{"id":1812,"date":"2010-02-08T20:00:21","date_gmt":"2010-02-08T19:00:21","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=1812"},"modified":"2016-03-25T13:04:39","modified_gmt":"2016-03-25T12:04:39","slug":"10-20-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/10-20-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"10-20 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Hier bleibt <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> erst einmal abstrakt. Es hei\u00dft auch: Wenn jemand in unser Leben tritt, k\u00f6nnen wir dankbar sein. Wenn er in unserem Leben ist, k\u00f6nnen wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dankbar\" target=\"_blank\">dankbar<\/a> sein und wenn er aus unserem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> herausgeht, k\u00f6nnen wir auch wieder dankbar sein. Und Krishna sagt nicht, dass er nur Beginn, Mitte und Ende aller guten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a> ist. Er ist vielmehr Beginn, Mitte und Ende aller Wesen. Jemand kommt zu dir und ist freundlich: <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> tritt in dein Leben. Jemand nervt dich und geht nicht weg: Gott ist anh\u00e4nglich. Du magst jemanden und er verschwindet trotzdem aus deinem Leben: Gott in dieser speziellen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manifestation\" target=\"_blank\">Manifestation<\/a> geht wieder. Gl\u00fccklicherweise bleibt er in anderen Manifestationen und kommt in neuen. Hieraus kannst du auch eine gewisse <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/uebung.html\" target=\"_blank\">\u00dcbung<\/a> f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Alltag\" target=\"_blank\">Alltag<\/a> machen: Wenn jemand kommt, gr\u00fc\u00dfe Gott in ihm. Hier im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\" target=\"_blank\">Ashram<\/a> machen wir das mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Om_Namah_Shivaya\" target=\"_blank\">Om Namah Shivaya<\/a> oder einfach nur Om. Das hei\u00dft: \u201eHerzlich Willkommen, ich gr\u00fc\u00dfe Gott in dir.\u201c Und wenn jemand geht, sagen wir wieder Om Namah Shivaya \u2013 \u201eIch gr\u00fc\u00dfe Gott in dir\u201c. Das ist eine gute Gewohnheit. Immer wenn jemand kommt oder geht, sage innerlich: \u201eOh Gott, ich gr\u00fc\u00dfe dich.\u201c Dazwischen kann man immer noch Auseinandersetzungen f\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\" target=\"_blank\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> sagt: \u201eBeginne den Tag mit Gott, beende den Tag mit Gott und f\u00fclle den Tag mit Gott. Das ist der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> zu Gott.\u201c Aber jemanden als Gott willkommen zu hei\u00dfen, als Gott zu verabschieden und in der Mitte auch als Gott zu sehen \u2013 das ist nat\u00fcrlich nicht immer einfach. Auf einer relativen Ebene musst du weiter mit dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> zusammen arbeiten. Denn so arbeitest du dein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a> auf.<\/p>\n<p>In S\u00fcddeutschland sagt man auch \u201eGr\u00fc\u00df Gott\u201c \u2013 \u201eIch gr\u00fc\u00dfe Gott in Dir\u201c. Zum Abschied sagt man in manchen Gegenden: \u201ePf\u00fcad di Gott\u201c (Beh\u00fcte dich Gott). Das ist auch eine Alternative. Anstatt Gott im anderen direkt zu gr\u00fc\u00dfen, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vertrauen\" target=\"_blank\">vertrauen<\/a> wir den Menschen der Obhut Gottes an. Das f\u00e4llt vielen vielleicht leichter. Die neudeutschen Gr\u00fc\u00dfe dr\u00fccken zum Teil auch die Gegenwart Gottes aus: \u201eHallo\u201c kommt von &#8222;Hey Lord&#8220; und das hei\u00dft \u201eGr\u00fc\u00df Gott\u201c. \u201eHallo\u201c ist also ein hochspiritueller Gru\u00df, man muss sich dessen nur bewusst sein. Im Rheinl\u00e4ndischen sagt man zum Abschied \u201eTsch\u00f6\u201c und \u00fcberall sonst \u201eTsch\u00fcss\u201c. \u201eTsch\u00fcss\u201c kommt vom spanischen &#8222;Adios&#8220;, \u201eTsch\u00f6\u201c vom franz\u00f6sischen &#8222;Adieu&#8220; und beides hei\u00dft \u201eZu Gott\u201c, \u201eIch richte mich an Gott\u201c, also das Gleiche wie Om Namah Shivaya. Om Namah Shivaya kann man als auch mit \u201eHallo\u201c und \u201eTsch\u00fcss\u201c \u00fcbersetzen\u2026 Es gilt, auch diese \u201eflapsigen\u201c Gr\u00fc\u00dfe mit Bedeutung zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Das ist also ein wichtiger Schritt: <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verehrung\" target=\"_blank\">Verehre<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> am Anfang und am Ende einer Begegnung. Dann verehre ihn noch dazwischen.<\/p>\n<p>Um Gott im Anderen zu sehen, hatte Swami Sivananda eine Technik, die in unseren Breiten nur im \u00dcbertragenen anwendbar ist. Wenn man in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a> Gott verehrt, macht man einen Kniefall. Von Swami Sivananda wird berichtet, dass er sich eine ganze Weile seines Lebens vor jedem verbeugt hat. Wenn er in einen Laden gegangen ist, hat er sich zuerst einmal vor dem Ladenbesitzer verneigt und einen richtigen Kniefall vor ihm gemacht. Wenn er an der Bettelschlange der Suppenk\u00fcche anstand, bevor er in den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\" target=\"_blank\">Ashram<\/a> kam, hat er sich vor demjenigen verneigt, der die Suppe ausgeteilt hat. Und wenn da drei Leute waren, welche Dhal und Chapati verteilten, hat er sich vor allen dreien einzeln verneigt. Wenn er irgendwo des Weges gegangen ist, hat er sich st\u00e4ndig vor jedem verneigt. Das war seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Weise\" target=\"_blank\">Weise<\/a>, das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> zu entwickeln, dass Gott in jedem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> ist. Auch vor Hunden, Affen, Skorpionen, Schlangen, ja vorallem hat er sich verneigt. Sogar vor der Klosch\u00fcssel hat er sich verneigt. Diese Art der spirituellen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yoga_Praxis\" target=\"_blank\">Praxis<\/a> nannte er <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Namaskara\" target=\"_blank\">Namaskara<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sadhana\" target=\"_blank\">Sadhana<\/a>.<\/p>\n<p>Solange er physisch gesund war, hat er diese Praxis mindestens teilweise beibehalten. Es konnte den Sch\u00fclern von Swami Sivananda immer wieder passieren, dass der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a> sich vor ihnen verneigt hat, statt, wie es \u00fcblich war, der Sch\u00fcler vor dem Meister. Nat\u00fcrlich ist so etwas in unseren Breiten nicht m\u00f6glich und auch im heutigen Indien nicht praktikabel. Man kann es aber innerlich machen, sich innerlich vor dem Anderen verbeugen, sich Gottes im Anderen bewusst sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier bleibt Krishna erst einmal abstrakt. Es hei\u00dft auch: Wenn jemand in unser Leben tritt, k\u00f6nnen wir dankbar sein. Wenn er in unserem Leben ist, k\u00f6nnen wir dankbar sein und wenn er aus unserem Leben herausgeht, k\u00f6nnen wir auch wieder dankbar sein. 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