das am schnellsten s\u00fcchtig macht. Es f\u00fchrt schneller zur Sucht als die meisten der aus gutem Grund verbotenen Narkotika. Wenn heute jemand den Tabak erfinden w\u00fcrde, w\u00fcrde der freie Verkauf keinesfalls mehr erlaubt werden. Wegen des hohen Suchtpotentials stellt sich bei Tabak nicht die Frage, soll ich nicht ab und zu mal eine Zigarette rauchen, das schadet doch nichts.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie beim Alkohol gibt es auch hier die zus\u00e4tzliche ethische Komponente des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mitgef\u00fchl\" target=\"_blank\">Mitgef\u00fchls<\/a> und der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verantwortung\" target=\"_blank\">Verantwortung<\/a> f\u00fcr die Mitmenschen. Ein Raucher gef\u00e4hrdet potentiell denjenigen mit einem latenten Suchtpotential in seiner Umgebung. Ganz abgesehen von den negativen Auswirkungen des passiven Mitrauchens, auch Zigaretten haben also nicht nur mit der eigenen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gesundheit\" target=\"_blank\">Gesundheit<\/a> zu tun, sondern haben weiterreichende ethische Konsequenzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>5. K:<\/strong> <strong>Drogen<\/strong>. Dar\u00fcber brauche ich wahrscheinlich nicht allzu viel zu sagen, die Sch\u00e4dlichkeit liegt auf der Hand und sie sind ja aus gutem Grund auch nicht erlaubt.<\/p>\n<p>Einige der Leser haben vielleicht vor 20 oder 30 Jahren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erfahrung\" target=\"_blank\">Erfahrung<\/a> mit Haschisch und Marihuana gemacht und dadurch vielleicht gewisse Bewusstseinsver\u00e4nderungen erfahren, die sie letztlich auf den spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> gebracht haben. Heutzutage haben diese Mittel einen vielfachen Gehalt der betreffenden chemischen Substanz, so dass man heute bei weitem nicht mehr sagen kann, Marihuana und Haschisch seien eher gefahrlos \u2013 im Gegenteil. Die Jahre zwischen dem 14. und 25. Lebensjahr pr\u00e4gen die weitere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Entwicklung\" target=\"_blank\">Entwicklung<\/a> des heranwachsenden Menschen entscheidend. In dieser Phase geht man Beziehungen ein, schlie\u00dft Freundschaften, erlernt einen Beruf, entwickelt beruflichen Ehrgeiz, engagiert sich politisch, sozial oder alternativ und die spirituelle Suche erwacht. Was sich in dieser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> nicht entwickelt, ist sp\u00e4ter sehr viel schwieriger. Und gerade in dieser entscheidenden Lebensphase werden die oft immer noch verharmlosten \u201eweichen Drogen\u201c konsumiert, die den Geist in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tr\u00e4gheit\" target=\"_blank\">Tr\u00e4gheit<\/a> und Antriebslosigkeit f\u00fchren. Statistisch gesehen haben Menschen, die in dem Alter Drogen zu sich nehmen, dauerhaft ein wesentlich geringeres Einkommen als andere und vor allem f\u00fchrt es zu einer dauerhaften Beschr\u00e4nkung des eigenen Lebens. Die Neigung zu Psychosen w\u00e4chst.\u00a0 Und nat\u00fcrlich h\u00e4ngt damit die ganze Beschaffungskriminalit\u00e4t zusammen.<\/p>\n<p>Neben diesen \u201e5 K\u201c, von denen ich meine, dass man sie als spiritueller <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspirant<\/a> strikt befolgen sollte, gibt es nat\u00fcrlich noch andere tamasige oder rajasige Dinge, die es im Sinne eines gesunden, sattwigen Lebensstils zu reduzieren gilt, die aber bei weitem nicht so starke Auswirkungen haben und nicht so kritisch sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sattwa erh\u00f6hen durch bewusste Ern\u00e4hrung<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man damit beginnt, seine Ern\u00e4hrung auf eine vegetarische Kost umzustellen, gehen die meisten durch verschiedene Phasen hindurch. Anfangs ist es oft erst mal schwierig. Dann hat man sich umgestellt und die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ern\u00e4hrung\" target=\"_blank\">Ern\u00e4hrung<\/a> ist sehr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattwig\" target=\"_blank\">sattwig<\/a> geworden. Im Lauf der Zeit passiert es dann oft, dass ein paar tamasige und rajasige Sachen zur\u00fcck kommen und ihr Anteil allm\u00e4hlich recht hoch wird &#8211; und dann wundert man sich, wenn die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation\/\" target=\"_blank\">Meditation<\/a> an Tiefe verliert oder man sich unausgeglichen,\u00a0 unruhig oder tr\u00e4ge f\u00fchlt.\u00a0 Dazu geh\u00f6ren die sogenannten \u201ekleinen S\u00fcnden\u201c wie Schokolade, Kaffee, Tee, wei\u00dfer Zucker, Knoblauch und Zwiebeln. All das ist nicht tragisch, aber es hat einen gewissen Einfluss auf unseren Geist und unsere Befindlichkeit.<\/p>\n<p><strong>Praxis-Tipp<\/strong>: Wenn du einmal in einer Phase bist, wo du merkst, du erreichst in der Meditation und deiner spirituellen Praxis nicht mehr die Tiefe, die du schon hattest, dieses wundersch\u00f6ne <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> von Herzens\u00f6ffnung, das feine Flie\u00dfen von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/\" target=\"_blank\">Prana<\/a>, dann kannst du zum Beispiel pr\u00fcfen, welche rajasigen Lebensmittel du zu dir nimmst und einfach mal ausprobieren, wie es sich anf\u00fchlt, wenn du diese etwas reduzierst.<\/p>\n<p><strong>Sattwa erh\u00f6hen durch die richtige Menge an Schlaf<\/strong><\/p>\n<p>Tr\u00e4gheit gilt als tamasig und da stellt sich oft die Frage des Schlafes. Wir wollen das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamas\">Tamas<\/a> etwas reduzieren, m\u00f6glichst auch mit etwas weniger Schlaf auskommen; andererseits wird Tiefschlaf gerne als Analogie genommen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wonne\" target=\"_blank\">Wonne<\/a>. Die Tiefschlafphase hat gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit mit <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_samadhi.html\">Samadhi<\/a> (\u00dcberbewusstsein). Im Tiefschlaf stehen wir in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verbindung\" target=\"_blank\">Verbindung<\/a> mit dem G\u00f6ttlichen.<\/p>\n<p>Wichtig ist, die individuell richtige Menge an Schlaf zu finden. F\u00fcr die Mehrheit der Menschen sind das sechs bis sieben Stunden. Regelm\u00e4\u00dfig l\u00e4nger als acht Stunden zu schlafen gilt aus medizinischer Sicht als nicht hilfreich. Bei regelm\u00e4\u00dfiger Praxis von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Pranayama.html\">Pranayama<\/a> reduziert sich typischerweise das Schlafbed\u00fcrfnis etwas. Manchmal gibt es auch Hochenergie-Phasen, wo man mit weniger Schlaf auskommt. Dem kann man dann nat\u00fcrlich nachgeben und es genie\u00dfen. Nur muss man wissen, wenn diese Phase abgeschlossen ist, wird man wieder mehr Schlaf brauchen. Wenn man diesen \u00dcbergang nicht packt, kann es passieren, dass die Meditation pl\u00f6tzlich nicht mehr so tief ist, man sich nicht mehr so inspiriert f\u00fchlt. Das kommt daher, dass man dann den fehlenden Schlaf in der Meditation nachholt und auch sonst nicht mehr so aufmerksam ist oder trotz der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yoga_Praxis\" target=\"_blank\">Yogapraxis<\/a> m\u00fcde oder gereizt wird. Das ist dann oft einfach Schlafmangel. Da gilt es, wieder zu seinem Schlafrhythmus zur\u00fcck zu finden.<\/p>\n<p>Der Tiefschlaf ist besonders wichtig; er dient der tiefen Regeneration. Im Traumschlaf werden die Erfahrungen des Tages verarbeitet; das Erlebte wird in Vorhandenes integriert und neue Verbindungen werden hergestellt. Das Gehirn ist gerade im Traum sehr aktiv und physiologisch geschieht in der Traumphase eine ganze Menge. Angenommen, wir haben einen sehr wachen oder sehr achtsamen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a>, dann kann das, was wir am Tag erleben sehr z\u00fcgig umgesetzt und die richtigen Verbindungen hergestellt werden. So muss das Hirn nicht die ganze Nacht arbeiten, um alles durchzuspielen, womit das Erlebte noch verbunden werden k\u00f6nnte. Dann kommt man auch schneller in den Tiefschlaf.<\/p>\n<p>Wer tats\u00e4chlich in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Samadhi\" target=\"_blank\">Samadhi<\/a> hinein kommt, f\u00fcr den ersetzt die Zeit in Samadhi den Tiefschlaf. Der Geist ist vollkommen ruhig und voll <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusst\" target=\"_blank\">bewusst<\/a>. Und das kann man durchaus sehen: Praktisch alle gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogameister\" target=\"_blank\">Yogameister<\/a>, die Zugang haben zu Samadhi\u00a0 brauchen tats\u00e4chlich signifikant weniger Schlaf.<\/p>\n<p>Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/swami-vishnu-devananda\/\" target=\"_blank\">Swami Vishnu-devananda<\/a> zum Beispiel haben nur wenige Stunden Schlaf gebraucht. Swami Vishnu ist selten vor Mitternacht ins Bett gegangen und er hatte seine Hauptmeditationsphase zwischen 3 und 6 Uhr morgens. Normalerweise brauchte er drei bis vier Stunden Schlaf und ein kurzes Nachmittagsschl\u00e4fchen. Aber es gab auch Phasen, wo er h\u00f6chstens um die zwei Stunden geschlafen hat und nachts noch Artikel f\u00fcr ein Yogajournal geschrieben und die Druckerpresse selbst von Hand bedient hat. Auch von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\" target=\"_blank\">Swami<\/a> Sivananda wird in seinen Biografien \u00c4hnliches berichtet.<\/p>\n<p><strong>Sattwa erh\u00f6hen durch achtsame Kommunikation<\/strong><\/p>\n<p>Unser Sprachgebrauch kann ebenfalls sattwig, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rajassig\" target=\"_blank\">rajasig<\/a> oder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamasig\" target=\"_blank\">tamasig<\/a> sein.<\/p>\n<p>Als spiritueller <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspirant<\/a> sollten wir mit Sprache bewusst umgehen und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Achtsamkeit\" target=\"_blank\">achtsam<\/a> sein, wie wir mit uns selbst und mit anderen sprechen. Sowohl im Sinne von \u201eGewaltfreier Kommunikation\u201c wie auch in einem ganz allgemeinen Sinn. Welche Worte nehme ich in den Mund und wie programmiere ich mich selbst und andere durch mein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Denken\" target=\"_blank\">Denken<\/a> und Sprechen? Auf F\u00e4kalausdr\u00fccke sollten wir als spirituelle Aspiranten g\u00e4nzlich verzichten, auch wenn das in unserer heutigen Zeit weit verbreitet ist. Es gibt keinen Grund, warum wir F\u00e4kalien in den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mund\" target=\"_blank\">Mund<\/a> nehmen sollten &#8211; das ist unhygienisch und tamasig. Unser Geist nimmt die Form dessen an, woran er denkt. Das pr\u00e4gt unser Unterbewusstsein und unsere Befindlichkeit. Wenn unser Denken und Sprechen von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> und Verst\u00e4ndnis gepr\u00e4gt sind, entwickeln wir ein ganz anderes Lebensgef\u00fchl, eine ganz andere Einstellung uns selbst und anderen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Oft gehen wir mit Worten bzw. Wortgedanken sehr kritisch mit uns selbst um.<\/p>\n<p>Ein <strong>praktisches Beispiel<\/strong>:<\/p>\n<p>Als spiritueller Aspirant arbeiten wir zum Beispiel daran, weniger \u00e4rgerlich zu werden. Also nehmen wir uns vor, k\u00fcnftig liebevoll und verst\u00e4ndnisvoll zu reagieren. Das gelingt aber nicht sofort und nicht immer. Dann <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/\u00c4rger\" target=\"_blank\">\u00e4rgern<\/a> wir uns nicht nur \u00fcber jemand anders oder \u00fcber eine Situation, sondern auch noch dar\u00fcber, dass wir uns \u00e4rgern und machen uns deswegen Vorw\u00fcrfe. Die Aussage, \u201eLiebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u201c, impliziert aber, \u201eliebe auch dich selbst\u201c. \u2013 Die Folge ist, wir \u00e4rgern uns \u00fcber den Anderen, wir \u00e4rgern uns \u00fcber uns selbst, dass wir uns \u00e4rgern und wir \u00e4rgern uns noch dazu dar\u00fcber, dass wir auf uns selbst \u00e4rgerlich sind und nicht freundlich mit uns <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">selbst<\/a> umgehen. \u2013 Diese Schleife kann man endlos weiterf\u00fchren und kommt so immer mehr in rajasige und tamasige Gedankenstr\u00f6me.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, damit umzugehen, gibt uns <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a>, indem er sagt, letztlich ist alles nur ein Spiel der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guna\" target=\"_blank\">Gunas<\/a>. Wir k\u00f6nnen immer wieder die Beobachterposition einnehmen und registrieren: Nicht \u201eich\u201c bin \u00e4rgerlich sondern ein Teil meines Geistes ist jetzt etwas rajasiger als sonst. Dieser Teil von mir ist jetzt gerade \u00e4rgerlich. Es ist aber nicht die einzige Seite in mir, sondern daneben gibt es noch viele andere mit einer anderen Zusammensetzung der Gunas. Man kann den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/\u00c4rger\" target=\"_blank\">\u00c4rger<\/a> in sich beobachten und gleichzeitig andere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchle<\/a> wahrnehmen, die auch da sind, zum Beispiel Verst\u00e4ndnis und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mitgef\u00fchl\" target=\"_blank\">Mitgef\u00fchl<\/a> f\u00fcr den anderen, \u00fcber den man sich \u00e4rgert. Und dann kann man selbstbestimmt \u00fcberlegen, will ich lieber der \u00e4rgerlichen Seite die Oberhand geben oder will ich die mitf\u00fchlende Seite st\u00e4rker zum Ausdruck bringen. &#8211;<\/p>\n<p>Abgesehen davon: Ein bisschen \u00c4rger muss auch nicht schlecht sein, je nachdem, worum es geht: Vielleicht ist es ein sattwiger \u00c4rger im Sinne von gerechtem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zorn\" target=\"_blank\">Zorn<\/a>, wie wir oben gesehen haben. Vielleicht hat sich jemand nicht an Vereinbarungen gehalten, vielleicht sch\u00e4digt mich etwas potentiell. Der \u00c4rger macht mich darauf aufmerksam und aktiviert mich, etwas zu tun.<\/p>\n<p>Oder es kann ein rajasiger \u00c4rger sein: Ich hatte einen bestimmten Wunsch, etwas ist nicht so gelaufen, wie ich es gern h\u00e4tte und jetzt f\u00fchle ich mich in meinem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbstwertgef\u00fchl\" target=\"_blank\">Selbstwertgef\u00fchl<\/a> gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbung<\/strong>: \u00dcberlege, wann du dich das letzte Mal \u00fcber jemanden bzw. etwas ge\u00e4rgert hast. Dann finde den Grund heraus, warum dieser \u00c4rger seine Berechtigung hatte. Als n\u00e4chstes stelle dir vor, wie die Sache sich aus der Sicht des anderen Menschen darstellt und finde seine Berechtigung heraus, warum er so gehandelt hat. Nachdem du beides anerkannt hast, \u00fcberlege, welches <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ziel\" target=\"_blank\">Ziel<\/a> du erreichen willst und wie du im Hinblick auf dieses \u00fcbergeordnetes Ziel mit den unterschiedlichen Tendenzen in dir geschickt umgehen k\u00f6nntest.<\/p>\n<p><strong>Praxisbeispiel<\/strong>: Du legst Wert auf sattwige Ern\u00e4hrung, aber deine Familie unterst\u00fctzt das nicht. Dein Mann gibt den Kindern Cola und Schokolade. Du \u00e4rgerst dich dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Der erste Schritt ist, diesen \u00c4rger zu analysieren: Er zeigt, dass dir das Wohl deiner Kinder und deines Mannes am Herzen liegt, denn du m\u00f6chtest, dass sie sich gesund ern\u00e4hren. Es ist also ein sattwiger \u00c4rger, denn etwas, was dir wichtig ist und was objektiv gut ist, wird nicht geachtet. Da es der Sache nicht f\u00f6rderlich ist, dauernd nur zu schimpfen, kannst du im zweiten Schritt versuchen zu sehen, auch dein Mann meint es irgendwie gut. Er will, dass die Kinder sich wohl f\u00fchlen; er will eine gute <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Beziehung\" target=\"_blank\">Beziehung<\/a> zu den Kindern aufbauen und das geht wahrscheinlich leicht, indem er ihnen verbotene Sachen gibt. Und vermutlich wird er auch denken, so schlimm ist es auch nicht, wenn die <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\" target=\"_blank\">Kinder<\/a> Schokolade essen. Jetzt wei\u00dft du also, ihr habt unterschiedliche Bewertungen und als dritten Schritt kannst du \u00fcberlegen, wie du einen gesunden Kompromiss finden kannst. Wie man das macht und wie er aussehen kann, ist nat\u00fcrlich individuell verschieden. Euch beiden liegt das Wohl der Kinder am <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\">Herzen<\/a>. Vielleicht k\u00f6nnt ihr gemeinsam \u00fcberlegen, wie ihr das Wohl der Kinder f\u00f6rdern k\u00f6nnt. Sicher muss man in solchen Situationen immer wieder Kompromisse schlie\u00dfen. Vielleicht verst\u00f6\u00dft der Partner immer wieder gegen die vereinbarten Kompromisse und du wirst immer wieder \u00e4rgerlich werden. Du wirst aber anerkennen k\u00f6nnen, dass dein \u00c4rger seine Berechtigung hat, dass dein Mann mit seiner Weise auch eine Berechtigung hat und dass das neue Aushandeln von Kompromissen auch seine Berechtigung hat, im Sinne des \u00fcbergeordneten Ziels des Wohles der Kinder.<\/p>\n<p>Selbst wenn sich faktisch nicht so viel ge\u00e4ndert hat, hat man etwas dabei gelernt. Vielleicht, Kompromisse zu schlie\u00dfen. Vielleicht, dass man in den seltensten F\u00e4llen jemanden \u00fcberzeugt, wenn man die missionarische Keule schwingt. Wenn ein Partner pl\u00f6tzlich neue Werte hat, wirkt das bedrohlich auf die Beziehung. Der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Partner\" target=\"_blank\">Partner<\/a> f\u00fchlt sich angegriffen und reagiert mit einer der drei m\u00f6glichen Reflexreaktionen: <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Flucht\" target=\"_blank\">Flucht<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kampf\" target=\"_blank\">Kampf<\/a> oder Totstellen. Vielleicht lernt man, immer mehr eine innere Einstellung zu erzeugen, die von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verst\u00e4ndnis\" target=\"_blank\">Verst\u00e4ndnis<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> gepr\u00e4gt ist, Empathie, Mitf\u00fchlen, sich in andere hinein zu versetzen, und so w\u00e4chst man in der Liebe und in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spiritualit\u00e4t\" target=\"_blank\">Spiritualit\u00e4t<\/a>, w\u00e4hrend man sich auf der relativen Ebene mit gewissen Dingen abfinden muss.<\/p>\n<p>Zusammenfassend also:<\/p>\n<p>Der <strong>1. Schritt<\/strong> ist, zu erkennen, meine Emotionen haben ihren Sinn und ihre Funktion, selbst wenn sie etwas tamasig oder rajasig sein sollten.<\/p>\n<p>Der <strong>2. Schritt<\/strong> ist, zu akzeptieren, dass auch die Emotionen oder Reaktionen des anderen ihre Berechtigung haben und aus seiner Sicht sinnvoll sind, auch wenn ich anderer Meinung bin.<\/p>\n<p>Der <strong>3. Schritt<\/strong> ist, konstruktiv zu \u00fcberlegen, welches gemeinsame Ziel haben wir und wie k\u00f6nnen wir diesem Ziel gemeinsam dienen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattva\">Sattwa<\/a><strong> erh\u00f6hen durch Gestaltung der \u00e4u\u00dferen Umgebung<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat auch unsere Umgebung Einfluss auf Sattwa, Rajas und Tamas. Ein einfaches Beispiel sind die Farben, mit denen wir uns umgeben; wie wir uns kleiden, welche Bilder wir in der Wohnung haben usw., all das hat eine bestimmte Wirkung.<\/p>\n<p>Manchmal kann es daher eine gute Strategie sein, etwas in seinem Zimmer zu \u00e4ndern. Das ist zwar eine materialistische Strategie, wie sie im Westen sehr stark verbreitet ist und normalerweise hei\u00dft es im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a>, wir \u00e4ndern uns und unsere Sichtweise und wir versuchen nicht, die \u00e4u\u00dfere Umgebung so weit zu ver\u00e4ndern, dass sie uns gl\u00fccklich macht. Zum Beispiel haben Menschen fr\u00fcher etwas gekauft, weil sie es gebraucht haben; in einer sp\u00e4teren Phase, um andere zu beeindrucken; inzwischen kaufen Menschen etwas wegen des Feelings, ihres Lebensgef\u00fchls. Oder man l\u00e4sst sich eine neue Frisur machen oder f\u00e4rbt die Haare. Menschen im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\" target=\"_blank\">Ashram<\/a> schneiden manchmal die Haare ganz ab, das ist dann oft ein \u00e4u\u00dferes Zeichen f\u00fcr eine innere Ver\u00e4nderung oder Vors\u00e4tze, etwas im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Man kann \u00e4u\u00dfere Ver\u00e4nderungen als Unterst\u00fctzung nutzen, man muss sich nur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusst\" target=\"_blank\">bewusst<\/a> sein, es kommt nicht wirklich auf die \u00e4u\u00dfere Ver\u00e4nderung an und man sollte sich nicht zu sehr auf materialistische Sachen konzentrieren. Aber vielen Menschen hilft es zum Beispiel, mal gr\u00fcndlich zu putzen, den Speicher zu entr\u00fcmpeln, die Wohnung neu zu streichen. Und wenn man schon neu streicht oder aufr\u00e4umt, kann man das unter dem Gesichtspunkt des Sattwigen machen &#8211; ohne die Menschen, mit denen man zusammen lebt, vor den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kopf\" target=\"_blank\">Kopf<\/a> zu sto\u00dfen. Also zum Beispiel\u00a0 das Lieblingsbild seines Partners wegzuwerfen,\u00a0 weil man meint, das sei nicht sattwig genug, w\u00fcrde zu mehr emotionalen Problemen f\u00fchren als der potentielle <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattwa\" target=\"_blank\">Sattwa<\/a>\u2013Gewinn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind also immer alle drei Kr\u00e4fte im Menschen vorhanden und alle drei haben ihren Sinn. Mal herrscht die eine vor und mal die andere, w\u00e4hrend die anderen beiden weniger stark sind.\u00a0 Sie sind nicht verschwunden, sondern in dem Moment nicht so im Vordergrund. 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