Kapitel 2, Vers 32

Deutsche Übersetzung:

Die niyamas bestehen aus Reinheit, Zufriedenheit, Selbstzucht, Selbststudium und Selbsthingabe.

Sanskrit Text:

śauca saṁtoṣa tapaḥ svādhyāy-eśvarapraṇidhānāni niyamāḥ ||32||

शौच संतोष तपः स्वाध्यायेश्वरप्रणिधानानि नियमाः ॥३२॥

shaucha santosha tapah svadhyay eshvarapranidhanani niyamah ||32||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • śauca = Reinheit, Sauberkeit; gemeint innere, aber auch äußere Reinheit
  • saṁtoṣa = Zufriedenheit
  • tapaḥ = Askese, Selbstdisziplin
  • svādhyāya = Selbststudium, lernen von sich selbst, auf sich selbst achten / hören
  • īśvara = der persönliche Gott
  • spraṇidhānāni = Hingabe, Vertrauen
  • īśvara-praṇidhānāni = Hingabe an Gott, Verehrung Gottes, Annehmen seines Schicksals
  • niyama = Regeln im Umgang mit sich selbst

Kommentar

Wir finden hier zum dritten Mal den Hinweis auf ishvara pranidhana. Im ersten Kapitel hat Patanjali erwähnt, ishvara pranidhana hilft uns, schnell zu samadhi zu kommen. Am Anfang des zweiten Kapitels führt er ishvara pranidhana als eine der kriya yogas auf: Hingabe an Gott hilft uns, nicht zu leiden. Und hier nennt er es nochmals als Teil der niyamas. Also auch im Raja Yoga spielt bhakti, die Hingabe an Gott, eine große Rolle.

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