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06-01 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
anāśritaḥ – ohne zu hängen
karma-phalam – an den Früchten (phala) seiner Handlungen (karma)
kāryam – die getan werden muss
karma – eine Handlung
karoti – ausführt
yaḥ – wer
saḥ – der
saṃnyāsī – (ist) ein Entsagender
ca – und
yogī – ein Yogi
ca – und
na – nicht
niragniḥ – einer ohne Opferfeuer (agni)
na – nicht
ca – und
akriyaḥ – einer ohne Opferhandlungen (kriyā)

06-02 Wort-für-Wort Übersetzung

yam – was
saṃnyāsam – Entsagung
iti – so
prāhuḥ – man nennt
yogam – als Yoga
tam – das
viddhi – erkenne
pāṇḍava – oh Sohn Pāṇḍus (Arjuna)
na – nicht
hi – denn
asaṃnyasta-saṅkalpaḥ – der den Gedanken/Absichten (saṅkalpa) nicht entsagt hat (asaṃnyasta)
yogī – ein Yogi
bhavati – wird
kaścana – irgend jemand

06-02 Kommentar Swami Sivananda

Sankalpa ist das Arbeiten der Vorstellungskraft des Geistes, der für die Zukunft Pläne schmiedet und die Ergebnisse der so gemachten Pläne vorhersieht. Niemand kann ein Karma Yogi werden, der plant und entwirft und für seine Handlungen Früchte erwartet. Niemand, der sich der Handlung verschreibt und nicht den Gedanken an den Ertrag seiner Handlungen aufgegeben hat, kann ein Yogi mit ruhigem Geist werden. Der Gedanke an die Früchte macht den Geist mit Sicherheit unstet.

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06-03 Wort-für-Wort Übersetzung

ārurukṣoḥ – der zu erreichen („zu erklimmen“) wünscht
muneḥ – für den Weisen
yogam – den Yoga
karma – Handeln
kāraṇam – als Weg („Mittel, Methode“)
ucyate – wird genannt
yoga-ārūḍhasya – der Yoga erreicht („erklommen“) hat
tasya eva – für eben diesen (Weisen)
śamaḥ – Nichthandeln („Ruhe“)
kāraṇam – als Weg
ucyate – wird genannt

06-04 Wort-für-Wort Übersetzung

yadā – wenn
hi – denn
na – weder
indriya-artheṣu – an den Sinnesobjekten
na – noch
karmasu – an den Handlungen
anuṣajjate – (ein Mensch) hängt
sarva-saṅkalpa-saṃnyāsī – ein Entsager (saṃnyāsin) aller (sarva) Gedanken/Absichten (saṅkalpa)
yoga-ārūḍhaḥ – einer, der Yoga erreicht („erklommen“) hat
tadā – dann
ucyate – wird er genannt

06-04 Kommentar Swami Sivananda

Yogarudha: »Wer zum Yoga emporgestiegen ist und in ihm ruht.« Wenn ein Yogi den Geist ganz ruhig hält und ihn von den Sinnesobjekten zurückzieht, wenn er keine Verhaftung an Sinnesobjekte wie den Klang hat, und auch nicht an Handlungen (Karmas, vgl. Anmerkungen zu V.13), wenn er weiß, daß sie ihm nicht nützen, und wenn er allen Gedanken entsagt hat, die verschiedene Wünsche nach den Dingen dieser und der nächsten Welt entstehen lassen, wird von ihm gesagt, er sei Yogarudha geworden.

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06-05 Wort-für-Wort Übersetzung

uddharet – man möge erheben
ātmanā – durch das Selbst
ātmānam – sich selbst
na – nicht
ātmānam – sich selbst
avasādayet – man möge erniedrigen
ātmā – das Selbst
eva – nur, allein
hi – denn
ātmanaḥ – (ist) der eigene
bandhuḥ – Freund
ātmā – das Selbst
eva – nur, allein
ripuḥ – Feind
ātmanaḥ – (ist) der eigene

06-06 Wort-für-Wort Übersetzung

bandhuḥ – (ist) ein Freund
ātmā – das Selbst
ātmanaḥ – eigener („des Selbst, sich selbst“)
tasya – für denjenigen
yena – durch den
ātmā – das Selbst
eva – wahrlich
ātmanā – durch das Selbst
jitaḥ – bezwungen („besiegt“) wurde
anātmanaḥ – für denjenigen, der sich nicht selbst überwunden hat („der sein Selbst nicht besitzt“)
tu – aber
śatrutve – weil (zwischen ihm und dem Selbst) Feindschaft besteht
varteta – verhält sich
ātmā – das Selbst
eva – eben
śatruvat – wie ein Feind (śatru)

06-06 Kommentar Swami Sivananda

Bezwinge den niederen Geist durch den höheren Geist. Der niedere Geist ist dein Feind. Der höhere Geist ist dein Freund. Wenn du mit dem höheren Geist Freundschaft schließt, kannst du den niederen Geist ganz leicht besiegen. Der niedere Geist ist voller Rajas und Tamas (Leidenschaft und Dunkelheit). Der höhere Geist ist erfüllt mit Sattva, Reinheit. Das Selbst ist der Freund des Selbstbeherrschten, der den niederen Geist und die Sinne unterworfen hat. Derjenige aber ist sich selbst ein Feind, der nicht selbstbeherrscht ist und den niederen Geist und die Sinne nicht bezwungen hat. So wie ein äußerer Feind ihm Schaden zufügt, so schadet er sich auch selbst (sein niederer Geist schadet ihm). Der niedere Geist verletzt ihn ernstlich. Das höchste Selbst, Atman, ist das ursprüngliche Selbst. Auch der Geist ist Selbst; er ist das untergeordnete Selbst.

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