{"id":1761,"date":"2010-04-04T20:00:38","date_gmt":"2010-04-04T18:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=1761"},"modified":"2016-02-07T10:50:46","modified_gmt":"2016-02-07T09:50:46","slug":"09-26-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/09-26-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"09-26 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Wir k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> auf einfache Art und Weise verehren. Ihr k\u00f6nnt zum Beispiel zuhause einen kleinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Altar\" target=\"_blank\">Altar<\/a> errichten und dort kleine Opfer bringen. Wenn ihr eine Kerze anz\u00fcndet, z\u00fcndet sie nicht einfach an, sondern bringt das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Licht\" target=\"_blank\">Licht<\/a> Gott dar mit den Worten: \u201eOh Gott, dieses Licht bringe ich dir dar.\u201c Ihr k\u00f6nnt es dabei dreimal im Uhrzeigersinn schwenken.<\/p>\n<p>Wenn ihr ein R\u00e4ucherst\u00e4bchen anz\u00fcndet, dann z\u00fcndet es nicht einfach nur so an, sondern sagt: \u201eOh Gott, ich bringe dir dieses R\u00e4ucherst\u00e4bchen dar.\u201c Dasselbe k\u00f6nnt ihr auch mit einem Blatt oder einer Blume tun. Und ihr k\u00f6nnt jede Alltagshandlung als kleines informelles <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ritual\" target=\"_blank\">Ritual<\/a> gestalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/swami-vishnu-devananda\/\" target=\"_blank\">Swami Vishnu-devananda<\/a> hat einige Jahre lang, wenn er zum <a href=\"http:\/\/mein.yoga-vidya.de\/page\/yoga-vidya-satsang\" target=\"_blank\">Satsang<\/a> gekommen ist, eine Bl\u00fcte oder ein Blatt mitgebracht, welches er auf dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> in den Satsangraum gefunden hat. Er hat sich dann vor dem Altar verneigt und es dargebracht. Vermutlich wollte er uns ein Beispiel geben, dass wir uns so rituell ausdr\u00fccken k\u00f6nnen. So \u00e4hnlich, wie mein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vater\" target=\"_blank\">Vater<\/a>, der sehr oft auf Gesch\u00e4ftsreise war, wenn er zu uns zur\u00fcckkam, und uns drei Jungs immer etwas mitbrachte. Warum hat er uns etwas mitgebracht? Im Laufe der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> hatten wir massig Teddyb\u00e4ren und Gummitiere und irgendwelche Lufthansaflieger. Gebraucht haben wir diese ganzen Dinge nicht, aber er hat seine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> zu uns ausgedr\u00fcckt und wir haben uns dar\u00fcber gefreut.<\/p>\n<p>Braucht Gott, dass wir ihm irgendein Blatt darbringen? Nein, er braucht es \u00fcberhaupt nicht. Er ist das Blatt und es geh\u00f6rt ihm schon. Doch das spielt keine Rolle.<\/p>\n<p>Eine andere Analogie: Als <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\" target=\"_blank\">Kinder<\/a> haben wir immer unserer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mutter\" target=\"_blank\">Mutter<\/a> zum Muttertag irgendetwas gemalt. Die Stifte hat unsere Mutter uns geschenkt genauso wie das Papier und dann haben wir aus den Stiften und dem Papier irgendetwas gekritzelt. Wenn man es objektiv betrachtet h\u00e4tte, h\u00e4tte man es als gr\u00e4sslich bezeichnen k\u00f6nnen, denn keiner von uns war k\u00fcnstlerisch \u00fcberm\u00e4\u00dfig begabt. Ich glaube aber nicht, dass unsere Mutter die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freude\" target=\"_blank\">Freude<\/a> geheuchelt hat. F\u00fcr eine Mutter gibt es nichts Sch\u00f6neres als gemalte Bilder ihrer Kinder. Die Mutter kann zwar materiell damit nicht viel anfangen, aber es ist ein Ausdruck von Liebe. Und wir Kinder waren so stolz, wenn wir es der Mutter gegeben haben. Ich <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Glaube\" target=\"_blank\">glaube<\/a>, ihr k\u00f6nnt das nachvollziehen. So \u00e4hnlich k\u00f6nnen wir stolz sein, wenn wir Gott etwas darbringen. Gott nimmt es an und wir sp\u00fcren die Liebe. Liebe muss sich ausdr\u00fccken. Es kann sein, dass es f\u00fcr uns ausreicht, wenn wir uns einfach verneigen. Es kann sein, dass wir etwas darbringen dabei, ein Blatt oder eine Bl\u00fcte, oder, wenn uns das alles zu brutal vorkommt, weil wir eine arme Pflanze damit traktieren w\u00fcrden, ein bisschen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wasser\" target=\"_blank\">Wasser<\/a> oder eine Frucht, die wir nachher selbst essen k\u00f6nnen. Aber erst einmal bringen wir sie Gott dar. Und dann sind wir <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dankbarkeit\" target=\"_blank\">dankbar<\/a>, dass wir sie anschlie\u00dfend bekommen.<\/p>\n<p>Die ersten beiden Worte dieses Verses hei\u00dfen \u201ePatram Pushpam\u201c. So wird dieser Vers auch als \u201ePatrampushpam-Shloka\u201c bezeichnet. Daraus ist ein gefl\u00fcgeltes Wort geworden. Wann immer ein Gottesverehrer etwas f\u00fcr Gott tut, kann er innerlich sagen: \u201ePatram Pushpam\u201c. Das bedeutet dann: \u201eOh Gott, dies ist meine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gabe\" target=\"_blank\">Gabe<\/a> an dich. Bitte nimm es an, so wie du es in der <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> versprochen hast\u201c.<\/p>\n<p>Eine andere Formel, mit welcher wir alles Gott darbringen k\u00f6nnen, ist \u201eNarayana Iti Samarpayami\u201c.\u00a0 Das hei\u00dft: \u201eWas auch immer ich tue, bringe ich dir dar, oh Gott.\u201c Diese Formel k\u00f6nnen wir uns morgens nach dem Aufwachen sagen und so alles Gott widmen. Wir k\u00f6nnen sie auch abends vor dem Schlafengehen sagen und damit alles, was wir getan haben, Gott darbringen. Oder man kann\u00a0 diese Formel auch zwischendurch w\u00e4hrend des Tages wiederholen. \u201ePatram Pushpam\u201c und \u201eNaryana Iti Samarpayami\u201c sind gute S\u00e4tze und Lebenseinstellungen, um den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Alltag\" target=\"_blank\">Alltag<\/a> zu spiritualisieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\" target=\"_blank\">Swami<\/a> Vishnu hat Patram Pushpam auch wiederholt, wenn er sein Bestes gegeben hat und trotzdem etwas schief ging. Das war seine Opfergabe an Gott, und dieser hat es angenommen. Angenommen, man w\u00fcrde vor dem Altar einen Apfel hinlegen. Dann bringt man sein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gebet\" target=\"_blank\">Gebet<\/a> dar und wenn man die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yogatherapie\/frage-antwort\/augen\/\" target=\"_blank\">Augen<\/a> \u00f6ffnet, ist der Apfel weg. Wie w\u00fcrdet ihr euch f\u00fchlen? Es ist wie ein gro\u00dfes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wunder\" target=\"_blank\">Wunder<\/a>. Ich habe Gott das dargebracht und er hat es zum Verschwinden gebracht, direkt gegessen!<\/p>\n<p>Vor ein paar Jahren gab es gr\u00f6\u00dfere Presseartikel \u00fcber das Wunder der verschwundenen Milch in einem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Ganeshatext.html\" target=\"_blank\">Ganesha<\/a> Tempel in Indien. Ein Mann hatte <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ganesha\" target=\"_blank\">Ganesha<\/a> Milch zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verehrung\" target=\"_blank\">Verehrung<\/a> dargebracht, die Augen geschlossen und als er sie wieder \u00f6ffnete sah er, wie die Milch langsam verschwand. Es gab keine Katze im Raum und das Verschwinden wurde per Video dokumentiert.<\/p>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> bem\u00fchen wir uns, etwas Gro\u00dfartiges zu tun und st\u00e4ndig geht alles schief. Das bedeutet, dass Gott es angenommen hat. Habt ihr das verstanden? Mit viel M\u00fche haben wir irgendetwas aufgebaut, und dann geht alles schief, alles ist verloren. Patram Pushpam. Das ist meine Bl\u00fcte, das ist mein Blatt \u2013 und gro\u00dfartiger Weise hat Gott mein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Opfer\" target=\"_blank\">Opfer<\/a> vollst\u00e4ndig verzehrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir k\u00f6nnen Gott auf einfache Art und Weise verehren. Ihr k\u00f6nnt zum Beispiel zuhause einen kleinen Altar errichten und dort kleine Opfer bringen. 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