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5. Yudhishtira auf dem Höhepunkt seiner Macht

Die Hauptstadt Indraprastha in Yudhishtiras ReichYudhishtira errichtete eine neue Hauptstadt namens „Indraprastha“, das heutige Delhi. Er war ein sehr fähiger König. Viele Menschen zogen zu ihm hin. Sie machten das Land urbar. Innerhalb kürzester Zeit wurde es ein sehr reiches Königreich. Es war wie eine Abstimmung mit den Füßen[1]. Viele Untertanen von Duryodhana wechselten über in Yudhishtiras Königreich. Auch aus anderen Königreichen kamen Menschen. Die Wirtschaft florierte, und Yudhishtira stellte auch eine große Armee auf.

Das hatte zur Folge, dass aus allen kleinen Königreichen Indiens die Könige auf Yudhishtira zukamen, und ihn um Unterstützung baten. Da sie sich ständig bekämpften, sollte er ihnen helfen, indem er Großkönig über das ganze Land wird. So erhofften sie sich dauerhaften Frieden. Yudhishtira lehnte zunächst ab. Wenn er sich zum Großkönig oder Kaiser würde krönen lassen, dann bedeutete das, dass alle anderen Könige ihn anerkennen mussten. Würde ein König seine Macht nicht anerkennen, so müsste er mit diesem Krieg führen. Das wollte Yudhishtira zunächst nicht. Alle anderen Könige flehten ihn aber immer wieder inständig an, es doch zu werden. „Wenn du nicht unser Großkönig wirst, dann bekriegen wir uns ständig weiter. Wenn du unser Großkönig wirst, so ist mehr Frieden im Land. Du bist neutral.“ Daraufhin befragte Yudhishtira Krishna. Krishna riet ihm dazu, das Angebot anzunehmen. So wurde Yudhishtira also Großkönig über alle Königreiche.



[1] Ausdruck aus Zeiten des kalten Krieges. Da Menschen in Osteuropa nicht wählen durften, gab es die so genannte Abstimmung mit den Füßen. Sowie sie konnten, haben sie ihr Land verlassen, um woanders zu leben.

 

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch von Sukadev Bretz „Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute, Band 1

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