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Die Entstehung dieser Bhagavad Gita Kommentare

Dieses Buch ist aus einer Vortragsreihe im Rahmen einer Intensiv-Weiterbildung für Yogalehrer entstanden. Eine der Teilnehmerinnen nahm meine Vorträge auf und brachte sie zu Papier. Diese wurden dann weiter bearbeitet und an die Bedürfnisse eines breiteren Publikums angepasst. Dieses Buch ist daher nicht als Einführung ins Yoga gedacht, obgleich ich der Überzeugung bin, dass auch Yoganeulinge viel Nutzen daraus ziehen können. Die einzelnen, der Kommentierung zugrunde liegenden, Verse habe ich für dieses Buch aus der „Bhagavad Gita aus dem Mangalam Verlag entnommen. Dieses Buch bietet meiner Meinung nach eine hervorragende Übersetzung der Sanskritverse.
Shrimad Bhagavad Gita und Kommentare von SukadevIch bin nur an einigen wenigen Stellen in der Übersetzung abgewichen. Ich selbst habe in diesem Buch auf die Übernahme der Sanskritverse verzichtet, weil ich keine neue Bhagavad Gita schreiben wollte. Es geht mir vielmehr darum, diese wunderbaren Weisheitslehren vielen interessierten, spirituellen Menschen zugänglich zu machen.
Vielen Dank an Sumitra Shang, den Inhaber des Mangalam Verlags, für die Erlaubnis, die Verse abdrucken (und im Internet veröffentlichen) zu dürfen. Am besten ist es, neben diesem Buch die „Srimad Bhagavad Gita“ mit Text und Erläuterung von Swami Sivananda aus dem Mangalam Verlag zu lesen.

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Indische Philosophiesysteme (Darshanas)

Zum besseren Verständnis der Bhagavad Gita kann es hilfreich sein, den Leser kurz in die sechs klassischen indischen Darshanas (Philosophiesysteme) einzuführen. Ich möchte den Leser jedoch warnen: Dieses Kapitel ist das schwierigste dieses Buches… Weniger philosophisch orientierte Leser sowie solche, die mit indischer Philosophie bisher wenig zu tun hatten, können auch gleich zum nächsten Kapitel springen…

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1. Ganesha und Vyasa

Vyasa diktiert Ganesha die Bhagavad Gita Die Mahabharata ist eine der beiden Hauptitihasas (Epen). „Maha“ bedeutet „groß“. Bharata war ein indischer König. Ein König, der ganz Indien vereint hat, der sehr spirituell war und im Alter die Selbstverwirklichung erreicht hat. Es heißt, dass es nichts im Leben gibt, was nicht in der Mahabharata geschrieben steht. Die Bhagavad Gita ist ein Teil der Mahabharata. Die Bhagavad Gita nun, als Teil der Mahabharata, wurde von einem Weisen namens, Vyasa, seinem Schreiber, Ganesha, um 3250 v.Chr. diktiert. Vyasa ist eine mythologische Figur. Er gilt als Teilinkarnation von Vishnu. „Vyasa“ wörtlich übersetzt heißt „Sammler“. Von ihm heißt es, dass er verschiedenste Schriften gesammelt hat.

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2. Bharata, Kuru und Dhritarashtra

Der Rishi Vyasa erzählt die Geschichte der BharatasIn der Bhagavad Gita selbst beschreibt Vyasa die Geschichte von einem Herrschergeschlecht namens Bharata. Der Ahnherr der Bharatas, Bharata, galt als der erste König, der ganz Indien vereint haben soll. Er galt als ein sehr tugendhafter und großartiger König, der Hingabe an Gott, Tugend und Tapferkeit in sich vereinte. Und weil er so großartig war, wird Indien auch als „Bharata Varsha“ bezeichnet, was übersetzt „das Land Bharatas“, heißt.

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5. Yudhishtira auf dem Höhepunkt seiner Macht

Die Hauptstadt Indraprastha in Yudhishtiras ReichYudhishtira errichtete eine neue Hauptstadt namens „Indraprastha“, das heutige Delhi. Er war ein sehr fähiger König. Viele Menschen zogen zu ihm hin. Sie machten das Land urbar. Innerhalb kürzester Zeit wurde es ein sehr reiches Königreich. Es war wie eine Abstimmung mit den Füßen[1]. Viele Untertanen von Duryodhana wechselten über in Yudhishtiras Königreich. Auch aus anderen Königreichen kamen Menschen. Die Wirtschaft florierte, und Yudhishtira stellte auch eine große Armee auf.

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6. Duryodhana, Yudhishtira und Draupadi

Yudhisthira mit Draupadi auf dem ThronDuryodhana gefiel natürlich gar nicht, dass Yudhishtira jetzt der machtvollste Herrscher Indiens war. Er wusste aber auch, dass er Yudhishtira nicht offen bekämpfen konnte. Deshalb ersann er eine List. Er lud Yudhishtira zum Würfelspiel ein. Yudhishtira hatte nämlich eine kleine Eigenart, ein Laster[1]. Yudhishtiras Eigenart nun war, dass er eine Spielschwäche hatte. Wenn er einmal anfing um Geld zu spielen, dann konnte er nicht mehr aufhören.

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7. Duryodhana, die Pandavas und das zweite Würfelspiel

Duryodhana hingegen hatte nicht vergessen, dass Yudhishtira sein Königreich zurückbekommen hatte. Im Gegenteil, er kochte vor Wut darüber, dass sein Vater, alles was er gerade gewonnen hatte, wieder zurückgegeben hatte. Aber er war schlau und wusste, wie er weiter vorgehen konnte. Er lud Yudhishtira nach einiger Zeit erneut zum Würfelspiel ein. Wieder verlor Yudhishtira eine Sache nach der anderen. Zum Schluss spielten sie aber nicht um das ganze Königreich, weil Duryodhana dachte, dann wird mein Vater ihm alles wieder zurückgeben. Er sagte zu Yudhishtira: „Wer diesmal verliert, muss zwölf Jahre ins Exil gehen. Im 13. Jahr muss er inkognito irgendwo sein. Wenn er erkannt wird in diesen zwölf Jahren, dann muss er noch mal zwölf Jahre ins Exil gehen.“

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9. Es kommt zum Krieg

Die große Schlacht zu KurukshetraDuryodhana war in der Zeit des Exils der Pandavas nicht untätig gewesen. Er hatte ein Terrorregime errichtet, in dem die Menschen unterdrückt wurden. Eine Diktatur, in der die Menschen nicht mehr ihre Meinungen frei äußern durften, wo Duryodhanas Günstlinge in den Hauptpositionen waren. Es gab ein paar Gerechte im Reich. Diese dachten, wenn Duryodhana jetzt 13 Jahre das Königreich regieren soll, dann ist es gut, dass er ein paar Leute hat, die gut und gerecht sind. Deshalb haben sie sich darauf eingelassen, ihm zu dienen. Sie hatten einen Eid auf ihn geschworen. Und jetzt waren sie gebunden durch diesen Eid. [1] Große Lehrer, wie Bhishma, Drohna und andere dienten jetzt auf der Seite von Duryodhana. Duryodhana lachte den Boten der fünf Pandavas aus und sagte: „Verschwindet wieder in euren Wald, da ist sowieso der beste Platz für Euch. Ich regiere das Königreich weiter.“

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10. Sanjaya erzählt Dhritarashtra

Sanjaya erzählt DhritarashtraDhritarashtra als blinder alter Mann, Großkönig ohne Regierungsbefugnis und Vater von Duryodhana, blieb zurück in der Hauptstadt. Dhritarashtra hatte seine ganzen Söhne, sein ganzes Heer, die Hauptstadt verlassen sehen. Sein Wunsch war es informiert zu bleiben, was mit diesen auf dem Schlachtfeld passieren würde. Da jeder Mann auf dem Schlachtfeld gebraucht wurde, konnte noch nicht einmal ein Bote hin und her gehen und ihm Informationen bringen. Dhritarashtra beklagte sich bei Vyasa darüber. Vyasa bot ihm an, das dritte Auge zu öffnen, was Dhritarashtra aber ablehnte. Damit hätte er zwar aus der Entfernung sehen können, was auf dem Schlachtfeld passierte. Aber Dhritarashtra sagte: „Ich habe Zeit meines Lebens nichts gesehen. Das erste was ich dann sehen würde, wäre wie meine geliebten Kinder sich mit meinen geliebten Neffen gegenseitig umbringen. Das will ich nicht sehen.“

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1. Kapitel: Der Yoga der Mutlosigkeit

Die Bhagavad Gita beginnt mit dem ethischen Dilemma von Arjuna. Er weiß nicht, was seine Aufgabe ist. Auf der einen Seite will er sich dafür einsetzen, ein tyrannisches Regime zu überwinden, welches das ganze Land in Elend gestürzt hat. Er will helfen wieder eine gerechte Ordnung zu schaffen, wo die Menschen ohne Angst und Sorge leben können. Darauf hat er sich vorbereitet. Nun geht es los und er soll auf dem Schlachtfeld für diese Ideale kämpfen. In diesem Moment wird er sich bewusst, auch auf der Gegenseite sind nicht nur Bösewichte; im Gegenteil, es sind alles Menschen wie er, teilweise sogar seine eigenen Verwandten und Lehrer.

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01-07 Kommentar Sukadev

Als Zweimalgeborene werden in Indien die höheren Kasten, also die Brahmanen, die Kshatriyas und die Vaishyas bezeichnet. Es wird mit ihnen ein bestimmtes Einweihungsritual durchgeführt, was so eine Art spirituelle Neugeburt (also Zweitgeburt) darstellt. Jeder, der an diesem Ritual teilnimmt, wird als Zweimalgeborener bezeichnet. In den letzten Jahren gab es in Indien viele Bestrebungen, das Kastenwesen aufzulösen. Dies ist inzwischen in den meisten Teilen Indiens auch geglückt. Die Aufhebung des Kastenwesens ermöglicht es dann nämlich auch den „Kastenlosen“ eine Einweihung zu bekommen.

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01-08 Kommentar Sukadev

In diesem Vers wird ein großes Paradox beschrieben, nämlich Tyrannen, die Furcht haben. Die Armee der Kauravas war doppelt so groß wie die Armee der Pandavas. Aber die Pandavas hatten das Recht auf ihrer Seite stehen. Ferner stand Krishna auf ihrer Seite. Duryodhana wusste, dass Krishna nicht nur irgendjemand war, und so bekam er Angst. Das ist sehr charakteristisch. Es gibt keinen Tyrannen, der nicht paranoid war und letztlich auch Gründe dafür gehabt hat, paranoid zu sein. Alexander der Große z.B. hat alles Mögliche unternommen, um zu verhindern, dass er vergiftet werden würde. Er zählte zu den ganz großen Menschenschlächtern. Die Schlachten, die er angeführt hatte, waren die größten Schlachten, die es bis zu dieser Zeit gegeben hat. Hunderttausende von Menschen sind gestorben. Wenn irgendjemand ihm was Böses gesagt hat, dann ließ er diesem Menschen mit dem Schwert den Kopf abschlagen. Es konnte sowohl seinen besten Freund als auch seinen Geliebten treffen. Dieser hatte ihn irgendwann mal beleidigt, worauf hin Alexander der Große ihn umbringen ließ. Im Nachhinein hat er sich dafür Vorwürfe gemacht. Des Weiteren arbeiteten viele Vorkoster für ihn und er unterhielt eine riesige Leibwache. Man weiß nicht, wie oder woran er letztlich gestorben ist. Ob er doch irgendwie vergiftet worden ist ­- es gibt ja einen Roman darüber, wo das so beschrieben wurde – oder ob er vielleicht an Malaria gestorben ist oder sich zu Tode getrunken hat. Auf jeden Fall ging er als Begründer eines riesigen Reichs in die Geschichte ein. Er war zu keinem Zeitpunkt zufrieden und hatte immer Angst vor irgendwas gehabt.

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01-24 Kommentar Sukadev

Einem anderen Vers der Mahabharata zufolge soll die „Mitte“ ein kleiner Hügel gewesen sein. Von dort konnte man beide Formationen erkennen. Der Sage zufolge sollen es mehrere hunderttausend Menschen gewesen sein. Gelehrte nehmen an, dass diese Zahl ein bisschen übertrieben wäre, wahrscheinlich eine Null zu viel hätte. In jedem Fall war es eine riesige Ansammlung von Menschen und Arjuna bricht aus der Schlachtreihe aus und stellt sich oben auf den Hügel. Dazu gehörte eine Menge Mut. Alle Beteiligten überlegten, was er damit bezwecken wollte.

01-36 Kommentar Sukadev

Arjuna reagiert sehr emotional und versucht gleichzeitig das Ganze noch intellektuell auf dem Hintergrund der Purva Mimamsa Philosophie zu begründen. In der Purva Mimamsa Philosophie haben die Angehörigen verschiedener Kasten verschiedene Pflichten. Es gibt Pflichten für die Shudras, die Bauern. Es gibt Pflichten für Vaishyas, die Kaufleute. Es gibt Pflichten für die Kshatriyas, die Krieger, Pflichten für die Herrscher und Verwaltungsbeamte. Auch die Brahmanen haben bestimmte Pflichten. Ursprünglich galten die Brahmanen als Priesterkaste. Doch schon zu Krishnas Zeiten waren nicht mehr alle Brahmanen gleichzeitig auch Priester. Oft waren es einfache Bauern die, um zu überleben, ein einfaches Leben geführt haben. Die Kshatriyas hatten folgende Aufgaben: das Land gerecht zu regieren, das Reich und die Menschen im Reich zu beschützen, und auch nach Ruhm und Ehre zu streben. Es war ihnen allerdings verboten gegen ihre eigenen Angehörigen und gegen ihre eigenen Lehrer zu kämpfen. Arjunas Herz blutete, weil er wusste, dass das nicht richtig war. Durch solche Taten entstehen Papas. Papas sind Sünden. Verwandte zu töten sind Papas.

01-39 Kommentar Sukadev

Gemäß der Purva Mimamsa Philosophie hat man die Aufgabe, sich um die eigene Familie zu kümmern. Und jeder hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Familie sich fortsetzt, dass die Sippe sich fortsetzt. Es gibt die Großkasten, die so genannten „Varnas“, und es gibt die Kleinkasten, die so genannten „Jatis“. Beide gelten als Sippen mit eigenen Gesetzen, eigener Ethik und eigenen religiösen Riten.

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2. Kapitel: Samkhya Yoga

EntscheidungshilfeDie Grundlage von allem ist eine schwierige ethische Frage, die Arjuna hat. Er weiß nicht, was er tun soll, was seine Pflicht ist – entweder kämpfen oder sich zurück ziehen. Diese Frage kann man im wörtlichen Sinne verstehen und sich fragen: Gibt es so etwas wie einen gerechten Krieg? Oder man kann sie im übertragenen Sinne behandeln. Ich glaube, da es heißt, dass die Bhagavad Gita für jeden Einzelnen gedacht ist, sollte man es mehr auf den Einzelnen beziehen.

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02-02 Kommentar Sukadev

„Sri bhagavan uvaca“ bedeutet immer „sprach“. In der Bhagavad Gita kann man immer wieder den Begriff „Bhagavan“, was übersetzt „Gott“ heißt, finden. Insbesondere die Manifestation von Vishnu wurde als Bhagavan bezeichnet. In dieser Ausgabe wird es immer übersetzt mit den Worten: „Krishna sprach“. Man könnte auch sagen „Gott sprach“ oder „der gepriesene Herr sprach“:

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02-06 Kommentar Sukadev

Der Kampf auf dem Schlachtfeld steht symbolisch für viele Situationen. Glücklicherweise ist niemand von uns in der Situation, dass er über einen Krieg zu entscheiden hätte. Und ich hoffe, dass wir über so etwas niemals entscheiden müssen. Der deutsche Bundestag musste irgendwann mal entscheiden, ob er Truppen in den Kosovo oder nach Afghanistan entsenden wollte. Dies war keine leichte Entscheidung. Menschen, die zum Teil Jahre und Jahrzehnte für bedingungslosen Pazifismus gekämpft haben, dafür demonstriert haben, haben entschieden, Heere und Truppen dorthin zu entsenden. Es war eine äußerst schwierige Situation und es ist schwierig zu beantworten, was wirklich richtig oder falsch wäre. Dies ist ein Beispiel, derer es viele gibt.

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