Kapitel 1, Vers 28

Deutsche Übersetzung:

Ständige Wiederholung von Om mit Gefühl und Bewußtsein seiner Bedeutung (führt zu ishvara bzw. samadhi).

Sanskrit Text:

taj-japaḥ tad-artha-bhāvanam ||28||

तज्जपः तदर्थभावनम् ॥२८॥

taj japah tad artha bhavanam ||28||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • tat = dessen, seine
  • japa = Wiederholung
  • tat = seine, dessen
  • artha = Sinn, Bedeutung
  • bhāvanam = Spirituelle Ausrichtung, Gefühl, Hingabe, Versenkung

 

Kommentar

Wenn wir Om wiederholen, über Om meditieren, führt uns das zu Gott und zu samadhi.

Das ist die dritte Meditationstechnik, die Patanjali anbietet. Die erste war die siebenstufige abstrakte samprajnata-Meditation, die für sehr fortgeschrittene Schüler hilfreich ist und auch für weniger fortgeschrittene ab und zu. Als ausschließliche Meditationstechnik ist sie aber für die Mehrheit nicht geeignet, weil sie zu abstrakt ist.

Eine zweite Möglichkeit ist, einfach Gott zu verehren, abstrakt an Gott zu denken, über ihn zu meditieren, zu ihm zu beten.

Und die dritte, die er hier erwähnt, ist über Om zu meditieren, und zwar mit Gefühl und Gewahrwerden der Bedeutung. Das gilt natürlich nicht nur für Om, sondern für die Meditation über jedes mantra.

Jetzt sagt er noch etwas Interessantes:

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