{"id":2253,"date":"2009-09-22T20:00:19","date_gmt":"2009-09-22T18:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=2253"},"modified":"2016-04-09T16:32:58","modified_gmt":"2016-04-09T14:32:58","slug":"13-08-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/13-08-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"13-08 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gleichg\u00fcltigkeit\" target=\"_blank\">Gleichg\u00fcltigkeit<\/a> gegen\u00fcber den Sinnesobjekten &#8211; Vairagyam, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Entsagung\" target=\"_blank\">Entsagung<\/a>, Nichtanhaften, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gelassenheit\" target=\"_blank\">Gelassenheit<\/a> beinhaltet: Es ist nicht so erheblich, ob es regnet oder die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sonne\" target=\"_blank\">Sonne<\/a> scheint, ob das Essen gut ist oder schlecht, ob die Wohnung sehr sch\u00f6n ist oder weniger sch\u00f6n.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vairagya\" target=\"_blank\">Vairagya<\/a> hei\u00dft Nichtanhaften, Entsagung. Das hei\u00dft nicht, dass wir nichts besitzen oder nichts genie\u00dfen d\u00fcrfen. Auch die gr\u00f6\u00dften <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a> richten ihr Zimmer ein und k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sch\u00f6nheit\" target=\"_blank\">Sch\u00f6nheit<\/a> genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wenn man <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/swami-vishnu-devananda\/\" target=\"_blank\">Swami Vishnu<\/a> fragte, was er gerne h\u00e4tte, hat er gesagt, was er wollte. Aber wenn es nicht so war, wie es h\u00e4tte sein sollen, hat ihm das auch nichts ausgemacht. Wie er Sch\u00fcler behandelte, die seine Instruktionen nicht beachteten oder nicht ausreichend gut ausgef\u00fchrt hatten, hing weniger davon ab, wie wichtig ihm die Sache war. Es hing sehr viel mehr davon ab, mit wem er gesprochen hatte. Wenn es ein Sch\u00fcler war, der nachl\u00e4ssig und eher <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamasig\" target=\"_blank\">tamasig<\/a> war, hat er manchmal so getan, als ob er sehr entt\u00e4uscht war oder sich sogar ge\u00e4rgert hat. Jemand, der sich sehr bem\u00fchte, aber etwas sch\u00fcchtern war, wurde von ihm extrem liebevoll behandelt, wenn etwas schief gegangen war. Auf einer Tour durch verschiedene Yoga-Zentren hat er manchmal auf dem Fu\u00dfboden in einem Yogaraum geschlafen. Manchmal wurde er in einem First-Class Hotel untergebracht. Welche W\u00fcnsche er \u00e4u\u00dferte und wie stark er darauf bestand, hing letztendlich vom Sch\u00fcler ab. Einmal gab es einen Zentrumsleiter, der sich sagte: \u201eWas sollen wir uns <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gedanke\" target=\"_blank\">Gedanken<\/a> machen, wie wir Swami Vishnu unterbringen \u2013 Swami Vishnu ist doch ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a> und \u00fcberall zufrieden.\u201c Er hat ihn dann sehr lieblos untergebracht. Swami Vishnu hat darauf scheinbar \u00e4rgerlich reagiert: \u201eSo sch\u00e4tzt du mich, dass du mich da unterbringst und dir noch nicht einmal vorher das Zimmer ansiehst, ob es etwas taugt. Ich will jetzt sofort ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wirklich\" target=\"_blank\">wirklich<\/a> gutes Zimmer.\u201c Der Sch\u00fcler hatte damit seine Lektion gelernt und war das n\u00e4chste Mal achtsamer. Ein anderer Sch\u00fcler hatte ein Zimmer reserviert und es sich angesehen. Dann hat das Hotel die Reservierung storniert, sodass Swami Vishnu ganz woanders unterkommen musste. Es war fast eine Kaschemme, es gab nichts anderes. Dem Sch\u00fcler war das sehr peinlich. Daraufhin sagte Swami Vishnu: \u201eMach dir keine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sorgen\" target=\"_blank\">Sorgen<\/a>, was spielt der Raum f\u00fcr eine Rolle\u201c, und war der gl\u00fccklichste <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a> der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a>.<\/p>\n<p>Oder einmal sollte Swami Vishnu abgeholt werden. Eine Sch\u00fclerin hatte darum gebeten, dass sie ihn abholen d\u00fcrfte. Sie hatte vor, ihn mit ihrer klapprigen, lauten und stinkenten Ente abzuholen. Wir wollten das Swami Vishnu nicht zumuten. Als Swami Vishnu ankam, war das erste, was ich fragte, ob er lieber mit dem Auto von der Sch\u00fclerin fahren wollte oder mit dem Taxi, was schon bereit stand. Swami Vishnu sagte: \u201eDas Auto von der Sch\u00fclerin \u201eis more spiritual\u201c \u2013 er sp\u00fcrte, wie viel es der Sch\u00fclerin bedeutete, ihren Meister in ihrem Auto kutschieren zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Wenn die Sch\u00fcler nachl\u00e4ssig waren, konnte er auch so tun, als ob ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wunsch\" target=\"_blank\">Wunsch<\/a> sehr wichtig w\u00e4re. Erst nachher merkte man, dass er nicht daran hing. Einmal kam Swami Vishnu zu Besuch in ein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/center\/\" target=\"_blank\">Center<\/a>, das ich leitete. Vorher fragte ich seine Sekret\u00e4rin, was ich ihm besonders <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a> tun k\u00f6nnte. Sie sagte, dass Swami Vishnu gerne Iddli (flache, dampfende Reiskuchen), Vada und Masala Dosha essen w\u00fcrde. Ich hatte diese Worte noch nie in meinem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> geh\u00f6rt. Damals gab es noch kein Internet, um nachzuforschen. Das sagte ich ihr. Sie sagte mir daraufhin, ich k\u00f6nne auch etwas anderes <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben\/kochkurs\/\" target=\"_blank\">kochen<\/a>. Ein paar Stunden sp\u00e4ter kam der Anruf: \u201eSwamiji besteht darauf, Idli, Vada und Masala Dosha zu essen.\u201c Daraufhin haben wir in indischen Restaurants nachgefragt und keiner hatte damals eine Ahnung. Es waren nordindische oder pakistanische Restaurants. Swami Vishnu wollte s\u00fcdindische Spezialit\u00e4ten. Es gab noch so viel anderes f\u00fcr Swami Vishnus Besuch vorzubereiten, f\u00fcr seinen Vortrag, sein Seminar, Unterkunftm\u00f6glichkeiten und Abholungen von allen, die daf\u00fcr kommen wollten, f\u00fcr seine Reisebegleiter etc. Und jetzt musste ich mich um Idlis und Vadas k\u00fcmmern\u2026 Eine meiner 3 Mitarbeiterinnen bekam dann als Hauptaufgabe, alles daf\u00fcr zu tun, damit Swamiji seine Idlis haben konnte. Es war fast surreal. Die Mitarbeiterin telefonierte einen ganzen Morgen, machte eine Inderin ausfindig, ging in diverse indische L\u00e4den, um die Zutaten zu finden. Die Inderin bereitete alles zu. Wann immer ich seitdem nach Indien komme und Iddlis, Vada oder Masala Dosha esse, denke ich immer an Swami Vishnu. Das ist wie ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dienst\" target=\"_blank\">Dienst<\/a> an Swami Vishnu. Wenn ich Iddlis esse, ist das f\u00fcr mich eine tief spirituelle <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handlung\" target=\"_blank\">Handlung<\/a> und ich f\u00fchle mich Swami Vishnu sehr verbunden. Er hat dann die Speisen gegessen und es hat ihm offensichtlich viel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vergn\u00fcgen\" target=\"_blank\">Vergn\u00fcgen<\/a> bereitet. Wir haben ihn gefragt, ob wir das am n\u00e4chsten Tag noch einmal zubereiten sollen und er sagte: \u201eWenn ihr wollt. You know it doesn\u2019t really matter.\u201c Wir bereiteten es ihm am n\u00e4chsten Tag noch einmal zu. Als er merkte, dass wir so viel <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_liebe.html\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> hineingesteckt haben, hat er so getan, als ob es ihm sehr gut schmeckte, aber im Grunde genommen war es ihm egal. An den n\u00e4chsten Tagen hat er gesagt, wir sollen ihm das geben, was wir auch essen.<\/p>\n<p>Indriyathesu vairagyam \u2013 Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den Sinnesobjekten<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen unsere W\u00fcnsche und Vorlieben haben, aber wir sollen nicht daran h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>\u201eDas Fehlen von \u00dcberheblichkeit, Erkennen von (oder die Reflexion \u00fcber) <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/schuld-und-leid\/\" target=\"_blank\">Leid<\/a> in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geburt\" target=\"_blank\">Geburt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/tod\/\" target=\"_blank\">Tod<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Alter\" target=\"_blank\">Alter<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krankheit\" target=\"_blank\">Krankheit<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Schmerz\" target=\"_blank\">Schmerz<\/a>.\u201c<\/p>\n<p>Auch das sind Mittel, mit denen du Vairagyam entwickeln kannst. Manche Menschen denken, Leben ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vergn\u00fcgen\" target=\"_blank\">Vergn\u00fcgen<\/a>. Das kann man so lange <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Denken\" target=\"_blank\">denken<\/a>, wie das Leben sch\u00f6n ist. Wenn ein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/kind.html\" target=\"_blank\">Kind<\/a> oder der Partner schwer krank ist, wenn die Eltern dahin siechen, wenn ein Unternehmen pleite gegangen ist, wenn man den Arbeitsplatz verloren hat, wenn man einen schweren Unfall gebaut hat, merkt man, dass das Leben doch nicht so sch\u00f6n ist, zumindest nicht dauerhaft. Ich kenne eine Reihe von Menschen, die viel dar\u00fcber erz\u00e4hlen, dass man das Leben genie\u00dfen soll und dass das Leben so toll ist. Irgendwann machen sie eine dieser traumatischen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/erfahrungen\/\" target=\"_blank\">Erfahrungen<\/a>, so dass das Genie\u00dfen pl\u00f6tzlich vorbei ist: Kind gestorben, Frau hat Krebs, man verliert das Augenlicht. Ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogi<\/a> kann das Leben durchaus auch genie\u00dfen, z.B. im Sinne von diesem barocken Lebensgef\u00fchl: lasst uns genie\u00dfen, was das Leben bringt, morgen kann es vorbei sein. Wenn die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sonne\" target=\"_blank\">Sonne<\/a> da ist, genie\u00dfen wir jetzt die Sonne, aber wir haften nicht daran, weil wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wissen\" target=\"_blank\">wissen<\/a>, dass es morgen schon regnen kann. Vielleicht sagen die Wetterberichte, dass es sch\u00f6n bleibt und jeden Tag w\u00e4rmer wird. Aber vielleicht wird es in einer Woche wieder anders. Und nicht immer folgt das Wetter dem Wetterbericht. Solange wir etwas Sch\u00f6nes haben, k\u00f6nnen wir es mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dankbarkeit\" target=\"_blank\">Dankbarkeit<\/a> genie\u00dfen. Aber wir wissen im Hintergrund immer, dass es schnell vorbei sein kann. Dar\u00fcber nachzudenken ist eine gro\u00dfe Hilfe auf dem spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a>.<\/p>\n<p>Indem man dient, z.B. in spirituellen Institutionen, hilft man sich zu \u00f6ffnen, sodass die Lehre flie\u00dfen kann. Das ist auch ein Grund, weshalb 45 Minuten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Karma_Yoga\" target=\"_blank\">Karma Yoga<\/a> ein Teil der Ausbildungen bei <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\" target=\"_blank\">Yoga Vidya<\/a> sind. Indem man mehr gibt als nur Geld, in der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/\" target=\"_blank\">Gemeinschaft<\/a> jeden Tag etwas mithilft, \u00f6ffnet man die Kan\u00e4le und der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> stimmt sich ein, das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wissen\" target=\"_blank\">Wissen<\/a> kann besser flie\u00dfen. Deshalb verteilen wir auch am Ende von Seminaren die Brosch\u00fcrentaschen. Das hat sich als sehr effektiv erwiesen, da es inzwischen einer der Hauptgr\u00fcnde ist, weshalb neue Sch\u00fcler hierher kommen. Es ist aber auch hilfreich f\u00fcr den, der nach Hause geht. Er hat etwas Wertvolles bekommen. Er hat <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geld\" target=\"_blank\">Geld<\/a> gegeben, ein bisschen geholfen, aber es ist mehr als das. Damit es Fr\u00fcchte tr\u00e4gt, gilt es, dass man nach den Seminaren oder Ausbildungen auch weiter dient. Nicht umsonst hat man fr\u00fcher, wenn man zum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guru\" target=\"_blank\">Guru<\/a> gekommen ist, erst einmal die Anfangsgabe gegeben, w\u00e4hrend der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> dient man dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a> und zum Schluss gibt man auch wieder eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gabe\" target=\"_blank\">Gabe<\/a>. So kann das Wissen, das man empfangen hat, besser gedeihen.<\/p>\n<p>Mit dem Verteilen der Brosch\u00fcren hilft man, dass sich dieses Wissen weiter entwickeln kann. Wenn man anschlie\u00dfend <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a> unterrichtet, auch wenn man es gegen Bezahlung macht, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder um die n\u00e4chste Weiterbildung davon zu finanzieren, sollte man das als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dienst\" target=\"_blank\">Dienst<\/a> sehen. Man unterrichtet, um zu dienen: dem Menschen zu dienen, dem Meister zu dienen, in dessen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/\" target=\"_blank\">Tradition<\/a> man gelernt hat. Und dieser Dienst am Meister ist hilfreich. Damit \u00f6ffnet man sich und das hilft, dass Wissen entstehen kann.<\/p>\n<p>All das, was <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> jetzt sagt, bedeutet: \u201eWie kann ich auf eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Weise\" target=\"_blank\">Weise<\/a> dienen, dass das Wissen in mir entstehen kann?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNichtverhaftung, Nichtidentifikation des Selbst mit Sohn\/Tochter, Frau\/Mann, Heim und allem anderen und st\u00e4ndige <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gelassenheit\" target=\"_blank\">Gelassenheit<\/a>.\u201c<\/p>\n<p>Folgende Dinge sind im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jnana_Yoga\" target=\"_blank\">Jnana Yoga<\/a> wichtig, um <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_vairagya.html\" target=\"_blank\">Vairagya<\/a> (Nichtanhaften) zu entwickeln: das Entwickeln von Nichtanhaften an Sinnesobjekten; \u201eFehlen von \u00dcberheblichkeit\u201c &#8211; \u00dcberheblichkeit ist f\u00fcr Jnana <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogis<\/a> oft ein Problem. Das entdecke ich immer wieder. Wenn Menschen reine Jnana Yogis sind, schauen sie auf die Primitivlinge herunter, die dieses <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> unn\u00f6tig kompliziert machen, die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Luft\" target=\"_blank\">Luft<\/a> anhalten, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Mantras.html\" target=\"_blank\">Mantras<\/a> singen, meditieren, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminare\/interessengebiet\/indische-schriften\/\" target=\"_blank\">Schriften<\/a> lesen. Da das alles nicht so einfach ist, sagen die Jnana Yogis: \u201eFrage \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wer_bin_ich\" target=\"_blank\">Wer bin ich<\/a>\u201c, erkenne dein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">Selbst<\/a> und sei frei.\u201c Manche Jnana Yogis entwickeln dabei eine \u00dcberheblichkeit, die eine gro\u00dfe Schwierigkeit ist. Deshalb erw\u00e4hnt Krishna dieses \u201eFehlen von \u00dcberheblichkeit\u201c gerade da, wo es um den Jnana Yoga Aspekt geht. \u201eAbwesenheit von \u00dcberheblichkeit\u201c, \u201eNachdenken \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/schuld-und-leid.html\" target=\"_blank\">Leiden<\/a>\u201c, Nichtverhaftung (<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashakti\" target=\"_blank\">Ashakti<\/a>) erw\u00e4hnt er noch einmal. Nichtidentifikation: Wir identifizieren uns mit unseren Kindern, mit \u201emeinem\u201c Kind, \u201emeinem\u201c Mann, \u201emeiner\u201c Frau, mit Lebensgef\u00e4hrten und Lebensgef\u00e4hrtin\u2026. Nat\u00fcrlich hat man besondere <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgaben<\/a> gegen\u00fcber den Kindern, denen man bei der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/\" target=\"_blank\">Reinkarnation<\/a> geholfen hat, jedoch \u201egeh\u00f6ren\u201c sie einem nicht, es sind eigenst\u00e4ndige <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a>. Sie sind mit ihrem eigenen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a>, ihrem eigenen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a>, ihrer eigenen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pers\u00f6nlichkeit\" target=\"_blank\">Pers\u00f6nlichkeit<\/a> auf die Welt gekommen und haben ihre eigenen Aufgaben. Das zu respektieren, ist wichtig, aber auch zu wissen, dass man ein bestimmtes <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/karma-gesetz\/4-karma-gesetz-der-evolution\/dharma-und-karma\/\" target=\"_blank\">Dharma<\/a>, eine bestimmte Verpflichtung gegen\u00fcber den eigenen Kindern und nat\u00fcrlich auch gegen\u00fcber dem eigenen Ehemann und der Ehefrau hat.<\/p>\n<p>Deshalb hei\u00dft Nichtanhaftung nicht, dass man wild fremdgehen oder sich sexuelle Freiheiten nehmen kann. Das ist eine Behauptung, mit der Yogis manchmal konfrontiert werden. Nur weil es hei\u00dft, \u201eich hafte nicht an&#8230;\u201c, sollte man nicht meinen, dass man deshalb eine offene <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Beziehung\" target=\"_blank\">Beziehung<\/a> leben kann. Das ist keinesfalls damit gemeint. Diese Art von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sexualit\u00e4t\" target=\"_blank\">Sexualit\u00e4t<\/a> zu leben, findet man in keiner klassischen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spiritualit\u00e4t\" target=\"_blank\">Spiritualit\u00e4t<\/a>. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahmacharya\" target=\"_blank\">Brahmacharya<\/a> meint auch die Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten und besonders auch die Einhaltung von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Treue\" target=\"_blank\">Treue<\/a>. \u201eNichtanhaften\u201c hei\u00dft, dass man sich nicht \u00fcber den Partner identifiziert. Das bedeutet aber nicht, dass man sich einfach einen anderen Partner sucht, wenn der eigene Partner nicht das tut, was man will. Aus der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Identifikation\" target=\"_blank\">Identifikation<\/a> heraus kommen dann oft die n\u00e4chsten Schritte. Nat\u00fcrlich sind das alles hohe Ideale. Es ist aber gut, die Ideale hochzuhalten. Denn auch mit Heim, Wohnung, Haus und im weiteren Sinne dort, wo das Haus steht, der Ort, die Region, die Religion &#8211; mit was auch immer wir uns identifizieren k\u00f6nnten &#8211; wir sollten uns nicht identifizieren und wir sollten auch nicht daran verhaftet sein.<\/p>\n<p>\u201e\u2026sama-chittatvam\u201c (st\u00e4ndige <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gelassenheit\" target=\"_blank\">Gelassenheit<\/a> im Geist), gleichviel ob das Erw\u00fcnschte oder Unerw\u00fcnschte eintritt\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den Sinnesobjekten &#8211; Vairagyam, Entsagung, Nichtanhaften, Gelassenheit beinhaltet: Es ist nicht so erheblich, ob es regnet oder die Sonne scheint, ob das Essen gut ist oder schlecht, ob die Wohnung sehr sch\u00f6n ist oder weniger sch\u00f6n. Vairagya hei\u00dft Nichtanhaften, Entsagung. Das hei\u00dft nicht, dass &hellip; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/13-08-kommentar-sukadev\/\" class=\"more-link\"><span class=\"morelink-icon\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[578,28],"class_list":["post-2253","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-13-kapitel","tag-13-kapitel-8-vers","tag-kommentar-sukadev"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2253"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20639,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2253\/revisions\/20639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}