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2. Kapitel: Samkhya Yoga

EntscheidungshilfeDie Grundlage von allem ist eine schwierige ethische Frage, die Arjuna hat. Er weiß nicht, was er tun soll, was seine Pflicht ist – entweder kämpfen oder sich zurück ziehen. Diese Frage kann man im wörtlichen Sinne verstehen und sich fragen: Gibt es so etwas wie einen gerechten Krieg? Oder man kann sie im übertragenen Sinne behandeln. Ich glaube, da es heißt, dass die Bhagavad Gita für jeden Einzelnen gedacht ist, sollte man es mehr auf den Einzelnen beziehen.

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02-01 Wort-für-Wort Übersetzung

saṃjaya – Saṃjaya
uvāca – sprach
tam – zu dem
tathā – so
kṛpayā – von Mitleid
āviṣṭam – Überwältigten
aśru-pūrṇa-ākula-īkṣaṇam – dessen Augen (īkṣaṇa) von Tränen (aśru) voll (pūrṇa) und verwirrt (ākula) waren
viṣīdantam – dem Verzweifelten
idam – diese
vākyam – Worte
uvāca – sprach
madhusūdanaḥ – Madhusūdana „Madhuvernichter“ (Kṛṣṇa)

02-02 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
kutaḥ – wieso
tvā – dich
kaśmalam – Verzweiflung
idam – diese
viṣame – in unpassender Weise
samupasthitam – hat überkommen
anārya-juṣṭam – bei einem Edlen (ārya) nicht erwünschte
asvargyam – nicht in den Himmel führende
akīrti-karam – Schande bringende
arjuna – oh Arjuna

02-02 Kommentar Sukadev

„Sri bhagavan uvaca“ bedeutet immer „sprach“. In der Bhagavad Gita kann man immer wieder den Begriff „Bhagavan“, was übersetzt „Gott“ heißt, finden. Insbesondere die Manifestation von Vishnu wurde als Bhagavan bezeichnet. In dieser Ausgabe wird es immer übersetzt mit den Worten: „Krishna sprach“. Man könnte auch sagen „Gott sprach“ oder „der gepriesene Herr sprach“:

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02-03 Wort-für-Wort Übersetzung

klaibyam – in einen Zustand der Schwäche, Feigheit
mā sma – nicht
gamaḥ – gehe
pārtha – oh Sohn Pṛthās
na – nicht
etat – das
tvayi – dir
upapadyate – ist zustehend
kṣudram – armselige
hṛdaya-daurbalyam – diese Herzensschwäche
tyaktvā – nachdem du aufgegeben hast
uttiṣṭha – erhebe dich
paraṃtapa – oh Verbrenner der Feinde (Arjuna)

02-04 Wort-für-Wort Übersetzung

arjuna – Arjuna
uvāca – sprach
katham – wie
bhīṣmam – Bhīṣma
aham – ich
saṅkhye – in der Schlacht
droṇam – Droṇa
ca – und
madhu-sūdana – oh Madhu-Vernichter (Kṛṣṇa)
iṣubhiḥ – mit Pfeilen
pratiyotsyāmi – soll ich bekämpfen
pūjārhau – die beiden Verehrungswürdigen
ari-sūdana – oh Bezwinger der Feinde (Kṛṣṇa)

02-05 Wort-für-Wort Übersetzung

gurūn – die Lehrer
ahatvā – nicht getötet habend
hi – gewiss
mahā-anubhāvān – hochehrwürdigen
śreyaḥ – es ist besser
bhoktum – zu genießen
bhaikṣyam – Bettelspeise
api – sogar
iha – hier
loke – in der Welt
hatvā – wenn ich getötet hätte
artha-kāmān – die Besitz (artha) erheischenden
tu – aber
gurūn – Lehrer
iha – hier
eva – schon
bhuñjīya – würde ich genießen
bhogān – Genüsse
rudhira-pradigdhān – blutbefleckte

02-06 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
ca – und
etat – das
vidmaḥ – wir wissen
katarat – was von beidem
naḥ – für uns
garīyaḥ – ehrenvoller (ist)
yat – wenn
vā – entweder
jayema – wir sollten siegen
yadi – wenn
vā – oder
naḥ – uns
jayeyuḥ – sie sollten besiegen
yān eva – welche
hatvā – getötet habend
na – nicht mehr
jijīviṣāmaḥ – wir würden leben wollen
te – diese
avasthitāḥ – stehen
pramukhe – (uns) gegenüber
dhārtarāṣṭrāḥ – Söhne Dhṛtarāṣṭras

02-06 Kommentar Sukadev

Der Kampf auf dem Schlachtfeld steht symbolisch für viele Situationen. Glücklicherweise ist niemand von uns in der Situation, dass er über einen Krieg zu entscheiden hätte. Und ich hoffe, dass wir über so etwas niemals entscheiden müssen. Der deutsche Bundestag musste irgendwann mal entscheiden, ob er Truppen in den Kosovo oder nach Afghanistan entsenden wollte. Dies war keine leichte Entscheidung. Menschen, die zum Teil Jahre und Jahrzehnte für bedingungslosen Pazifismus gekämpft haben, dafür demonstriert haben, haben entschieden, Heere und Truppen dorthin zu entsenden. Es war eine äußerst schwierige Situation und es ist schwierig zu beantworten, was wirklich richtig oder falsch wäre. Dies ist ein Beispiel, derer es viele gibt.

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02-07 Devanagari Bhagavad Gita 2. Kapitel 7. Vers

कार्पण्यदोषोपहतस्वभावः
पृच्छामि त्वां धर्मसंमूढचेताः |
यच्छ्रेयः स्यान्निश्चितं ब्रूहि तन्मे
शिष्यस्तेऽहं शाधि मां त्वां प्रपन्नम् || २ ७ ||

02-07 karpanya-dosopahata-svabhavah prcchami tvam dharma-sammudha-cetah yac chreyah syan niscitam bruhi tan me shishyas te ’ham sadhi mam tvam prapannam

kārpaṇyadoṣopahatasvabhāvaḥ
pṛcchāmi tvāṃ dharmasaṃmūḍhacetāḥ
yacchreyaḥ syānniścitaṃ brūhi tanme
śiṣyaste.ahaṃ śādhi māṃ tvāṃ prapannam

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02-07 Wort-für-Wort Übersetzung

kārpaṇya-doṣa-upahata-svabhāvaḥ – mein Wesen (svabhāva) ist vom Makel (doṣa) des Mitleids (kārpaṇya) 
      überwältigt (upahata)            
pṛcchāmi – ich frage
tvām – dich
dharma-saṃmūḍha-cetāḥ – mein Geist (cetas) ist verwirrt (saṃmūḍha) hinsichtlich der Pflicht (dharma)
yat – was
śreyaḥ – besser
syāt – wäre
niścitam – mit Entschiedenheit
brūhi – sage
tat – das
me – mir
śiṣyaḥ – Schüler
te – dein
aham – ich (bin)
śādhi – lehre
mām – mich
tvām – dich
prapannam – um Hilfe ersuchenden

02-08 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
hi – denn
prapaśyāmi – ich sehe
mama – meine
apanudyāt – vertreiben könnte
yat – was
śokam – Sorge
ucchoṣaṇam – (dieses) Verdorren, Verbrennen
indriyāṇām – der Sinne
avāpya – erlangt habend, wenn ich erlangte
bhūmau – auf Erden
asapatnam – unangefochtene
ṛddham – blühende
rājyam – Königsherrschaft
surāṇām – über die Götter
api – sogar
ca – und
ādhipatyam – Oberherrschaft

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