Viveka Chudamani – Vers 41

Deutsche Übersetzung:

41. Mit diesen Worten sucht der Schüler, der im Waldbrand der Wiedergeburten Qualen leidet, beim Meister Zuflucht. Die große Seele schaut ihn mit einem Blick an, der vom Gefühl von Mitgefühl erfüllt ist, und beruhigt ihn sogleich: „ Fürchte dich nicht!“

Sanskrit Text:

tathā vadantaṃ śaraṇāgataṃ svaṃ
saṃsāra-dāvānala-tāpa-taptam |
nirīkṣya kāruṇya-rasārdra-dṛṣṭyā
dadyād abhītiṃ sahasā mahātmā || 41 ||

तथा वदन्तं शरणागतं स्वं
संसारदावानलतापतप्तम् |
निरीक्ष्य कारुण्यरसार्द्रदृष्ट्या
दद्यादभीतिं सहसा महात्मा || ४१ ||

tatha vadantam sharanagatam svam
samsara-davanala-tapa-taptam |
nirikshya karunya-rasardra-drishtya
dadyad abhitim sahasa mahatma || 41 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • tathā : so, auf diese Weise (Tatha)
  • vadantam : den Spechenden (vad)
  • śaraṇāgatam : Zuflucht Suchenden (Sharanagata)
  • svam : bei ihm („seine“, Sva)
  • saṃsāra-dāvānala-tāpa-taptam : von den Qualen (Tapa) des Daseinswandel-Waldbrandes (SamsaraDavanala) gequälten („erhitzten“, Tapta)
  • nirīkṣya : anschauend („angeschaut habend“, nis + īkṣ)
  • kāruṇya-rasārdra-dṛṣṭyā : mit einem von Tränen („Saft, Flüssigkeit“, Rasa) des Mitgefühls (Karunya) feuchten (Ardra) Blick (Drishti)
  • dadyāt : er möge (ihm) schenken („geben“, )
  • abhītim : das Ende seiner Furcht  („Furchtlosigkeit“, Abhiti)
  • sahasā : ohne zu zögern („sofort“, Sahasa)
  • mahātmā : der Edle, Hochherzige („die große Seele“, Mahatman)     || 41 ||

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