{"id":1821,"date":"2010-02-05T20:00:20","date_gmt":"2010-02-05T19:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=1821"},"modified":"2016-03-26T09:31:09","modified_gmt":"2016-03-26T08:31:09","slug":"10-23-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/10-23-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"10-23 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Ich will in meinem Kommentar davon absehen, die indische Mythologie zu genau zu erl\u00e4utern. Das macht <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\">Sivananda<\/a> in seinem Kommentar zur <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> sehr gut. Du kannst auch im Internet nach diesen Namen suchen und wirst, sofern du Englisch kannst, eine Menge Erl\u00e4uterungen finden. Ich will mehr auf die \u00fcbertragene, die psychologische und spirituelle Bedeutung eingehen.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rudra\" target=\"_blank\">Rudras<\/a><\/strong>: Das sind die Engelswesen, welche Aufl\u00f6sung und Zerst\u00f6rung symbolisieren. Damit etwas Neues entstehen kann, muss das Alte vergehen. Damit eine Bl\u00fcte entstehen kann, muss die Knospe zerst\u00f6rt werden. Damit ein Same entstehen kann, muss die Bl\u00fcte zerst\u00f6rt werden. Und damit eine neue Pflanze entsteht, muss der Same aufgebrochen werden. So ist das ganze <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Universum\" target=\"_blank\">Universum<\/a> in best\u00e4ndiger Ver\u00e4nderung. Es ist ein Tanz des Entstehens und des Aufl\u00f6sens. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Shankara\" target=\"_blank\">Shankara<\/a> hei\u00dft w\u00f6rtlich \u201eWohlt\u00e4ter\u201c. Unter diesen Rudras, den Ver\u00e4nderungen, Shankara, den Wohlt\u00e4ter zu sehen, hei\u00dft Gottes Gegenwart zu erfahren.<\/p>\n<p>Die <strong><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yaksha\" target=\"_blank\">Yakshas<\/a><\/strong> und <strong><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rakshasa\" target=\"_blank\">Rakshasas<\/a><\/strong> sind in der indischen Mythologie sogenannte Halbg\u00f6tter oder niedere Engelswesen. Sie werden auch als Naturgeister bezeichnet und symbolisieren diverse menschliche Bestrebungen, welche an sich weder gut noch schlecht sind, sondern zum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Guten<\/a> oder zum B\u00f6sen eingesetzt werden k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kubera\" target=\"_blank\">Kubera<\/a> ist der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a>, Halbgott bzw. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/leben-nach-dem-tod\/engel-und-geister.html\" target=\"_blank\">Engel<\/a> des Reichtums. Das ist vermutlich heutzutage besonders aktuell. In der heutigen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> wird das Geld fast religi\u00f6s verehrt. In fr\u00fcheren Zeiten waren die Kirchen die h\u00f6chsten Geb\u00e4ude, die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Priester\" target=\"_blank\">Priester<\/a> die am besten Gekleideten, f\u00fcr die Kirche hat man sich am besten angezogen, Priester wurden am meisten f\u00fcr wichtige Fragen konsultiert. Heutzutage sind Bankgeb\u00e4ude die gr\u00f6\u00dften Geb\u00e4ude (oder Konzernzentralen), herrscht in Banken die strengste Kleiderordnung. F\u00fcr das Gespr\u00e4ch beim Kreditvergeber ziehen Menschen ihre beste Kleidung an. Bankr\u00e4ume gebieten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ehrfurcht\" target=\"_blank\">Ehrfurcht<\/a>. Banker und Wirtschafts-\u201eWeise\u201c werden mit am h\u00e4ufigsten in den Nachrichten und zur aktuellen nationalen Lage befragt\u2026 So kann man beim Studium von wirtschaftlichen Zusammenh\u00e4ngen in gro\u00dfes Staunen kommen. Viele <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> streben mit einer solchen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hingabe\" target=\"_blank\">Hingabe<\/a> danach, ihr Geld zu vermehren, als ob sie damit die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Unsterblichkeit\" target=\"_blank\">Unsterblichkeit<\/a> erreichen k\u00f6nnten. In Amerika, dem Hauptland des Kapitalismus, wird den Schwerreichen eine gro\u00dfe <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ehrerbietung\" target=\"_blank\">Ehrerbietung<\/a> dargebracht. Man kann in der F\u00e4higkeit des Menschen, durch geschicktes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handeln\" target=\"_blank\">Handeln<\/a> in wenigen Jahren ein riesiges Verm\u00f6gen anzuh\u00e4ufen, durchaus etwas Bewundernswertes sehen, etwas G\u00f6ttliches. Auf gewisse Weise ist die F\u00e4higkeit des Menschen, \u00fcber das Normalma\u00df hinauszuwachsen, eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manifestation\" target=\"_blank\">Manifestation<\/a> von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vibhuti\" target=\"_blank\">Vibhuti<\/a>, g\u00f6ttlicher Gr\u00f6\u00dfe. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> nennt jetzt aber nicht irgendwelche Reichen, sondern eben <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kubera\" target=\"_blank\">Kubera<\/a>, den Gott des Reichtums. Das kann\u00a0 man auf verschiedene Weisen interpretieren:<\/p>\n<p>Man soll nie auf sein eigenes Geld stolz sein \u2013 auch ein selbst angeh\u00e4uftes Verm\u00f6gen beruht zum gro\u00dfen Teil auf \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gl\u00fcck\" target=\"_blank\">Gl\u00fcck<\/a>\u201c und nicht nur eigener Anstrengung. Noch mehr gilt das f\u00fcr ererbten Reichtum.<\/p>\n<p>Alle Reicht\u00fcmer geh\u00f6ren letztlich nur Gott. Was wir haben, sind nur Leihgaben, die wir f\u00fcr eine beschr\u00e4nkte Zeit erhalten.<\/p>\n<p>Mit diesen Leihgaben gilt es, geschickt umzugehen und sie zum Wohle aller zu nutzen.<\/p>\n<p>Wenn er Geld als Leihgabe ansieht und zum Wohle aller einsetzt, kann auch ein Reicher zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verwirklichung\" target=\"_blank\">Verwirklichung<\/a> kommen.<\/p>\n<p>Die Einstellung, dass alle Gaben von Gott kommen und jederzeit wieder genommen werden k\u00f6nnen, hilft, die g\u00f6ttliche Gegenwart \u00fcberall zu sp\u00fcren, auf dem Teppich zu bleiben, dem\u00fctig zu sein.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Unter den Vasus bin ich das Feuer<\/strong>\u201c: Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vasu\" target=\"_blank\">Vasus<\/a> symbolisieren die verschiedenen Bestrebungen des Menschen. \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Feuer\" target=\"_blank\">Feuer<\/a>\u201c symbolisiert <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Enthusiasmus\" target=\"_blank\">Enthusiasmus<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mut\" target=\"_blank\">Mut<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Energie\" target=\"_blank\">Energie<\/a>, die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Begeisterung\" target=\"_blank\">Begeisterung<\/a> sich ganz f\u00fcr etwas <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a>, Gro\u00dfartiges einzusetzen. Werde dir bewusst: Wer in deiner N\u00e4he hat dieses Feuer? Nimm dir ein paar Momente, das als g\u00f6ttliche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> zu w\u00fcrdigen. Dann werde dir bewusst: Dieses Feuer gibt es auch in dir. Frage dich: K\u00f6nnte ich dieses Feuer in mir nicht st\u00e4rker werden lassen? Viele Menschen geben sich mit Halbherzigkeiten zufrieden. Hermann Gmeiner hat einmal gesagt: \u201eAlles Gute in dieser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> kommt, weil jemand mehr macht, als er muss.\u201c Das, was du mehr an Enthusiasmus, an innerem Feuer hast, kann dein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> faszinierender machen. Wenn in dir ein Feuer brennt, nutze es, setze es ein. Lass dich nicht von anderen bremsen. Nimm dir nat\u00fcrlich auch immer wieder Zeiten f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation.html\" target=\"_blank\">Meditation<\/a> und <a href=\"http:\/\/mein.yoga-vidya.de\/profile\/Entspannungmp3sVideosundvieleInfos\" target=\"_blank\">Entspannung<\/a>. F\u00fchle dich als Instrument Gottes. Sei dir bewusst: Der Enthusiasmus in dir ist g\u00f6ttliche Kraft. Bleibe aber bescheiden und frage dich immer wieder: Was will <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> von mir? Halte dich an die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_ethik.html\" target=\"_blank\">Ethik<\/a> und sage: \u201eNicht mein Wille sondern dein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wille\" target=\"_blank\">Wille<\/a> geschehe.\u201c So f\u00e4llst du auch nicht durch Entt\u00e4uschungen in ein inneres Loch, sondern kannst deine Begeisterung immer wieder von Neuem entfachen.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Unter den 7 Bergen bin ich Meru<\/strong>\u201c: <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meru\" target=\"_blank\">Meru<\/a> gilt in der indischen Mythologie als der Berg in der Mitte der Welt, die S\u00e4ule, an der alles einen Halt findet. Im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/kundalini-Yoga.html\" target=\"_blank\">Kundalini<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a> wird die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sushumna\" target=\"_blank\">Sushumna<\/a>, die feinstoffliche Wirbels\u00e4ule, Sitz der 7 Haupt <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/chakra.html\" target=\"_blank\">Chakras<\/a>, als Meru bezeichnet. In diesem Sinne sind alle Ebenen menschlicher F\u00e4higkeiten, symbolisiert durch die 7 Chakras, von g\u00f6ttlicher Natur &#8211; die irdischen Ebenen, die Feinstoffebenen, die Himmelsebenen und die h\u00f6chste, die transzendente Ebene. Meru ist der Zentralkanal. Wenn dein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana.html\" target=\"_blank\">Prana<\/a> (feinstoffliche Lebensenergie) durch die beiden linken und rechten Energiekan\u00e4le <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ida\" target=\"_blank\">Ida<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pingala\" target=\"_blank\">Pingala<\/a> flie\u00dft, lebst du in der Welt der Dualit\u00e4t mit Tag und Nacht, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vergn\u00fcgen\" target=\"_blank\">Vergn\u00fcgen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yogatherapie\/frage-antwort\/schmerzen\/\" target=\"_blank\">Schmerz<\/a>, innen und au\u00dfen etc. Mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pranayama\" target=\"_blank\">Pranayama<\/a> (Atem\u00fcbungen) bringt der Hatha <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogi<\/a> das Prana in die Sushumna, den Zentralkanal. Dann verschwindet jede Dualit\u00e4t, du erf\u00e4hrst <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Einheit\" target=\"_blank\">Einheit<\/a>.[1]<\/p>\n<p>In diesem Kapitel gebraucht Krishna immer wieder Beispiele aus der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Natur\" target=\"_blank\">Natur<\/a>. Den meisten Menschen f\u00e4llt es am leichtesten, Gott in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sch\u00f6nheit\" target=\"_blank\">Sch\u00f6nheit<\/a> der Natur zu sehen. F\u00fcr manche sind es die Berge, z.B. die Alpen, der Himalaya oder die Externsteine, f\u00fcr manche das Meer (siehe n\u00e4chsten Vers). Frage dich: Gibt es eine Gebirgsregion, die f\u00fcr mich ganz besonders ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl <\/a>g\u00f6ttlicher Gegenwart hervorruft? Vielleicht hast du sogar ein Foto von den Bergen in deinem Zimmer\/B\u00fcro, vielleicht auf deinem PC einen Bildschirmschoner mit den Alpen?<\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p>[1] mehr dar\u00fcber in meinem Buch \u201e<a href=\"https:\/\/shop.yoga-vidya.de\/de\/yoga-vidya-verlag\/ebooks\/die-kundalini-energie-erwecken-e-book\" target=\"_blank\">Die Kundalini-Energie erwecken \u2013 von der g\u00f6ttlichen Urkraft in uns<\/a>\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich will in meinem Kommentar davon absehen, die indische Mythologie zu genau zu erl\u00e4utern. Das macht Swami Sivananda in seinem Kommentar zur Bhagavad Gita sehr gut. Du kannst auch im Internet nach diesen Namen suchen und wirst, sofern du Englisch kannst, eine Menge Erl\u00e4uterungen finden. 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