{"id":1751,"date":"2010-04-09T20:00:57","date_gmt":"2010-04-09T18:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=1751"},"modified":"2016-02-05T12:26:45","modified_gmt":"2016-02-05T11:26:45","slug":"09-21-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/09-21-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"09-21 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>Auf dieses Thema kommt <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> in der <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> h\u00e4ufig zu sprechen. Er sagt, die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Spiritualit\u00e4t\" target=\"_blank\">Spiritualit\u00e4t<\/a>, die er lehrt, ist nicht die Spiritualit\u00e4t, mit der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Arjuna\" target=\"_blank\">Arjuna<\/a> vertraut ist. Arjuna kennt die Spiritualit\u00e4t des Relativen: Man macht <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ritual\" target=\"_blank\">Rituale<\/a>, nimmt Soma, ein rituelles Getr\u00e4nk, zu sich, s\u00fchnt die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Papa\" target=\"_blank\">Papas<\/a> (<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/S\u00fcnde\" target=\"_blank\">S\u00fcnden<\/a>), die man eventuell begangen hat, indem man bereut, fastet, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yajna\" target=\"_blank\">Yajnas<\/a> oder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Puja\" target=\"_blank\">Pujas<\/a> ausf\u00fchrt oder auch Spenden gibt. Das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ziel\" target=\"_blank\">Ziel<\/a> dieser relativen Spiritualit\u00e4t ist, mittels guter Werke sich den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Himmel\" target=\"_blank\">Himmel<\/a> zu verdienen. Krishna sagt, dass ein solch verdienter Himmel nicht von Dauer ist. Man wird <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kreislauf-von-geburt-und-tod\/\" target=\"_blank\">wiedergeboren<\/a>, wenn die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Punya\" target=\"_blank\">Punyas<\/a>, die Verdienste aufgebraucht, sind.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Form von relativer Spiritualit\u00e4t war im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Christentum\" target=\"_blank\">Christentum<\/a> bis zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zeit\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> von Luther sehr weit verbreitet.\u00a0 S\u00fchnen konnte man abl\u00f6sen durch Fasten, durch eine Spende, durch Rosenkranzgebete, Kasteiungen oder den Kauf eines Ablassbriefes. Dadurch glaubte man, die Papas aufzul\u00f6sen und in den Himmel zu kommen, ja sogar den Vorfahren das Fegefeuer zu ersparen. Die Christen haben sogar angenommen, dass man dadurch dauerhaft in den Himmel kommt. Gegen diese Form der \u201eWerkgerechtigkeit\u201c, also dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Glaube\" target=\"_blank\">Glauben<\/a>, dass fromme Werke einem den Himmel sichern, hat sich Luther gewandt. Auch die katholische Kirche hat nach dem Konzil von Trient von dieser Vorstellung Abstand genommen. Genauso sagt Krishna, dass der Versuch, sich durch fromme Werke den Himmel dauerhaft zu verdienen, auf einem Irrglauben beruht. Wenn man etwas gegeben hat, um in den Himmel zu kommen, dann war das eine egoistische <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gabe\" target=\"_blank\">Gabe<\/a>. Eine solche Gabe kann nicht zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Befreiung\" target=\"_blank\">Befreiung<\/a> f\u00fchren. Wenn man sich ausmalt, wie sch\u00f6n die Himmelsfreuden sein werden, dann mag das ein netter Zeitvertreib sein. Jede Zivilisation malt sich die Himmelsfreuden anders aus. In Europa hat man von ewigem Fr\u00fchling und Harfen spielenden Engeln, die Halleluja singen, gesprochen. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> sagt: Wenn man religi\u00f6se Werke ausf\u00fchrt, um daf\u00fcr im Himmel belohnt zu werden, um also eine Art himmlisches <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vergn\u00fcgen\" target=\"_blank\">Vergn\u00fcgen<\/a> zu bekommen, dann kehrt man letztlich wieder auf die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a> zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Krishna sagt nicht, dass man nicht in den Himmel kommt, wenn man mit dieser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Motivation\" target=\"_blank\">Motivation<\/a> praktiziert. Er will den <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminare\/interessengebiet\/indische-schriften\/\" target=\"_blank\">Schriften<\/a> nicht widersprechen. Aber er geht davon aus, dass, wenn unser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verdienst\" target=\"_blank\">Verdienst<\/a> ersch\u00f6pft ist, wir zur\u00fcckkommen und von vorne anfangen m\u00fcssen. \u00c4hnlich gibt es <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a>, die in diesem Leben gute Werke tun und religi\u00f6se <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ritual\" target=\"_blank\">Rituale<\/a> vollziehen, damit es ihnen im n\u00e4chsten <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\">Leben<\/a> besser geht. Auch so etwas f\u00fchrt nicht zur <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Befreiung\" target=\"_blank\">Befreiung<\/a> sondern, eben zur <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/\" target=\"_blank\">Wiedergeburt<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-tradition\/swami-vishnu-devananda\/\" target=\"_blank\">Swami Vishnu<\/a> hat uns erz\u00e4hlt, die sicherste Investition kein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geld\" target=\"_blank\">Geld<\/a> zu verlieren, sei, es zu spenden. Wenn wir reich sind, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kunst-des-sterbens\/\" target=\"_blank\">sterben<\/a> und unseren Erben das ganze Geld hinterlassen, w\u00fcrden wir den Erben damit keinen Gefallen tun, da sie dadurch zu <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tr\u00e4gheit\" target=\"_blank\">Tr\u00e4gheit<\/a>, im schlimmsten Fall zu langj\u00e4hrigen Erbstreitigkeiten verf\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Wenn wir es nur f\u00fcr uns selbst ausgeben, dann bekommen wir einen verweichlichten Charakter, mit dem wir dann in die n\u00e4chste <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Inkarnation\" target=\"_blank\">Inkarnation<\/a> gehen. Wenn wir es spenden, bekommen wir es im n\u00e4chsten Leben wieder. Noch besser ist es, wir spenden es, ohne irgendetwas daf\u00fcr haben zu wollen. Wir spenden aus reiner <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a>. Wir spenden, weil wir andere Menschen leiden sehen und die M\u00f6glichkeit haben, ihr <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/schuld-und-leid\/\" target=\"_blank\">Leid<\/a> zu lindern. Oder wir sehen: \u201eGott hat mir deshalb die M\u00f6glichkeit gegeben, anderen das Leiden zu lindern, damit ich das auch tue. Deshalb tue ich es. Es ist nichts Gro\u00dfartiges, wenn ich es tue, sondern ich kann dankbar sein f\u00fcr die Gelegenheit, es tun zu d\u00fcrfen\u201c. Swami Vishnu-devananda hat manchmal zu uns gesagt: \u201eIch danke euch f\u00fcr die Gelegenheit, euch <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dienen\" target=\"_blank\">dienen<\/a> zu k\u00f6nnen.\u201c Es war keine Phrase, er hat es wirklich gemeint, das konnte man merken. Auch wir k\u00f6nnen dieses <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gef\u00fchl\" target=\"_blank\">Gef\u00fchl<\/a> des Gebens und der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dankbarkeit\" target=\"_blank\">Dankbarkeit<\/a> f\u00fcr die M\u00f6glichkeit des Gebens kultivieren. Jemand anderes braucht es, also k\u00f6nnen wir es geben. Ich kann dankbar daf\u00fcr sein, dass ich es tun kann. Das ist die h\u00f6chste Form des Gebens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dieses Thema kommt Krishna in der Bhagavad Gita h\u00e4ufig zu sprechen. Er sagt, die Spiritualit\u00e4t, die er lehrt, ist nicht die Spiritualit\u00e4t, mit der Arjuna vertraut ist. 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