Kapitel 4, Vers 18

Deutsche Übersetzung:

Da die Natur des purushas (Selbst) unveränderlich ist, sind die Gedanken des Geistes dem Selbst immer bekannt.

Sanskrit Text:

sadājñātāḥ citta-vrttayaḥ tat-prabhoḥ puruṣasya-apariṇāmitvāt ||18||

सदाज्ञाताः चित्तव्र्त्तयः तत्प्रभोः पुरुषस्यापरिणामित्वात् ॥१८॥

sadajnatah chitta vrttayah tat prabhoh purushasya aparinamitvat ||18||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • sadā = immer
  • jñātāḥ = bekannt
  • citta = Verstand, Geist
  • vṛttayaḥ = Gedanken, Modifikationen
  • tat-prabhoḥ = von seinem Herrn
  • puruṣasya = des Purusha, des Selbst
  • aparināmitvāt = wegen der Unveränderlichkeit

Kommentar

Purusha, das Selbst, die Seele, ist immer da. Um ihn herum gibt es den Geist, chitta. Purusha nimmt immer und in jedem Moment alle Veränderungen des Geistes wahr. Das chitta bekommt über die äußeren Sinne Wissen von der Welt. Purusha schaut sich die Welt durch das chitta hindurch an und ist sich aller Empfindungen und Gedanken des chitta bewußt. Chitta sieht ab und zu mal etwas nicht. Wenn wir schlafen, sehen wir die Welt nicht. Purusha aber ist niemals müde. Wir sprechen jetzt von chitta als unserem bewußten Geist. Daneben gibt es natürlich noch den unbewußten Geist, aber das steht auf einem anderen Blatt.

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