{"id":1389,"date":"2010-08-20T20:00:45","date_gmt":"2010-08-20T18:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=1389"},"modified":"2015-10-22T15:34:47","modified_gmt":"2015-10-22T13:34:47","slug":"07-11-kommentar-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/07-11-kommentar-sukadev\/","title":{"rendered":"07-11 Kommentar Sukadev"},"content":{"rendered":"<p>In den Versen zuvor hat <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\">Krishna<\/a> beschrieben, dass in allem etwas Gro\u00dfartiges ist und dass <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> jedem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a> verschiedene Talente und Kr\u00e4fte schenkt. Diese Talente und Kr\u00e4fte k\u00f6nnen uns an Gott erinnern. Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sch\u00f6nheit\" target=\"_blank\">Sch\u00f6nheiten<\/a> der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Natur\" target=\"_blank\">Natur<\/a> k\u00f6nnen uns an Gott erinnern. Krishna hat uns so die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aufgabe\" target=\"_blank\">Aufgabe<\/a> gegeben, nach dem Gro\u00dfartigen im Menschen zu suchen und Gott darin zu erkennen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Euch eine praktische <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/uebung.html\" target=\"_blank\">\u00dcbung<\/a> gerne ans <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\">Herz<\/a> legen: Schreibt eine Liste mit 10 Namen von Menschen auf, mit denen ihr regelm\u00e4\u00dfig zu tun habt. Findet heraus, wie sich Gott als besondere Eigenschaften\/Talente in diesen Menschen manifestiert. Ihr k\u00f6nnt diese \u00dcbung auch t\u00e4glich abends machen, dann vielleicht nur mit 3 Menschen. Es ist eine ganz einfache \u00dcbung, die eure Beziehungen zu Menschen entscheidend ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Umgekehrt machen wir es ja h\u00e4ufiger. Typischerweise, wenn man sich unterh\u00e4lt und \u00fcber einen Menschen spricht, l\u00e4stert man. Schlecht \u00fcber jemanden <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Denken\" target=\"_blank\">denken<\/a>, kommt vermutlich noch h\u00e4ufiger vor. Das muss nicht nur schlecht sein. In einem Artikel der Zeitschrift \u201ePsychologie heute\u201c habe ich mal gelesen, wie wichtig Klatsch f\u00fcr den Menschen sei und dass zur Zusammengeh\u00f6rigkeit Klatsch geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Es gab mal einen Artikel im Spiegel. Dort stand, dass Boshaftigkeit charakteristisch f\u00fcr Menschen sei und auch in menschlichen Gesellschaften zum Zusammenhalt wichtig sei. Boshaftigkeit wurde dort definiert als: \u201eEinem anderen Menschen etwas Schlechtes tun, auch wenn man nichts davon hat.\u201c Dazu ist nur der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a> f\u00e4hig. Kein Affe, kein Schimpanse w\u00fcrde auf diese Idee kommen. Affen tragen, wie experimentell bewiesen wurde, diese Eigenschaft nicht in sich. Es gab mal eine Versuchsreihe mit Affen, wo einem Affen verschiedene M\u00f6glichkeiten auf Tasten zu dr\u00fccken gegeben wurden. Wenn er Taste A dr\u00fcckt, bekommt er selbst etwas <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a> zu Essen. Wenn er Taste B dr\u00fcckt, bekommt der Affe nebenan etwas Gutes zu Essen. Wenn er Taste C dr\u00fcckt, bekommen beide etwas.<\/p>\n<p>Im ersten Durchgang des Experiments dr\u00fcckte der Affe wahlweise mal auf die Tasten A, B und C.<\/p>\n<p>Im zweiten Durchgang dr\u00fcckt der Affe konsequent auf Taste C, wodurch beide Affen etwas Gutes zu Essen bekommen. Es zeigt sich, dass Affen tendenziell <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mitgef\u00fchl\" target=\"_blank\">Mitgef\u00fchl<\/a> entwickeln.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber ist der Mensch auch bereit auf eine Taste zu dr\u00fccken, wo weder er noch der andere etwas bekommen. Er macht das dann, wenn er glaubt, den anderen eins auswischen zu m\u00fcssen. Er ist bereit, dieses <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Opfer\" target=\"_blank\">Opfer<\/a> zu bringen, um jemand anderes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Leiden\" target=\"_blank\">leiden<\/a> zu lassen. Zun\u00e4chst mag ein solches Verhalten als negativ erscheinen. Allerdings braucht der Mensch diese F\u00e4higkeit, um zu verhindern von anderen ausgenutzt zu werden. Wenn Menschen allerdings nicht aus G\u00fcte heraus boshaft sind, sondern einfach nur unfair <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Handeln\" target=\"_blank\">handeln<\/a>, dann ist es wichtig, dieses Verhalten auch zu ahnden. Erst dadurch ist auf die Dauer die Mehrheit der Menschen f\u00e4hig zu kooperativem Verhalten und f\u00e4hig, auf etwas zu verzichten zum Wohl der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/\" target=\"_blank\">Gemeinschaft<\/a>.<\/p>\n<p>Je nach Betrachtung des Kontextes kann Boshaftigkeit also auch etwas <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gutes\" target=\"_blank\">Gutes<\/a> oder Sinnvolles sein. Als spiritueller <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aspirant\" target=\"_blank\">Aspirant<\/a> wollen wir aber \u00fcber diese Art von Steinzeitethik hinauswachsen und uns an das G\u00f6ttliche im Menschen erinnern. Dabei hilft die kleine \u00dcbung, die ich zuvor beschrieben habe. Man kann ja mit Menschen, die man besonders bewundert, beginnen und sp\u00e4ter Menschen nehmen, mit denen man sich verkracht hat. Und obwohl wir \u00fcber diese Steinzeitethik hinauswachsen sollen, kann es trotzdem auch hilfreich sein, ein negatives Bild \u00fcber sich <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">selbst<\/a> und \u00fcber andere zu haben, wenn man erkennt, dass praktisch jedes menschliche Verhalten irgendwann in einem evolution\u00e4ren Kontext einmal sinnvoll war und nicht auf der Dualit\u00e4t von Teufel und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> besteht. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> selbst sagt: \u201eIch bin die ganze <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a>, die ganze <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Natur\" target=\"_blank\">Natur<\/a> und damit das Gute, wie auch das Schlechte.\u201c<\/p>\n<p>Im 9. und 10. Vers geht es also um die Gro\u00dfartigkeit, welche zum Guten und zum Schlechten eingesetzt werden kann. Es gibt hochintelligente Menschen, die ihre Intelligenz nicht zum Nutzen, sondern zum Schaden anderer einsetzen. Es gibt Menschen mit viel <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Enthusiasmus\" target=\"_blank\">Enthusiasmus<\/a>, die mit viel Enthusiasmus gro\u00dfes <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma\/schuld-und-leid.html\" target=\"_blank\">Leiden<\/a> in die Welt bringen.<\/p>\n<p>Und dann im 11. Vers geht es Krishna darum, den Aspekt der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_ethik.html\" target=\"_blank\">Ethik<\/a> ins Spiel zu bringen. Man kann auch die ethischen Eigenschaften von Menschen besonders bewundern.<\/p>\n<p>\u201eIn dem Starken bin Ich die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a>, die frei ist von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wunsch\" target=\"_blank\">Wunsch<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verhaftung\" target=\"_blank\">Verhaftung<\/a>.\u201c St\u00e4rke \u2013 <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tejas\" target=\"_blank\">Tejas<\/a> \u2013 kann man in jedem Menschen bewundern. Besonders bewundernswert ist es, wenn es eine St\u00e4rke ist, bei der es nicht darum geht, eigene W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen und eigene Verhaftungen auszuleben.<\/p>\n<p>\u201eIn allen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wesen\" target=\"_blank\">Wesen<\/a> bin ich der Wunsch im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Einklang\" target=\"_blank\">Einklang<\/a> mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dharma\" target=\"_blank\">Dharma<\/a>.\u201c Wir k\u00f6nnen W\u00fcnsche haben, die dem Dharma, der Rechtschaffenheit entgegenstehen. Wir k\u00f6nnen aber auch W\u00fcnsche haben im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sinne\" target=\"_blank\">Sinne<\/a> von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Rechtschaffenheit\" target=\"_blank\">Rechtschaffenheit<\/a>. Darin ist Gott besonders leicht zu erkennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Versen zuvor hat Krishna beschrieben, dass in allem etwas Gro\u00dfartiges ist und dass Gott jedem Menschen verschiedene Talente und Kr\u00e4fte schenkt. Diese Talente und Kr\u00e4fte k\u00f6nnen uns an Gott erinnern. Die Sch\u00f6nheiten der Natur k\u00f6nnen uns an Gott erinnern. Krishna hat uns so die &hellip; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/07-11-kommentar-sukadev\/\" class=\"more-link\"><span class=\"morelink-icon\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[365,28],"class_list":["post-1389","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-07-kapitel","tag-7-kapitel-11-vers","tag-kommentar-sukadev"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1389"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19427,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1389\/revisions\/19427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}