{"id":1789,"date":"2010-02-22T20:00:27","date_gmt":"2010-02-22T19:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=1789"},"modified":"2016-02-08T20:07:19","modified_gmt":"2016-02-08T19:07:19","slug":"10-06-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/10-06-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"10-06 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Eine der vielen hinduistischen Sch\u00f6pfungsmythen besagt, dass zuerst die gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Weise\" target=\"_blank\">Weisen<\/a> geschaffen wurden und dann alles andere. Das ist eine etwas andere Sch\u00f6pfungsgeschichte als wir sie von der Darwinschen Evolutionslehre her kennen. In der modernen Evolutionsbiologie lernt man, dass aus Einzellern Bakterien entstanden, dann Mehrzeller, daraus Pflanzen, daraus irgendwann Fische, Amphibien, dann Echsen, daraus S\u00e4ugetiere, dann Primaten, daraus die Hominiden und irgendwann der Homo Sapiens und schlie\u00dflich der Homo Sapiens Sapiens, also der heutige Mensch. Aber ich sehe keinen wirklichen Widerspruch zwischen den indischen (bzw. biblischen) Sch\u00f6pfungsmythen und moderner Biologie. Zum einen sollten Mythen nicht w\u00f6rtlich verstanden werden. Zum anderen beziehen sie sich oft nicht auf dieses physische <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Universum\" target=\"_blank\">Universum<\/a>. Z.b. gelten die Manus als subtile, feinstoffliche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a> ohne physischen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a>.<\/p>\n<p>Die <strong>7 Weisen, <\/strong>die Sapta <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Maharishi\" target=\"_blank\">Maharishis<\/a>, sind <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vashishta\" target=\"_blank\">Vashishta<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kashyapa\" target=\"_blank\">Kashyapa<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vishvamitra\" target=\"_blank\">Vishwamitra<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jamadagni\" target=\"_blank\">Jamadagni<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gautama\" target=\"_blank\">Gautama<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bharadwaja\" target=\"_blank\">Bharadwaja<\/a> and <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Atri\" target=\"_blank\">Atri<\/a>.<\/p>\n<p>Diese 7 gro\u00dfen Weisen sind die 7 Weisen der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spiritualit\u00e4t\" target=\"_blank\">Spiritualit\u00e4t<\/a>. In Haridwar bei <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rishikesh\" target=\"_blank\">Rishikesh<\/a> gibt es den Sapta <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rishi\" target=\"_blank\">Rishi<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mandir\" target=\"_blank\">Mandir<\/a>, einen Tempel, in dem die 7 Rishis verehrt werden.<\/p>\n<p>Diese 7 Rishis sind jeweils Begr\u00fcnder von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guru\" target=\"_blank\">Guru<\/a>-Linien. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\" target=\"_blank\">Yoga Vidya<\/a> steht in der Tradition von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/swami-vishnu-devananda\/\" target=\"_blank\">Swami Vishnu<\/a>, Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda\/\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> und wir beziehen uns auf Vasishtha. Unsere Guru Paramapara Stotram beginnt mit \u201eNarayanam Padmabhavam Vashishtham\u2026\u201c <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Narayana\" target=\"_blank\">Narayana<\/a> ist ein Name von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Vishnu.html\" target=\"_blank\">Vishnu<\/a>. Er gilt als der erste Guru, was symbolisch daf\u00fcr steht, dass letztlich <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> selbst der erste und wahre spirituelle Lehrer ist. Als n\u00e4chstes kommt Padmabhava. Das ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahma\" target=\"_blank\">Brahma<\/a>, also der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sch\u00f6pfer\" target=\"_blank\">Sch\u00f6pfer<\/a> selbst. Darauf folgt Vasishtha, der erste menschliche Guru.<\/p>\n<p>Es gibt also diese 7 Weisen und damit 7 Haupt-Guru-Linien, die sich jeweils auf einen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rishi\" target=\"_blank\">Rishi<\/a> beziehen. Die meisten spirituellen Traditionen von heute beziehen sich auf Vasishtha. Er ist nicht nur ein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a>, der irgendwann vor 6.000 Jahren auf\u00a0 der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a> war, sondern er gilt als die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Seele\" target=\"_blank\">Seele<\/a> der ganzen spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/\" target=\"_blank\">Tradition<\/a>, der wir folgen. Und indem wir die Guru Parampara Stotram rezitieren, stimmen wir uns auf diese Tradition ein, im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusstsein\" target=\"_blank\">Bewusstsein<\/a>, dass alle Traditionen aus dem gleichen Gott stammen und somit Teil der Tradition Gottes sind.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte eine kleine Geschichte erz\u00e4hlen, die in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yoga_Vasishtha\" target=\"_blank\">Yoga Vasishtha<\/a> vorkommt. Vishwamitra war ein gro\u00dfer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6nig\" target=\"_blank\">K\u00f6nig<\/a>. Eines Tages ging er mit seinem ganzen Gefolge von mehreren tausend Menschen auf einen Ausflug in den Wald. Dabei besuchte er den Rishi Vasishtha in seinem kleinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashram\" target=\"_blank\">Ashram<\/a>. Vasishtha wollte das ganze Gefolge bewirten, doch Vishvamitra lehnte zun\u00e4chst ab, da er meinte, dass ein armer Rishi das nicht tun konnte. Doch Vasishtha hatte kein Problem damit, denn er besa\u00df <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kamadhenu\" target=\"_blank\">Kamadhenu<\/a>, die wunscherf\u00fcllende Kuh, eine Art Tischlein-deck-dich-Kuh. Diese wunscherf\u00fcllende Kuh versorgte den ganzen Hofstaat Vishvamitras mit Essen.<\/p>\n<p>Als Vishvamitra das sah, dachte er: \u201eWozu braucht ein Rishi eine wunscherf\u00fcllende Kuh? Es w\u00e4re viel praktischer, wenn ich sie h\u00e4tte. Ich k\u00f6nnte so viel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a> mit ihr tun.\u201c Vishwamitra sagte daher zu Vasishtha: \u201eBitte gib mir doch die Kuh. Als K\u00f6nig kann ich damit viel Besseres anstellen.\u201c Vasishtha sagte, dass das gef\u00e4hrlich sei. Man m\u00fcsse wissen, wie man mit Kamadhenu umgeht. Daher m\u00fcsse er die Bitte des K\u00f6nigs ablehnen. Vishvamitra bot Vasishtha eine ganze Menge Geld und Vieh an, denn er dachte: \u201eWenn ich Kamadhenu habe, brauche ich sowieso nichts anderes.\u201c Als Vasishtha sich auf nichts einlassen wollte, beschloss der K\u00f6nig, die Kuh mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gewalt\" target=\"_blank\">Gewalt<\/a> zu nehmen. Daraufhin erhob Vasishtha seinen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Danda\" target=\"_blank\">Danda<\/a> (Yoga Stab) und sch\u00fctzte damit die magische Kuh. Keiner der Krieger von Vishvamitra konnte etwas dagegen ausrichten. So erkannte Vishwamitra, dass die Kraft eines Weisen letztlich st\u00e4rker als die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> eines K\u00f6nigs ist und er dachte: \u201eDann will ich auch Rishi werden. Wenn ein Rishi so viel machtvoller ist als ein K\u00f6nig, selbst als der machtvollste K\u00f6nig, dann will ich auch Rishi werden.\u201c<\/p>\n<p>Das ist also ein Beispiel, wie jemand auf den spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> kommt, nur um mehr <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Macht\" target=\"_blank\">Macht<\/a> zu bekommen. Die Geschichte geht wie folgt weiter: Vishvamitra \u00fcbte intensiv <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tapas\" target=\"_blank\">Tapas<\/a> (spirituelle Praktiken und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Askese\" target=\"_blank\">Askese<\/a>). So sammelte er starke spirituelle Kr\u00e4fte. Dann \u00e4rgerte er sich \u00fcber etwas und \u00fcber diesen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/\u00c4rger\" target=\"_blank\">\u00c4rger<\/a> verlor er seine spirituelle Kraft. Dann wurde er in Versuchung gef\u00fchrt, fiel der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Versuchung\" target=\"_blank\">Versuchung<\/a> zum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Opfer\" target=\"_blank\">Opfer<\/a> und verlor dabei wieder von seiner spirituellen Kraft. Er lie\u00df sich aber nicht entmutigen und praktizierte immer wieder von Neuem. Irgendwann ist er dann zum Rishi geworden. Aber er war immer noch nicht ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahmarishi\" target=\"_blank\">Brahmarishi<\/a> wie Vasishtha. Daraufhin praktizierte er weiter intensiv, wurde irgendwann zum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rajarishis\" target=\"_blank\">Rajarishi<\/a>, zum k\u00f6niglichen Rishi, was ihm auch noch nicht gen\u00fcgte. So machte er weiter und wurde zum Brahmarishi, einem der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Brahman.html\" target=\"_blank\">Brahman<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verwirklichung\" target=\"_blank\">verwirklicht<\/a> hat. Weil er aber sp\u00e4ter kam, geh\u00f6rt er nicht zu den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Saptarishis\" target=\"_blank\">Saptarishis<\/a>, denn die galten schon vorher als die 7 Rishis. Vishwamitra machte viele Fehler. Er st\u00fcrzte immer wieder auf dem Weg. Aber irgendwann wurde er doch zum Rishi, zum Maharishi, zum Rajarishi, schlie\u00dflich zum Brahmarishi. Das soll hei\u00dfen, dass wir nirgendwo\u00a0\u00a0 stehen bleiben und immer weiter an uns arbeiten sollen, bis wir Brahman erreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Purva\" target=\"_blank\">Purva<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Chatvara\" target=\"_blank\">Chatvara<\/a>, die \u201e<strong>4 Alten<\/strong>\u201c, sind die <strong>4<\/strong> <strong><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kumara\" target=\"_blank\">Kumaras<\/a><\/strong>. Dies bezieht sich auf folgenden Sch\u00f6pfungsmythos:<\/p>\n<p>Nachdem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Brahma.html\" target=\"_blank\">Brahma<\/a> die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> geschaffen hatte, schuf er aus seinem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> die 4 Kumaras <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanaka\" target=\"_blank\">Sanaka<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sananda\" target=\"_blank\">Sananda<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanatana\" target=\"_blank\">Sanatana<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanatkumara\" target=\"_blank\">Sanatkumara<\/a>. Er bat sie: \u201eHelft mir weitere Wesen zu erschaffen.\u201c Doch anstatt ihm zu helfen, stellten sich die 4 Kumaras einige hochspirituelle Fragen wie z.B.: \u201eWarum sollen wir in die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sch\u00f6pfung\" target=\"_blank\">Sch\u00f6pfung<\/a> hineingehen? Wozu \u00fcberhaupt? Was ist der Sinn der ganzen Sch\u00f6pfung? <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wer_bin_ich\" target=\"_blank\">Wer bin ich<\/a>? Was soll das Ganze? Was ist wahres <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gl\u00fcck\" target=\"_blank\">Gl\u00fcck<\/a>? Was ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Unsterblichkeit\" target=\"_blank\">Unsterblichkeit<\/a>?\u201c<\/p>\n<p>Es gibt ein kosmisches <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/karma-gesetz\/\" target=\"_blank\">Gesetz<\/a>, das besagt: \u201eIst der Sch\u00fcler bereit, ist der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a> nicht weit.\u201c Die Kumaras waren zwar gem\u00e4\u00df dem Sch\u00f6pfungsmythos die einzigen Menschen auf der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a>. Aber dieses Gesetz gilt auch, ohne dass es andere Menschen gibt. Also musste sich Gott auf Erden inkarnieren. Er inkarnierte sich als <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Shivatext.html\" target=\"_blank\">Shiva<\/a>, in der Gestalt von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dakshinamurti\" target=\"_blank\">Dakshinamurti<\/a>. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Murti\" target=\"_blank\">Murti<\/a> bedeutet \u201edie Verk\u00f6rperung\u201c von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dakshina\" target=\"_blank\">Dakshina<\/a> \u201eder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gabe\" target=\"_blank\">Gabe<\/a>\u201c. Die 4 Kumaras erblickten diesen Meister, verneigten sich vor ihm und fragten: \u201eWas ist der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sinn_des_Lebens\" target=\"_blank\">Sinn des Lebens<\/a>? Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wie erreiche ich die Unsterblichkeit?\u201c Zur Antwort erhob Dakshinamurti nur die Hand und machte als Geste das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Chinmudra\" target=\"_blank\">Chinmudra<\/a>, das Zeichen f\u00fcr reines <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusstsein\" target=\"_blank\">Bewusstsein<\/a>. Im Chinmudra beugt sich der Zeigefinger und die Spitze des Zeigefingers ber\u00fchrt die Daumenspitze. Der Zeigefinger steht f\u00fcr das Ego. Der Daumen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Brahman.html\" target=\"_blank\">Brahman<\/a> (das Absolute). Die anderen Finger stehen f\u00fcr die 3 <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guna\" target=\"_blank\">Gunas<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tamas\" target=\"_blank\">Tamas<\/a> (Mittelfinger), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sattva\" target=\"_blank\">Sattwa<\/a> (Ringfinger) und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rajas\" target=\"_blank\">Rajas<\/a> (kleiner Finger). Im Chinmudra beugt sich der Zeigefinger (das Ego). Er neigt sich zum Daumen, zu Brahman hin. Der Zeigefinger l\u00f6st sich von den 3 kleineren Fingern, also von der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verbindung\" target=\"_blank\">Verbindung<\/a> mit den 3 Gunas. Das Ego verbindet sich mit Brahman. Es entsteht ein Kreis, eine Einheit. Die 4 Kumaras sahen das Zeichen, meditierten \u00fcber die Bedeutung, erkannten die Bedeutung und erreichten die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbstverwirklichung\" target=\"_blank\">Selbstverwirklichung<\/a>. Wenn das Ego sich verneigt, also von den 3 Gunas weggeht und sich mit Brahman verbindet, dann ist die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Einheit\" target=\"_blank\">Einheit<\/a> geschaffen. In dieser einen Geste ist alles, was es vom spirituellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> zu wissen gilt: Wir verneigen uns mit dem Ego weg von den 3 Gunas, verbinden uns mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> und sind in der Einheit.<\/p>\n<p>Die Geschichte geht nat\u00fcrlich weiter. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Brahma.html\" target=\"_blank\">Brahma<\/a> (der Sch\u00f6pfer) war nicht sehr begeistert, dass sich die 4 Kumaras von der Welt abwandten und so schnell ihr h\u00f6chstes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">Selbst<\/a> verwirklichten. Deshalb schuf Brahma die n\u00e4chste Generation der Menschen als Mann und Frau. Er stattete sie mit viel Anziehungskraft zwischen den Geschlechtern aus und stellte damit sicher, dass die Menschen nicht zu schnell die Selbstverwirklichung erreichen und alles andere vergessen. So konnte die Sch\u00f6pfung weitergehen.<\/p>\n<p>Die <strong><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manus\" target=\"_blank\">Manus<\/a><\/strong> sind mythologische Gesetzgeber f\u00fcr die Menschen. Es gibt zum Beispiel die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manu\" target=\"_blank\">Manu<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Smriti\" target=\"_blank\">Smriti<\/a>, eine <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminare\/interessengebiet\/indische-schriften\/\" target=\"_blank\">Schrift<\/a>, welche Regeln f\u00fcr das Zusammenleben von Menschen aufstellt. Vieles daraus ist etwas veraltet und kann nur im Kontext der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> verstanden werden. Manche Passagen sind jedoch weiterhin hochmodern. Aus der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manu_Smriti\" target=\"_blank\">Manu Smriti<\/a> stammt z.B. die Theorie der 4 Lebensstadien des Menschen (4 <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashrama\" target=\"_blank\">Ashramas<\/a> mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahmacharya\" target=\"_blank\">Brahmacharya<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Garhasthya\" target=\"_blank\">Grihastya<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vanaprastha\" target=\"_blank\">Vanaprastha<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sannyas\" target=\"_blank\">Sannyas<\/a>), der 4 <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Purushartha\" target=\"_blank\">Purusharthas<\/a> (Bestrebungen des Menschen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kama\" target=\"_blank\">Kama<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Artha\" target=\"_blank\">Artha<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dharma\" target=\"_blank\">Dharma<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Moksha\" target=\"_blank\">Moksha<\/a>) und der 4 <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Varna\" target=\"_blank\">Varnas<\/a> (<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Shudra\" target=\"_blank\">Shudras<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vaishya\" target=\"_blank\">Vaishyas<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kshatriya\" target=\"_blank\">Kshatriyas<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahmana\" target=\"_blank\">Brahmanas<\/a>). Auf diese Konzepte bezieht sich <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> in der <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> immer wieder.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Purana\" target=\"_blank\">Puranas<\/a> beschreiben, dass es f\u00fcr jedes Zeitalter einen neuen Manu gibt. Das soll zeigen, dass die spirituellen Prinzipien zwar gleich bleiben, aber die Art, wie <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spiritualit\u00e4t_im_Alltag\" target=\"_blank\">Spiritualit\u00e4t im Alltag<\/a> gelebt wird, in jedem Zeitalter anders ist. Sitten, Gebr\u00e4uche und konkrete Ausformungen von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_ethik.html\" target=\"_blank\">Ethik<\/a> sind von Kultur zu Kultur, von Generation zu Generation unterschiedlich. Ethische Grunds\u00e4tze bleiben dagegen vom spirituellen Standpunkt aus gleich. Z.B. finden sich in (fast) allen Religionen Gebote wie Nichtt\u00f6ten, Nichtstehlen, Nichtl\u00fcgen. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Patanjali\" target=\"_blank\">Patanjali<\/a> nennt 5 <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yama\" target=\"_blank\">Yamas<\/a>, die nicht durch Zeit, Ort und Umst\u00e4nde ver\u00e4nderlich sind und f\u00fcr alle Wesen gelten: <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ahimsa\" target=\"_blank\">Ahimsa<\/a> (Nichtverletzen), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Asteya\" target=\"_blank\">Asteya<\/a> (Nichtstehlen), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Satya\" target=\"_blank\">Satyam<\/a> (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeiden von sexuellem Fehlverhalten), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aparigraha\" target=\"_blank\">Aparigraha<\/a> (Unbestechlichkeit). Aber die Umsetzung dieser Punkte ist in jeder Kultur anders. Z.B. Brahmacharya (Vermeiden von sexuellem Fehlverhalten): <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Arjuna\" target=\"_blank\">Arjuna<\/a> und seine 4 Br\u00fcder hatten gemeinsam eine Ehefrau. Arjuna und Bhima hatten dar\u00fcber hinaus weitere Nebenfrauen. Eine solche \u201ePolygyandrie\u201c (Ehe zwischen mehreren M\u00e4nnern und Frauen) w\u00fcrde in der heutigen Zeit als unmoralisch gelten. Damals war das etwas gesellschaftlich Akzeptiertes. Vor 40 Jahren galten Geschlechtsverkehr vor der Ehe sowie Scheidung als unethisch. Heutzutage wird das allgemein akzeptiert. Oder Ahimsa: In Europa gilt es als mitf\u00fchlend, kranke Hunde einzuschl\u00e4fern. Vor 60 Jahren h\u00e4tte das in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a> als h\u00f6chst unmoralisch gegolten. Deshalb gilt es zu unterscheiden: Was ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Shruti\" target=\"_blank\">Shruti<\/a> \u2013 Offenbarung und dauerhafte <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_wahrheit.html\" target=\"_blank\">Wahrheit<\/a>? Daf\u00fcr sind die Rishis zust\u00e4ndig. Was ist Smriti \u2013 \u00dcberlieferung, kulturabh\u00e4ngige Ethik? Daf\u00fcr sind die Manus zust\u00e4ndig.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Die 4 Kumaras sind auch die 4 Tschadwaras: Shatvano, Maravas, Tata. Und die Savarnis sind die 4 Manus. Diese werden sehr umfangreich in manchen der Puranas beschrieben, insbesondere in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Markandeyapurana\" target=\"_blank\">Markandeyapurana<\/a>. Ein Manu ist nicht wirklich ein physischer <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a>, sondern so etwas wie der Herrscher \u00fcber ein ganzes Menschengeschlecht. Es gibt die so genannten manvantaras (Zeitalter, \u00c4ra eines Manu). Ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manvantara\" target=\"_blank\">manvantara<\/a> dauert 308 Millionen Jahre. Das soll ein Unterzeitalter sein und \u00fcber dieses Zeitalter wacht eine astrale Wesenheit, die sich Manu nennt. In den Puranas wird gesagt, dass die heutige <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Menschheit\" target=\"_blank\">Menschheit<\/a> schon 4 Haupt-Manus hatte. Vielleicht sind dabei 4 Stufen der Menschheitsgeschichte gemeint: Altsteinzeit, Jungsteinzeit mit Erfindung des Ackerbaus, Zeit der Hochkulturen mit Erfindung der Schrift, Beginn von Philosophie und Spiritualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die 7 Rishis und die 4 Manus kann man auch als innere Aspekte jedes Menschen bezeichnen:<\/p>\n<p>die 7 Rishis entsprechen den 7 Ebenen des Seins, den 7 <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/chakra\/\" target=\"_blank\">Chakras<\/a><\/p>\n<p>die 4 Kumaras entsprechen den 4 Aspekten des menschlichen Geistes, Manas (Denkprinzip), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Chitta\" target=\"_blank\">Chitta<\/a> (Unterbewusstsein), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Buddhi\" target=\"_blank\">Buddhi<\/a> (Vernunft), <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ahamkara\" target=\"_blank\">Ahamkara<\/a> (Ichbewusstsein)<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Es gibt noch weitere Interpretationen f\u00fcr die Bedeutung insbesondere der Manus. Manus gelten auch als Regenten der gesamten Menschheit. Die Puranas, z.B. die Markandeya Purana, beschreiben genau, in welchem Zeitalter welcher Manu geherrscht hat. Dabei wird sogar gesagt, dass der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manu\" target=\"_blank\">Manu<\/a> eines bestimmten Zeitalters in einem fr\u00fcheren Zeitalter ein Mensch war und sich wegen bestimmter Verdienste in einem n\u00e4chsten Zeitalter als Manu inkarniert. Und die \u201eRegierungszeit\u201c eines Manus wird als Manvantara bezeichnet. Die Theosophen haben versucht, das genauer zu systematisieren und zu sammeln und verschiedenen Puranas eine Essenz zu entnehmen. Eine Menge dar\u00fcber kann man in Madame Helena Blavatskys Hauptwerk \u201eDie Geheimlehre\u201c finden. Diese \u201eGeheimlehre\u201c stimmt zwar nicht 100% mit den Puranas \u00fcberein, denn damals waren die Puranas in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a> noch nicht vollst\u00e4ndig ins Englische \u00fcbersetzt, aber man bekommt zumindest eine Ahnung \u00fcber die kosmologischen Sichtweisen der Inder vor einigen Jahrtausenden. Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda\/\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> und Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/swami-vishnu-devananda\/\" target=\"_blank\">Vishnu-devananda<\/a> haben auf diese detaillierte Kosmologie keinen allzu gro\u00dfen Wert gelegt und mehr als Mythen oder Symbole behandelt.<\/p>\n<p>Eine weitere Interpretation f\u00fcr Manu findet man in der modernen Systemtheorie. Zun\u00e4chst in einfachen Worten: Die kleinste biologische Einheit ist die Zelle. Eine Zelle ist schon ein vollst\u00e4ndiges <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Lebewesen\" target=\"_blank\">Lebewesen<\/a>. Sie hat eine DNA und Mitochondrien, die als Kraftwerke der Zelle bezeichnet werden. Eine Zelle hat Organe und Organellen. Sie kann Stoffe aufnehmen und wieder abgeben. Typische Einzeller sind z.B. die Pantoffeltierchen. Einzeller gibt es schon seit Milliarden von Jahren auf der Erde. Eine Zelle besteht aus Teilen, den Molek\u00fclen. Die Molek\u00fcle im Einzeller werden st\u00e4ndig ausgetauscht, aber der Einzeller bleibt der gleiche. Der Einzeller ist also ein Organismus, der aus Teilen besteht, die miteinander in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verbindung\" target=\"_blank\">Verbindung<\/a> stehen. Und der Einzeller steht in Verbindung mit der Umgebung. Ein Einzeller ist, laut Systemtheorie, weniger etwas Stoffliches, als vielmehr bestimmte Organisationsprinzipien von Teilen und Verbindungsprinzipien mit der Umwelt.<\/p>\n<p>Wie der Einzeller besteht jeder Organismus aus Teilen, die auf bestimmte Weise miteinander in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Beziehung\" target=\"_blank\">Beziehung<\/a> treten und f\u00fcr den Gesamtorganismus Funktionen erf\u00fcllen. Jeder Organismus tritt auf bestimmte Weise mit der Umwelt und anderen Organismen in Beziehung. Die Teile des Organismus und die Umwelt k\u00f6nnen sich dabei best\u00e4ndig ver\u00e4ndern. Was einen Organismus ausmacht, sind haupts\u00e4chlich die Organisationsprinzipien und die Arten der Verbindungen. Und jeder Organismus ist wieder Teil eines gr\u00f6\u00dferen Organismus.<\/p>\n<p>Komplexere Lebewesen bestehen aus verschiedenen Organen. Jedes Organ ist ein eigenst\u00e4ndiger Organismus. Es besteht aus Teilen, den Zellen, die auf verschiedene Weisen miteinander in Beziehung stehen und bestimmte Funktionen f\u00fcr den Gesamtorganismus erf\u00fcllen. Und jedes Organ steht in Beziehung zu seiner Umwelt, zu anderen Organen und erf\u00fcllt bestimmte Zwecke f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Organismus, z.B. f\u00fcr einen Menschen.<\/p>\n<p>Der Mensch selbst ist ein Organismus. Er besteht aus einzelnen Organen (die auch in andere Menschen transplantierbar sind), die miteinander in Beziehung stehen und f\u00fcr den Menschen bestimmte Funktionen erf\u00fcllen. Er steht in Verbindung und Austausch mit der Umwelt und mit anderen Lebewesen. Und jeder <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a> ist ein Teil eines gr\u00f6\u00dferen Organismus, z.B. der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Familie\" target=\"_blank\">Familie<\/a>. Eigentlich ist der Mensch Teil von verschiedenen Organismen: Familie, Firma, Stadt, Yoga-Center etc.<\/p>\n<p>Alle Menschen zusammen bilden den Organismus namens \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Menschheit\" target=\"_blank\">Menschheit<\/a>\u201c. Die Intelligenz der \u201eMenschheit\u201c als Ganzes, und damit alle Organisationsprinzipien des Organismus <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a>, wird als Manu bezeichnet. Die Menschheit als Ganzes ist Teil des Organismus <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhumi_Devi\" target=\"_blank\">Bhumi<\/a> Devi, die \u201eG\u00f6ttin Erde\u201c. Bhumi Devi ist Teil dieses Sonnensystems, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Surya\" target=\"_blank\">Surya<\/a> Bhagavan genannt. Dieses Sonnensystem ist Teil dieser Milchstra\u00dfe, deren Intelligenz als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indra\" target=\"_blank\">Indra<\/a> bezeichnet wird. Das gesamte Universum als Ganzes ist <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a> von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ishwara\" target=\"_blank\">Ishwara<\/a>, des Sch\u00f6pfergottes.<\/p>\n<p>Dazu noch ein paar weitere Gedanken:<\/p>\n<p>Eine Einzelzelle steht einzeln f\u00fcr sich, ist aber auch Teil eines Organs. Man kann sagen, dass jede Zelle in unserem K\u00f6rper ein Einzelbewusstsein hat und jedes Organ als Ganzes hat wiederum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusstsein\" target=\"_blank\">Bewusstsein<\/a>. Das entspricht dem, was Yoga sagt: <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahman\" target=\"_blank\">Brahman<\/a> (Bewusstsein) ist \u00fcberall, Brahman spiegelt sich in jedem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Upadhi\" target=\"_blank\">Upadhi<\/a> (jedem Tr\u00e4ger von Brahman). Jede Zelle ist wie ein Upadhi von Brahman. Jede unserer Zellen hat auch ein kleines Einzelbewusstsein.<\/p>\n<p>Das Einzelbewusstsein einer Zelle denkt nat\u00fcrlich nicht wie ein Mensch, es hat kein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gehirn\" target=\"_blank\">Gehirn<\/a>. Und auch der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Astralk\u00f6rper\" target=\"_blank\">Astralk\u00f6rper<\/a> einer Zelle ist nicht stark entwickelt, aber Brahman spiegelt sich in jeder einzelnen Zelle. Die diversen Zellen sind Teil eines Organs. Das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\">Herz<\/a> ist ein eigenes System und somit mehr als die Summe einzelner Zellen. Nat\u00fcrlich kann man Zellen vom einen Herz auf das andere \u00fcbertragen. Man kann sogar das ganze Herz von einem K\u00f6rper in einen anderen transplantieren. Ein Herz an sich ist auch wieder wie eine Einzelseele. Ein ganzer Mensch hat nat\u00fcrlich eine Einzelseele, als solche empfinden wir uns auch. Der ganze K\u00f6rper ist ein bestimmtes System, er steht im Austausch mit der Umwelt, er nimmt Stoffe auf, er gibt Stoffe ab. Er besteht aus einzelnen Teilen, ist aber mehr als die Summe der einzelnen Teile.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Der Mensch geh\u00f6rt auch, wie oben gesagt, mehreren gr\u00f6\u00dferen Systemen an. Die meisten geh\u00f6ren zu einem gr\u00f6\u00dferen System namens Familie. Familien haben oft eine Art System, eine Art Gruppengeist f\u00fcr die ganze Familie, manchmal auch ein Gruppenkarma. Das Familienstellen von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bert_Hellinger\" target=\"_blank\">Bert Hellinger<\/a> ist sehr bekannt. Hellinger versucht, psychische Konflikte und Probleme mit Familienstellen aufzul\u00f6sen. Dabei ist sein Ansatz, dass man f\u00fcr individuelles Wohlergehen seinen Platz in der Gro\u00dffamilie finden muss und insbesondere seine Vorfahren ehren sollte bzw. das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> entwickeln sollte, von allen akzeptiert zu sein. Ich bin zwar mit einigem nicht einverstanden, was Hellinger da \u201enormativ\u201c beschreibt. Der Ansatz ist aber durchaus \u00e4hnlich wie in vielen Religionen. Im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Judentum\" target=\"_blank\">Judentum<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Christentum\" target=\"_blank\">Christentum<\/a> hei\u00dft es: \u201eDu sollst <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vater\" target=\"_blank\">Vater<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mutter\" target=\"_blank\">Mutter<\/a> ehren.\u201c Das findet man auch im Taoismus, Konfuzianismus, Islam, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_hinduismus.html\" target=\"_blank\">Hinduismus<\/a>. Es ist nicht nur der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wunsch\" target=\"_blank\">Wunsch<\/a> der \u00c4lteren (welche die Schriftkanons zusammenstellen), von den J\u00fcngeren geehrt zu werden\u2026 sondern es ist eine tiefe <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erkenntnis\" target=\"_blank\">Erkenntnis<\/a>, dass der Einzelmensch Teil eines gr\u00f6\u00dferen Ganzen ist, mit dem er sich in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Harmonie\" target=\"_blank\">Harmonie<\/a> befinden und f\u00fcr welches er wichtige <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgaben<\/a> erf\u00fcllen sollte. Ob das notwendigerweise die Familie sein muss, steht auf einem anderen Blatt. Der Mensch f\u00fchlt sich aber nur dann erf\u00fcllt, wenn er f\u00fcr etwas, was mehr ist als er selbst, Aufgaben \u00fcbernimmt. Das ist auch die Theorie von Victor Frankl und der von ihm begr\u00fcndeten Logotherapie. In vielen Religionen werden sogar die Vorfahren \u00fcber Generationen hinweg verehrt. Davon hat der Vorfahr, mindestens nach hinduistischen Vorstellungen, nichts \u2013 er ist vermutlich schon wieder reinkarniert. Man erkennt damit an, dass man Teil dieser Familie ist.<\/p>\n<p>Dann geh\u00f6ren viele Menschen einer Firma an. Viele geh\u00f6ren zu einer spirituellen Tradition. Die meisten religi\u00f6sen Richtungen sehen die \u201eGemeinde\u201c, die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanga\" target=\"_blank\">Sanga<\/a> (Buddhismus) als sehr wichtig an.<\/p>\n<p>Im Yoga spielt die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guru\" target=\"_blank\">Guru<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sampradaya\" target=\"_blank\">Sampradaya<\/a>, die Gurulinie, eine wichtige Rolle. Ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspirant<\/a> kann Teil einer Gurulinie werden und sich als Teil davon f\u00fchlen. Jede Gurulinie hat bestimmte Charakteristika und jeder einzelne kann wertvolle Beitr\u00e4ge leisten. Jede Sampradaya hat einen bestimmten Charakter. Ich kann bis zu einem gewissen Grad sogar sp\u00fcren, wenn jemand zu einer bestimmten spirituellen Tradition geh\u00f6rt. Da ist eine bestimmte Schwingung. Menschen einer Tradition stimmen sich aufeinander ein, haben eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verbundenheit\" target=\"_blank\">Verbundenheit<\/a>, Gemeinsamkeit, agieren und reagieren auf eine bestimmte Art und Weise.<\/p>\n<p>Der Einzelne ist dabei nicht auf eine bestimmte Tradition festgelegt. Genauso wie ein Herz von einem K\u00f6rper in einen anderen transferiert werden kann, so \u00e4hnlich kann man auch in eine andere Tradition hineingehen. Allerdings ist das auch nicht immer einfach, besonders wenn man schon mal in einer Tradition gut verankert war. Deshalb empfehlen die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a> auch, langfristig in einer Haupt-Tradition zu bleiben. Dies ist aber nur eine Empfehlung. Viele Aspiranten (und viele Meister) haben in ihrer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spirituelle_Entwicklung\" target=\"_blank\">spirituellen Entwicklung<\/a> verschiedene Stadien zu durchschreiten und lernen von unterschiedlichen Meistern.<\/p>\n<p>Auch eine ganze Stadt kann ein gemeinsames Gruppengef\u00fchl haben und es hei\u00dft auch, eine Stadt ist wie ein Einzelwesen als Ganzes. Und da ist Hamburg anders als Berlin oder gar wie Bad Meinberg. Und Menschen, die in diese St\u00e4dte ziehen, werden Teile davon und werden beeinflusst.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> spricht in der Bhagavad Gita nicht davon, wie man genau mit seiner Familie, seinen Eltern oder <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\" target=\"_blank\">Kindern<\/a> umgeht. Das ergibt sich aus dem Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Svarupa\" target=\"_blank\">Svarupa<\/a>, der Wesensnatur, dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dharma\" target=\"_blank\">Dharma<\/a>, wobei hier die \u201eGepflogenheiten\u201c gemeint sind und dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a>. Krishna sagt an vielen Stellen, dass man seiner Wesensnatur folgen muss.<\/p>\n<p>Wir sind oft anders als unsere Eltern oder als unsere Geschwister, und das ist nicht nur im Yoga-Bereich so. Wer eine Sippschaft genau anschaut, stellt fest, dass es da ganz unterschiedliche Interessen gibt \u2013 der eine ist K\u00fcnstler, der andere Bauer und der n\u00e4chste will die Firma \u00fcbernehmen und oder will in die Wissenschaft. Oft sind die Eltern entt\u00e4uscht, dass das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/kind.html\" target=\"_blank\">Kind<\/a>, vorzugsweise nat\u00fcrlich der \u00e4lteste Sohn, nicht die Landwirtschaft \u00fcbernimmt. Dieser will etwas anderes machen, z.B. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogi<\/a> werden usw.<\/p>\n<p>Jeder muss seiner Svarupa, seinem Herzen folgen und seinen Weg finden bzw. seinen spirituellen Weg gehen. Hauptkriterium f\u00fcr das Verhalten sollte nicht einfach der Wunsch der Eltern sein. Mein Ratschlag ist dabei, seinen Weg konsequent aber mit Freundlichkeit, Toleranz und ohne Missionsdrang zu gehen. Egal, was man macht, es ist oft unvermeidbar, dass es Konflikte mit den Eltern oder den Kindern gibt. Wenn man jedoch freundlich bleibt und die Verbindung nicht abrei\u00dfen l\u00e4sst, bleibt gute Kommunikation m\u00f6glich, auch wenn man seinen eigenen Weg geht. Das ist einer der Vorteile der heutigen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a>, wo <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Toleranz\" target=\"_blank\">Toleranz<\/a> eine gro\u00dfe Rolle spielt und es allgemein akzeptiert ist, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss.<\/p>\n<p>Manchmal gibt es eine Weile Spannungen, wenn man sich anders entwickelt als das die Eltern bewusst oder unbewusst erwartet haben. Wer zum Beispiel auf <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben\/\" target=\"_blank\">vegetarische Ern\u00e4hrung<\/a> umgestellt hat, wurde vielleicht eine Weile mit heller Aufregung konfrontiert. Mancher, der begonnen hat, zu meditieren und regelm\u00e4\u00dfig Yogaseminare zu besuchen, wird zun\u00e4chst auf Sorge bei seinen Eltern oder seinem Partner sto\u00dfen. Nach einer Weile wird sich das Verh\u00e4ltnis zu den Eltern und zum Partner wieder normalisieren. Die meisten Eltern werden versuchen, das zu <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben\/kochkurs.html\" target=\"_blank\">kochen<\/a>, was der Sohn oder die Tochter tats\u00e4chlich isst. In den meisten F\u00e4llen sind Konflikte durch den Beginn einer ernsthaften spirituellen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Praxis\" target=\"_blank\">Praxis<\/a> von vor\u00fcbergehender <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Natur\" target=\"_blank\">Natur<\/a>. Jedoch sollte man nicht erwarten, dass die Eltern das dann auch machen oder einen daf\u00fcr loben, dass man anders ist, als sie es f\u00fcr einen vorgesehen haben. Irgendwo habe ich gelesen, dass S\u00f6hne ihr ganzes <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> danach streben, damit der Vater sagt: \u201eDas hast du gut gemacht, ich bin stolz auf dich.\u201c Vielleicht trifft das sogar auf T\u00f6chter zu. Gerade von dieser Vorstellung sollte man Abstand nehmen. Darauf sollte man das Leben nicht ausrichten. Vielleicht hat man <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_gluck.html\" target=\"_blank\">Gl\u00fcck<\/a> und der Vater sagt das einem irgendwann. Aber erwarte das nicht. Richte vor allem dein Leben nicht danach aus, die Anerkennung der Eltern zu suchen. Die Eltern lieben dich auch so. Sie werden es vielleicht nicht f\u00fcr richtig hei\u00dfen, was man macht, doch so lange sie sehen, dass man einigerma\u00dfen gl\u00fccklich ist, ist es f\u00fcr sie schon halbwegs in Ordnung. Die meisten Eltern lieben einen mehr als alles andere. Wenn man sogar mehr als ein bisschen gl\u00fccklich ist, werden die Eltern den eigenen Weg langfristig akzeptieren, denn das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gl\u00fcck\" target=\"_blank\">Gl\u00fcck<\/a> der Kinder liegt ihnen am meisten am Herzen.<\/p>\n<p>Ein kleiner Tipp, falls du ein Kind hast. Sage ihm \u00f6fters: \u201eDas hast du gut gemacht. Ich bin stolz auf dich.\u201c Das ist auch wichtig, wenn deine Kinder \u00fcber 18 sind\u2026<\/p>\n<p>Es kann eine Herausforderung sein, wenn man einen Partner hat, der nicht den gleichen Weg geht, vor allem, wenn sich die Wege sehr stark unterscheiden. Das kann eine Belastung sein und manchmal, wenn keine wirklich starke, gemeinsame Ebene da ist, kann es auch zu einer Trennung f\u00fchren. In den meisten F\u00e4llen gilt aber auch hier, wenn wirklich <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_liebe.html\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> da ist, wird man sich nach einer Periode der Schwierigkeiten wieder zusammenfinden.<\/p>\n<p>Ich frage gerne in Yogalehrer Weiterbildungsseminaren: Wer hat einen Partner, der einen anderen oder gar keinen spirituellen Weg geht? In der Mehrheit der F\u00e4lle funktioniert es, manchmal nach einer Periode des \u201eNeuzusammenraufens\u201c.<\/p>\n<p>Und wie ist es mit Kindern? In der heutigen Zeit sollte man davon Abstand nehmen, dass die eigenen Kinder langfristig die gleichen spirituellen Werte annehmen. In den meisten F\u00e4llen sind <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\" target=\"_blank\">Kinder<\/a> zun\u00e4chst einmal Nachahmer und mindestens bis 8, 10 Jahre sind die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen im Leben. Ich kenne eine ganze Reihe von Kindern, die mit 7 oder 8 Jahren sehr viel Yoga machen, die mit 5 oder 6 Jahren anfangen, Harmonium zu spielen und dann mit 7 oder 8 umso besser Harmonium spielen. Oft wird es dann mit 9 oder 10\u00a0 Jahren langsam weniger. Ab 11 oder 12 Jahren \u00fcben die mit Yoga aufgewachsenen Kinder immer weniger <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga\/\" target=\"_blank\">Yoga<\/a>. Ab da sind nicht mehr die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen sondern die Spielkameraden. Wenn es Schulen g\u00e4be, an denen die Mehrheit der Kinder Yoga \u00fcbt, w\u00fcrde vermutlich ein gro\u00dfer Teil der Kinder auch als Jugendlicher weiter Yoga \u00fcben. Bis es soweit ist, wird die Mehrheit der Kinder, die mit Yoga aufgewachsen ist, in der Jugend andere Werte, n\u00e4mlich die der Klassenkameraden und Freunde, verinnerlichen oder doch mindestens leben.<\/p>\n<p>Ich habe allerdings schon oft erlebt, dass Yoga-Kinder, die in der Jugend gegen Yoga rebelliert haben, mit Ende Zwanzig wieder mit Yoga begonnen haben und sogar Yogalehrer geworden sind. So ist es z.B. mit Amari, der Tochter von Narayani. Auch bei Leela Matas Kindern ist das teilweise so. Relativ h\u00e4ufig bleiben die Kinder aus Yoga-Familien <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/vegetarisch-leben.html\" target=\"_blank\">vegetarisch<\/a>, selbst wenn sie mit ihrer Clique in die Disco gehen oder sich auf andere Weise ihrer Clique anpassen.<\/p>\n<p>Manche Eltern wollen ihr Kind wertneutral erziehen, damit es sp\u00e4ter selbst entscheiden kann. Ich meine, dass es keine wertneutrale Erziehung gibt. Oft hei\u00dft \u201ewertneutrale Erziehung\u201c atheistische Erziehung. Auch damit pr\u00e4gt man die Kinder. Ich glaube, spirituelle Eltern sollten den Kindern auch Spirituelles lehren. Man sollte es ihnen nicht vorenthalten oder abwarten, bis sie es irgendwann selbst entscheiden. Wenn sie noch jung sind, ist es schon gut, ihnen Angebote zu machen, sie einige Yoga-\u00dcbungen mitmachen zu lassen oder auf eine kindgerechte Weise Mantras mit ihnen zu singen. Man kann sie auch einmal ins Haus <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\" target=\"_blank\">Yoga Vidya<\/a> mitnehmen, damit sie dort Yoga, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Mantras.html\" target=\"_blank\">Mantras<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation\/\" target=\"_blank\">Meditation<\/a> lernen. So wachsen sie in eine gewisse spirituelle Tradition hinein. Im Alter von 8 bis 12 Jahren werden sie dann ihre eigenen Wege gehen. Ab 12 Jahren sind Eltern sowieso haupts\u00e4chlich Ern\u00e4hrer und Grenzensetzer, um Extreme zu vermeiden und vielleicht Zuh\u00f6rer oder unverbindlicher Ratgeber bei Fragen.<\/p>\n<p>Mit 12 ist vermutlich die Erziehung der Eltern zu einem gro\u00dfen Teil abgeschlossen. Fr\u00fcher haben deshalb die Kinder tats\u00e4chlich das Elternhaus mit 13 oder 14 Jahren verlassen und sind zum Handwerkermeister, in die Klosterschule, ins Internat oder auf Wanderjahre gegangen. Bei den Evangelischen werden die Kinder mit 14 konfirmiert und weitestgehend vollwertige Mitglieder der Gemeinde. Es ist also ganz nat\u00fcrlich, dass Jugendliche auch heute fr\u00fch selbst\u00e4ndig sein wollen.<\/p>\n<p>Nach dem altindischen Ashrama-System sind die Kinder mit 12, 13 Jahren zum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guru\" target=\"_blank\">Guru<\/a> gegangen und haben dann in der Familie des Gurus gelernt und gelebt. Die Eltern sind nicht mehr die Haupt-Bezugspersonen gewesen. Die Eltern wurden ab und zu mal besucht oder kamen zu Besuch. Es ist nat\u00fcrlich nicht falsch, dass Kinder bei den Eltern leben. Eltern sollten aber wissen: Wenn man den Kindern etwas beibringen will, hat man bis zum Alter von 12 Jahren Zeit. Danach kann man Angebote machen. Manchmal sind die Kinder auch froh dar\u00fcber und nehmen eine ganze Menge von den Eltern an. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen immer noch Grenzen gesetzt werden, aber die weitere Orientierung suchen sich die Kinder typischerweise bei jemand anderem als bei den Eltern. Eine kleine Anmerkung zu dem oben Gesagten bez\u00fcglich Kindern und Jugendlichen: Das steht so nicht in der <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a>, ist vielmehr meine pers\u00f6nliche Meinung, z.T. angelernt, z.T. aus Gespr\u00e4chen mit Eltern entstanden, z.T. aus Beobachtungen von Kindern, die ich in 30 Jahren <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yoga_Praxis\" target=\"_blank\">Yoga Praxis<\/a> habe erwachsen werden sehen, z.T. aus Gespr\u00e4chen mit Erwachsenen, die schon als Kind Yoga ge\u00fcbt haben.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Theorie der Manus und Rishis aus der Sicht der Systemtheorie:<\/p>\n<p>Als Menschen sind wir Teil von gr\u00f6\u00dferen Gruppen. Diese Gruppen haben eine Gruppenseele, ohne dass wir das zu w\u00f6rtlich zu nehmen brauchen. Wir sind gleichzeitig Teil von verschiedenen Gruppen. Wir k\u00f6nnen uns durchaus von einer Gruppe l\u00f6sen und in eine andere Gruppe hineinwachsen. Alle Gruppen von Menschen sind auch Teil der gesamten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a>. Und die Intelligenz hinter der gesamten Erde wird als <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhumi_Devi\" target=\"_blank\">Bhumi<\/a> Devi bezeichnet. Bhumi ist \u201edie Erde\u201c und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Devi\" target=\"_blank\">Devi<\/a> hei\u00dft \u201edie G\u00f6ttin\u201c. Bhumi Devi ist die \u201eG\u00f6ttin Erde\u201c. Die Erde selbst hat ein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Buch\/MandukyaUpanishad\/6Bewusstsein.htm\">Bewusstsein<\/a>. Die ganze Erde ist wie der physische K\u00f6rper von Bhumi Devi. Und Bhumi Devi hat einen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Astralk\u00f6rper\" target=\"_blank\">Astralk\u00f6rper<\/a>, die Gedankenatmosph\u00e4re und die geistigen Prinzipien auf der Erde. Dar\u00fcber hinaus hat Bhumi Devi ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bewusstsein\" target=\"_blank\">Bewusstsein<\/a>. Das ganze Planetensystem hat insgesamt auch wieder ein Bewusstsein, was sich <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Surya1.html\" target=\"_blank\">Surya<\/a> nennt (Sonnengott). Im Yoga verehren wir die Erde und die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sonne\" target=\"_blank\">Sonne<\/a>. Wir sind wie Zellen der Erde. Und die Erde ist wie ein Organ des Sonnensystems. Wenn wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Surya\" target=\"_blank\">Surya<\/a> verehren, verehren wir die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Seele\" target=\"_blank\">Seele<\/a> dieses Sonnensystems und ehren, dass wir Teil dieses Sonnensystems sind.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manu\" target=\"_blank\">Manu<\/a> gilt also als ein Herrscher \u00fcber das ganze Menschengeschlecht. Alle Menschen zusammen bilden auch ein Menschengeschlecht und sind Teil von Manu. Manchmal wird gesagt, Manu ist wie unser Vater. Manu wird dann auch als derjenige genannt, der den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten des Menschseins entspricht, der so ist wie die Grundstruktur des Menschen. In Manu sind aus der Jungschen Sichtweise alle Archetypen des Menschen.<\/p>\n<p>Nach dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Siddhanta\" target=\"_blank\">Siddhanta<\/a> (alte indische astronomische Schrift von vor ca. 2.000 Jahren) dauert ein Manvantara, also ein Manu-Zeitalter, 311 Millionen Jahre. Und im gegenw\u00e4rtigen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kalpa\" target=\"_blank\">Kalpa<\/a> sollen wir uns im 7. Zeitalter, also dem Zeitalter des Vaivasvata Manu, befinden. Das n\u00e4chste Zeitalter wird das Savarni Manvantara genannt. In der Devi Mahatmyam im Markandeya Purana wird erz\u00e4hlt, wie Suratha die Qualifikation zum k\u00fcnftigen Manu erworben hat. Diese Chronologie von Manus, also Regenten von Menschengeschlechtern, widerspricht nat\u00fcrlich den arch\u00e4ologischen Funden. Entweder man geht davon aus, dass die anderen Manvantaras auf anderen Planeten oder Seinsebenen gewesen sind oder man sieht das Ganze allegorisch. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\" target=\"_blank\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/yogi\/sivananda.html\" target=\"_blank\">Sivananda<\/a> und Swami <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/swami-vishnu-devananda.html\" target=\"_blank\">Vishnu-devananda<\/a> haben dar\u00fcber nicht allzu viel gesagt, vermutlich weil es f\u00fcr die spirituelle Praxis des Einzelnen letztlich nicht von Bedeutung ist.<\/p>\n<p>Dennoch, ich finde die Grundidee gro\u00dfartig: Alle Menschen zusammen bilden ein gro\u00dfes Ganzes. In diesem Sinne sind wir alle Br\u00fcder und Schwestern, nicht nur Kinder des einen Gottes sondern auch Kinder des einen Manus. Und wir sind uns auch deshalb \u00e4hnlich, weil wir wie Zellen des gleichen Manus sind. Wir k\u00f6nnen aber auch sagen, ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manu\" target=\"_blank\">Manu<\/a> ist wie eine Gattung Mensch und wir sind Homo sapiens, eine bestimmte Species. Man k\u00f6nnte die anderen Manus auch als fr\u00fchere Menschenarten interpretieren, z.B. Homo Neandertalensis, Homo Australopithecus etc.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu dem, was <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> eigentlich gesagt hat: \u201eAll diese <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a> sind aus mir heraus entstanden, die 7 gro\u00dfen Weisen, die Rishis, die Kumaras und die Manus.\u201c Egal wie man es versteht, es l\u00e4uft auf Folgendes hinaus: Alle spirituellen Haupttraditionen, die 7 Ebenen des Seins, alles stammt aus <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_gott.html\" target=\"_blank\">Gott<\/a> und ist daher g\u00f6ttlich. Nicht nur die urspr\u00fcngliche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a>, sondern auch die physische Welt ist g\u00f6ttlich. Die 4 Kumaras als Symbol der urspr\u00fcnglichen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spiritualit\u00e4t\" target=\"_blank\">Spiritualit\u00e4t<\/a> sind g\u00f6ttlich, die Manus, welche das Menschengeschlecht dort regieren oder das Wissen dieses Menschengeschlechts, die g\u00f6ttlichen Prinzipien hinter dem Menschsein an sich, auch das ist g\u00f6ttlich. All das kommt aus Krishna (w\u00f6rtlich \u201eder Geheimnisvolle\u201c).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der vielen hinduistischen Sch\u00f6pfungsmythen besagt, dass zuerst die gro\u00dfen Weisen geschaffen wurden und dann alles andere. Das ist eine etwas andere Sch\u00f6pfungsgeschichte als wir sie von der Darwinschen Evolutionslehre her kennen. In der modernen Evolutionsbiologie lernt man, dass aus Einzellern Bakterien entstanden, dann Mehrzeller, daraus &hellip; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/10-06-kommentar-sukadev\/\" class=\"more-link\"><span class=\"morelink-icon\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[455,28],"class_list":["post-1789","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-10-kapitel","tag-10-kapitel-6-vers","tag-kommentar-sukadev"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1789","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1789"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1789\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19929,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1789\/revisions\/19929"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1789"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1789"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1789"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}