{"id":1767,"date":"2010-04-01T20:00:14","date_gmt":"2010-04-01T18:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=1767"},"modified":"2016-02-07T11:49:53","modified_gmt":"2016-02-07T10:49:53","slug":"09-29-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/09-29-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"09-29 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Manchmal stellen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> die Frage, warum sie <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> verehren sollen und ob er das \u00fcberhaupt m\u00f6chte. Gott hat nichts davon, wenn wir Ihn verehren. Aber wir haben sehr viel davon. Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhakta\" target=\"_blank\">Bhaktas<\/a> (Gottesverehrer) dr\u00fccken es so aus: Sie sagen: \u201eGott will zu uns kommen. Gott wartet auf uns. Wir m\u00fcssen nur einen Schritt auf ihn zugehen, dass er 1000 Schritte auf uns zukommt.\u201c<\/p>\n<p>In vielen Kriegen bitten Menschen, \u201eOh Gott, bitte stehe auf meiner Seite.\u201c Und die Gegner beten: \u201eOh Gott, bitte stehe auf meiner Seite.\u201c Es ist nicht so, dass Gott parteiisch ist. Gott steht auf keiner Seite. Er ist sogar unparteiisch dem Guten gegen\u00fcber. Es ist nicht so, dass Gott einen bestraft oder belohnt, sondern das macht das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/\" target=\"_blank\">Karma<\/a>. Nehmen wir einmal das Beispiel einer<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sonne\" target=\"_blank\"> Sonne<\/a>: Wenn die Sonne scheint dann scheint sie f\u00fcr alle Menschen, die Guten und die weniger Guten. Wenn ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogi<\/a> aus der T\u00fcr tritt, bekommt er keinen besonders sch\u00f6nen Sonnenstrahl ab w\u00e4hrend sein Nachbar, der vielleicht einen Tag vorher einen Bank\u00fcberfall begangen hat, im gleichen Moment einen Regenschauer abbekommt. Gott l\u00e4sst die Sonne f\u00fcr alle Menschen gleich scheinen und er selbst strahlt auch immer die gleiche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> aus. Nur manche Menschen lassen die Sonnenstrahlen\/seine Liebe st\u00e4rker in sich eindringen, andere Menschen lassen die Sonnenstrahlen\/seine Liebe weniger in sich eindringen.<\/p>\n<p>Was ist in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indien\" target=\"_blank\">Indien<\/a> beliebter, die Sonne oder der Regen? Der Regen ist dort beliebter. Warum? Weil er relativ selten ist. So wie hier oft die Sonne ein Zeichen des Segens ist, ist dort der Regen ein Zeichen des Segens. Es hei\u00dft, wenn es w\u00e4hrend einer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yajna\" target=\"_blank\">Yajna<\/a> anf\u00e4ngt zu regnen, gilt dies als besonderes Segenszeichen.<\/p>\n<p>F\u00fcr unsere Breiten k\u00f6nnen wir uns das ganz einfach machen. Wenn wir ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ritual\" target=\"_blank\">Ritual<\/a> zelebrieren und die Sonne scheint, dann ist es ein besonderer Segen. Und wenn es regnet, ist es auch ein besonderer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Segen\" target=\"_blank\">Segen<\/a>.<\/p>\n<p>So feiern wir in Deutschland meist nur die christlichen Feiertage. Die Inder haben viel mehr Gelegenheiten an Gott zu denken. In Indien ist eigentlich st\u00e4ndig irgendein Feiertag, denn sie feiern die Feiertage fast aller Religionen. Indien ist das Land mit den meisten Feiertagen. Anders als bei uns hat dann aber nicht alles geschlossen, sondern nur die Banken und Regierungsgeb\u00e4ude. Bei den Superm\u00e4rkten und Gesch\u00e4ften h\u00e4ngt die \u00d6ffnungszeit von der Religion des Besitzers ab. Ist es z.B. ein Christ, hat das Gesch\u00e4ft an Weihnachten geschlossen. Wenn man etwas Wichtiges zu erledigen hat, lohnt es sich, vorher mal auf den Kalender zu schauen.<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt den Indern auch durchaus leichter mit Katastrophen umzugehen als Westlern. Im Westen gilt Gott als derjenige, der belohnt und bestraft. Und wenn etwas schief geht, dann muss Gott einen bestraft haben. Und dann fragt man sich: \u201eWas habe ich falsch gemacht, dass Gott mich bestraft?\u201c Und wenn man nichts oder nichts Ausreichendes findet, zweifelt man an Gott, hadert man mit Gott, verliert den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Glaube\" target=\"_blank\">Glauben<\/a> an Gott.<\/p>\n<p>Inder glauben, dass Gottes Liebe immerw\u00e4hrend und allgegenw\u00e4rtig ist. Gutes und Schlechtes kommen aus dem Karma heraus auf einen zu. Gott hat damit nichts zu tun. Gott ist immer Liebe.<\/p>\n<p>Warum sp\u00fcren manche die Liebe Gottes und andere nicht? Nehmen wir mal den Regen als ein Beispiel. Wir k\u00f6nnen, wenn wir in den Regen gehen und Wasser brauchen, ein Gef\u00e4\u00df mitnehmen, oder auch nicht. Wenn wir kein Gef\u00e4\u00df mitnehmen, haben wir hinterher kein Trinkwasser, welches wir zu unserer Familie bringen k\u00f6nnen, und zwar nicht, weil Gott uns nicht mag, sondern, weil wir unser Gef\u00e4\u00df nicht mitgenommen haben. Manche Menschen nehmen auch ein Gef\u00e4\u00df mit, halten es aber falsch herum. Wieder andere nehmen ein Gef\u00e4\u00df mit einem Loch mit. Dies ist vergleichbar mit der Liebe Gottes. Sie ist immer da. Wir m\u00fcssen nur unser Gef\u00e4\u00df, unser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\">Herz<\/a>, \u00f6ffnen. Dann k\u00f6nnen wir diese Liebe sp\u00fcren. So sagt Krishna: \u201eDie Menschen, die Mich mit Hingebung verehren, die sind in Mir und Ich bin auch in ihnen.\u201c Sie sp\u00fcren sich in ihm.<\/p>\n<p>Hier wechselt <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a>, wie schon so oft, wieder seinen Standpunkt und scheint sich selbst zu widersprechen. Im gleichen Kapitel hat er zuvor schon gesagt, dass er nicht in den Wesen und die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a> nicht in ihm sind. Und jetzt sagt er pl\u00f6tzlich, ich bin in den Wesen und die Wesen in mir. Dies m\u00fcssen wir vom emotionalen Standpunkt aus betrachten: Wenn wir Gott mit Hingebung verehren, haben wir das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a>, Gott ist in uns. Wir sp\u00fcren Gott im Herzen und wir sp\u00fcren, wir sind in Gott. Wir f\u00fchlen, Gott ist \u00fcberall. Es ist nicht so, dass Gott etwas davon hat, wenn wir ihn verehren oder <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\" target=\"_blank\">Asanas<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana\/pranayama\/\" target=\"_blank\">Pranayama<\/a> machen oder <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation\/\" target=\"_blank\">meditieren<\/a>, sondern wir \u00f6ffnen unser Gef\u00e4\u00df zu Gott. Und so kann es mit Liebe gef\u00fcllt werden und so wissen wir, Gott ist in uns und wir sind in Gott.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal stellen Menschen die Frage, warum sie Gott verehren sollen und ob er das \u00fcberhaupt m\u00f6chte. Gott hat nichts davon, wenn wir Ihn verehren. Aber wir haben sehr viel davon. Die Bhaktas (Gottesverehrer) dr\u00fccken es so aus: Sie sagen: \u201eGott will zu uns kommen. Gott wartet &hellip; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/09-29-kommentar-sukadev\/\" class=\"more-link\"><span class=\"morelink-icon\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[443,28],"class_list":["post-1767","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-09-kapitel","tag-9-kapitel-29-vers","tag-kommentar-sukadev"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1767"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1767\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19854,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1767\/revisions\/19854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}