{"id":13480,"date":"2009-07-07T17:10:54","date_gmt":"2009-07-07T15:10:54","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?p=13480"},"modified":"2019-09-24T12:50:52","modified_gmt":"2019-09-24T10:50:52","slug":"14-24-fortsetzung-ii-kommentar-2-von-sukadev","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/14-24-fortsetzung-ii-kommentar-2-von-sukadev\/","title":{"rendered":"14-24 Fortsetzung II \u2013 Kommentar 2 von Sukadev"},"content":{"rendered":"<p><strong><strong><em>Bhagavad Gita, 14. Kapitel 24. Vers Fortsetzung II.: Dualit\u00e4t wie Lob und Tadel sind f\u00fcr den Weisen gleich <\/em><\/strong><\/strong><\/p>\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4282\"><a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1302_Bhagavad_XV_24.II.mp3\" title=\"Play\" onclick=\"return powerpress_embed_html5a('4282','https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1302_Bhagavad_XV_24.II.mp3');\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/wp-content\/plugins\/powerpress\/play_audio.png\" title=\"Play\" alt=\"Play\" style=\"border:0;\" width=\"23px\" height=\"24px\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1302_Bhagavad_XV_24.II.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/bhagavad-gita\/?powerpress_pinw=13480-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/1302_Bhagavad_XV_24.II.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"1302_Bhagavad_XV_24.II.mp3\">Download<\/a><\/p>\n<p>Bhagavad Gita, 14. Kapitel, 24. Vers, dritter Teil und letzter Teil des 24. Verses.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Krishna<\/a> gibt Eigenschaften eines Vollkommenen und gibt uns damit Aufgaben, woran wir im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Alltag\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alltag<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/leben-und-arbeiten-im-yogacenter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">arbeiten<\/a> k\u00f6nnen. Der letzte Teil des 24. Verses ist: \u201eF\u00fcr wen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tadel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tadel<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Lob\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Lob<\/a> gleichbedeutend sind.\u201c<br \/>\nMenschen loben uns mal, Menschen tadeln uns mal. Und manchmal interpretieren wir das, was Menschen sagen, als Lob oder als Tadel, ohne dass sie das <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wirklich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wirklich<\/a> so meinen. Wenn du st\u00e4ndig danach strebst, gelobt zu werden, wenn du st\u00e4ndig nach Anerkennung strebst, dann machst du dich abh\u00e4ngig von anderen Menschen. Des Weiteren gilt, warum wollen wir \u00fcberhaupt Lob? Es gibt vermutlich einen wichtigen Grund. Wir identifizieren uns mit allem M\u00f6glichen. Tief im Inneren wissen wir aber, dass die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Identifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Identifikation<\/a> nicht wirklich korrekt ist. Wir haben <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie\/einsatzbereiche\/beschwerdebilder\/angst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Angst<\/a> davor, dass wir diese verlieren, und deshalb suchen wir nach Lob. Angenommen, du identifizierst dich mit deinen wundersch\u00f6nen Haaren. Dann willst du, dass Menschen sagen: \u201eOh, was hast du f\u00fcr tolle Haare.\u201c Angenommen, du identifizierst dich nicht mit deinen Haaren und jemand lobt deine Haare, dann denkst du: \u201eWas ist das f\u00fcr ein oberfl\u00e4chlicher <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mensch<\/a>? Was interessieren den meine Haare?\u201c Angenommen, du identifizierst dich mit deiner <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminare\/interessengebiet\/mantras-und-musik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Musik<\/a>, die du spielst. Vielleicht kannst du sch\u00f6n <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminare\/titel\/harmonium-lernseminar\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Harmonium<\/a> spielen oder sch\u00f6n <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Mantras.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mantras<\/a> singen. Dann erwartest du, dass jemand sagt: \u201eOh, du singst so toll. Du kannst so sch\u00f6n Harmonium spielen.\u201c Wenn der das nicht tut, dann f\u00fchlt man sich verunsichert. Angenommen, jemand identifiziert sich mit seinem Intellekt und denkt: \u201eIch bin so intelligent.\u201c Dann freust du dich, wenn jemand sagt: \u201eOh, so klug und einsichtig. Was du wieder dort gesagt hast oder dein Beitrag oder was du alles <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Denken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">denken<\/a> kannst, obwohl du dich mit allem besch\u00e4ftigst.\u201c Man freut sich. Angenommen, jemand sagt dann: \u201eDa gibt es aber jemanden, der hat das ein bisschen kl\u00fcger analysiert als du.\u201c Oder: \u201eDu warst schon mal flotter im Denken.\u201c Dann gibt das einen gro\u00dfen Stich ins <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Herz<\/a>. Das, womit du dich identifizierst, da willst du ein Lob haben, und da trifft dich der Tadel ganz besonders. Wenn du aber wei\u00dft, dass Lob und Tadel letztlich dich selbst nicht ber\u00fchren, dein h\u00f6chstes <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Selbst<\/a> bleibt immer gleich, dann kannst du gleich sein in Lob und Tadel. Du kannst dich freuen dar\u00fcber, wenn dich jemand lobt, und du kannst dich freuen dar\u00fcber, wenn dich ein Tadel trifft. Denn wenn dich ein Tadel trifft, dann wei\u00dft du: \u201eAha, da ist eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Identifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Identifikation<\/a>.\u201c Dann wei\u00dft du: \u201eAha, da m\u00fcsste ich lernen, mich nicht damit zu identifizieren.\u201c Das ist das eine, was du mit Tadel machen kannst. Und zwar vollkommen egal, ob der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tadel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tadel<\/a> korrekt ist oder nicht korrekt, ob er zutreffend ist oder nicht zutreffend ist. Wenn dich ein Tadel trifft, wei\u00dft du, da ist eine Identifikation und du wei\u00dft, \u201edaran kann ich <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/leben-und-arbeiten-im-yogacenter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">arbeiten<\/a>\u201c. Du kannst also einem Menschen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dankbar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dankbar<\/a> sein, wann immer ein Tadel dich trifft. Zum zweiten, wenn jemand dich tadelt, dann hilft er dir auch. Die meisten Menschen, die dich tadeln, wollen dich ja nicht tadeln, sondern geben dir ein Feedback, um dir zu helfen, dich zu bessern. Wenn z.B. ein Kunde sich beschwert, dann hofft er, dass der Kaufmann oder die Bedienung oder das Unternehmen irgendetwas besser macht. Wenn der Kunde sich nicht vorstellen kann, dass der das besser macht, wird er sich auch nicht mehr beschweren. Genauso, wenn ein <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freund\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Freund<\/a>, eine Freundin, ein Arbeitskollege, ein Chef dir negatives Feedback gibt, dann h\u00e4lt er dich ja f\u00fcr f\u00e4hig, dass du dich bessern kannst. Ansonsten w\u00fcrde es ja keinen Sinn machen. Es macht keinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sinn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sinn<\/a>, einem Stein zu sagen: \u201eDu bist so bewegungslos.\u201c Ein Stein wird sich nicht bewegen. Und genauso auch wird man keinem Menschen vorwerfen, der vielleicht Musiker ist, dass er nicht Einsteins Relativit\u00e4tstheorie besser wiedergeben kann, sondern man wird jemanden in der Hinsicht ein Feedback geben, wo man denkt, da k\u00f6nnte er sich bessern. Wenn jetzt jemand dir ein solches Feedback gibt, gibt es drei M\u00f6glichkeiten oder vielleicht noch sehr viel mehr. Das eine ist, das negative Feedback ist zutreffend. Gut, dann kannst du schauen, kannst du etwas daran \u00e4ndern, kannst du das als M\u00f6glichkeit ansehen, dich dort zu verbessern. Zweite M\u00f6glichkeit, es trifft zu, aber du kannst es nicht \u00e4ndern. Dann kannst du sagen: \u201eOk, er hat ja recht, aber ich kann es nicht \u00e4ndern. So ist es halt.\u201c Dritte M\u00f6glichkeit, es trifft nicht zu, es ist einfach nur irrt\u00fcmliche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wahrnehmung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wahrnehmung<\/a> des anderen. Dann kannst du das akzeptieren, dass er es gut meint, du kannst dazu l\u00e4cheln und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Loslassen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">loslassen<\/a>. Auf diese Weise kannst du gleichm\u00fctig sein in Lob und Tadel und dies ist ein entscheidender Moment oder ein entscheidender Fortschritt auf dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weg<\/a> zum <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gunatita\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gunatita<\/a> und damit zum Vollkommenen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bhagavad Gita, 14. Kapitel 24. Vers Fortsetzung II.: Dualit\u00e4t wie Lob und Tadel sind f\u00fcr den Weisen gleich Bhagavad Gita, 14. Kapitel, 24. Vers, dritter Teil und letzter Teil des 24. Verses. 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