Kapitel 4, Vers 26

Deutsche Übersetzung:

So neigt der Geist zur Unterscheidungskraft und strebt nach Befreiung.

Sanskrit Text:

tadā viveka-nimnaṁ kaivalya-prāg-bhāraṁ cittam ||26||

तदा विवेकनिम्नं कैवल्यप्राग्भारं चित्तम् ॥२६॥

tada viveka nimnam kaivalya prag bharam chittam ||26||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • tadā = dann
  • viveka = Unterscheidungskraft
  • nimnam = geneigt zu, hin zu, vertieft
  • kaivalya = Befreiung
  • prāk = Richtung, Neigung
  • bhāra = Gewicht
  • citta = Geist, Verstand

Kommentar

Erste Voraussetzung ist, daß wir überhaupt erst einmal erkennen, daß wir gebunden sind. Und während wir um die Gebundenheit wissen, muß uns klarwerden, daß wir eigentlich frei sein könnten. Wenn wir wissen, daß das Selbst etwas anderes ist als der Geist, dann wissen wir: Wir sind momentan gebunden. Wenn wir diese Unterscheidungskraft erworben haben, wollen wir natürlich nicht länger gebunden bleiben. Von diesem Moment an können wir nach Befreiung streben.

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