{"id":14116,"date":"2009-05-19T17:00:13","date_gmt":"2009-05-19T15:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=14116"},"modified":"2016-07-01T14:22:32","modified_gmt":"2016-07-01T12:22:32","slug":"16-12-kommentar-2-von-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/16-12-kommentar-2-von-sukadev\/","title":{"rendered":"16-12 Kommentar 2 von Sukadev"},"content":{"rendered":"<p><strong><strong><em>Bhagavad Gita, 16. Kapitel 12. Vers: Ungute sind durch Habgier und Zorn gefesselt <\/em><\/strong><\/strong><\/p>\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5862\"><a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1340_Bhagavad_XVI_12.mp3\" title=\"Play\" onclick=\"return powerpress_embed_html5a('5862','https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1340_Bhagavad_XVI_12.mp3');\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-content\/plugins\/powerpress\/play_audio.png\" title=\"Play\" alt=\"Play\" style=\"border:0;\" width=\"23px\" height=\"24px\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1340_Bhagavad_XVI_12.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?powerpress_pinw=14116-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1340_Bhagavad_XVI_12.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"1340_Bhagavad_XVI_12.mp3\">Download<\/a><\/p>\n<p>\u201eAsa-pasa-satair baddhah kama-krodha-parayanah ihante kama-bhogartham anyayenartha-sancayan.\u201c<\/p>\n<p>Krishna spricht:<\/p>\n<p>\u201eVon hundert Stricken der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hoffnung\" target=\"_blank\">Hoffnung<\/a> gebunden und der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gier\" target=\"_blank\">Gier<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zorn\" target=\"_blank\">Zorn<\/a> anheimgestellt, bem\u00fchen die asurischen Menschen sich mit ungesetzlichen Mitteln, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Reichtum\" target=\"_blank\">Reichtum<\/a> f\u00fcr ihr Sinnesvergn\u00fcgen anzuh\u00e4ufen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Krishna\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> beschreibt in diesen Versen, wie asurische Menschen sind bzw. auch wie du als asurischer Mensch sein k\u00f6nntest. Und er will dich davor warnen: Sei nicht so! Er sagt so: \u201eHundert Stricke der Hoffnung.\u201c Gut, Hoffnung ist ja erst mal was Positives. So wie es in der Bibel hei\u00dft: Glaube, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a>, Hoffnung, diese drei. Eine positive Hoffnung ist letztlich, irgendwann <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> zu erreichen. Ein guter <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Glaube\" target=\"_blank\">Glaube<\/a> ist, dass Gott irgendwo hinter allem steckt. Liebe ist nat\u00fcrlich das H\u00f6chste, wie Paulus sagt in einem seiner Briefe. Aber Hoffnung hier ist etwas anderes. Was Krishna hier als Hoffnung bezeichnet, sind alle m\u00f6glichen Vorstellungen. Man denkt: \u201eJa, das und das will ich erreichen. Das und das will ich erreichen. Das brauche ich noch unbedingt.\u201c Ein <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a>, der in dieser Form von Hoffnung ist, lebt nicht in der Gegenwart. Immer wieder denkt er: \u201eJa, das m\u00fcsste ich noch erreichen. Das kommt noch irgendwann.\u201c Und so wie sie irgendetwas erreicht haben, sofort wollen sie mehr. Das ist gemeint mit hundert Stricken der Hoffnung. Und Menschen, die von hundert Stricken der Hoffnung gebunden sind, die leben in der Zukunft, sie k\u00f6nnen nicht in der Gegenwart das G\u00f6ttliche wahrnehmen. \u201eDer Gier und dem Zorn anheimgestellt.\u201c Gier bedeutet \u201eDas brauche ich. Das brauche ich. Das brauche ich. Das brauche ich. Usw.\u201c Und nat\u00fcrlich bekommt man nicht immer das, was man will, und dann kommt <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/\u00c4rger\" target=\"_blank\">\u00c4rger<\/a>. Und dann \u00e4rgert man sich \u00fcber dies, \u00e4rgert sich \u00fcber jenes. Dann folgen schlie\u00dflich auch ungesetzliche Mittel. Wenn man nicht mit gesetzlichen Mitteln bekommt, was man will, greift man zu ungesetzlichen Mitteln. Wobei, wenn <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> \u00fcber ungesetzliche Mittel spricht, ist das nicht nur das, was gegen die Rechtsordnung verst\u00f6\u00dft. Nat\u00fcrlich auch das. Gl\u00fccklicherweise leben wir ja in einem Rechtsstaat, wo Recht ist, was durchaus auch nach ethischen Prinzipien rechtm\u00e4\u00dfig ist. Es gab auch Zeiten, da war es anders. Siehe das dritte Reich oder auch andere Zeiten. Unser heutiger Rechtsstaat bem\u00fcht sich ja, die Grundethik, die auch die Grundlage hinter der <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> ist, in eine Gesetzesordnung hineinzubringen. Ob das immer in allen F\u00e4llen gelingt, ist eine andere Sache. Und man kann schon sagen, unsere Rechtsordnung ist auf der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ethik\" target=\"_blank\">Ethik<\/a> aufgebaut. Aber was die Bhagavad Gita meint, wenn sie von ungesetzlich spricht, ist nicht nur, was der Rechtsordnung entspricht, sondern die Ethik geht typischerweise noch weiter. Menschen, die st\u00e4ndig daran denken, dass sie das und das brauchen, die werden sich nicht an Gesetze halten und sie werden sich auch nicht an Ethik halten. Sie wollen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Reichtum\" target=\"_blank\">Reichtum<\/a> anh\u00e4ufen f\u00fcr Sinnesvergn\u00fcgen, f\u00fcr Macht, f\u00fcr Ansehen usw. Achte darauf, dass du nicht durch irgendwelche Vorstellungen und irgendwelche Gier pl\u00f6tzlich vom rechten <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\">Weg<\/a> abkommst. Dass du nicht pl\u00f6tzlich denkst: \u201eAh, das brauche ich. Und um das zu erreichen, dazu muss ich das und das tun.\u201c Immer dann, wenn du dich \u00fcber irgendetwas \u00e4rgerst, bist du zu einem Sklaven geworden von irgendeiner Vorstellung, irgendeiner Gier. Und immer dann, wenn du merkst, dass du mehr f\u00fcr dich brauchst als du mit rechtm\u00e4\u00dfigen, ethischen Mitteln bekommen k\u00f6nntest, da bist du schon wieder auf einem Weg zum Unguten, im Sinne von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Asura\" target=\"_blank\">Asura<\/a>. Sura hei\u00dft ja das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gute\" target=\"_blank\">Gute<\/a>, Asura hei\u00dft w\u00f6rtlich das Ungute. Achte also darauf, dass du nicht diesen Tendenzen zum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Opfer\" target=\"_blank\">Opfer<\/a> f\u00e4llst. Sei dir bewusst, letztlich geschieht, was geschehen soll. Letztlich, habe <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vertrauen\" target=\"_blank\">Vertrauen<\/a>! Aber erf\u00fclle auch deine Bestimmung. Werde nicht faul und tr\u00e4ge, sondern sage dir: \u201eIch bin hier, um zu wachsen. Ich bin hier, um mich zu entwickeln. Ich bin hier, um <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a> zu bewirken. Ich bin hier, um <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Liebe\" target=\"_blank\">Liebe<\/a> zu sp\u00fcren, Liebe zu geben und hinter allem das G\u00f6ttliche zu sehen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bhagavad Gita, 16. Kapitel 12. 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